Synephrin (Citrus aurantium)

Synephrin ist ein Wirkstoff aus der Bitterorange der wegen stoffwechselanregender Eigenschaften erforscht wird. Nach der Einnahme soll Synephrin zu einer erhöhten Kalorienverbrennung über mehrere Stunden führen, dies ist jedoch nur durch sehr wenig Studienmaterial beim Menschen belegt. Ideal ist eine Kombination mit Hesperidin und Naringin, die das Synephrin in seiner Wirkung verstärken. Mit Koffein und anderen Stimulanzien sollte es wegen möglichen Nebenwirkungen nicht kombiniert werden.

Zusammenfassung

Synephrin (p-Synephrin) aus der Bitterorange Citrus aurantium ist ein Wirkstoff, der allein oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen in Fatburnern als Unterstützung für die Gewichtsreduktion verkauft wird.

Synephrin regt den Stoffwechsel und Kalorienverbrauch an, vor allem in einem Zustand bei dem durch Kalorienreduktion oder Fasten der Stoffwechsel heruntergefahren wird. Die Studien sprechen hierbei von einer deutlichen Erhöhung des Grundumsatzes über mehrere Stunden nach der Einnahme des Synephrin. Diese erhöhte Kalorienverbrennung kann durch die gleichzeitige Gabe von Hesperidin und Naringin deutlich verstärkt werden.

Trotz der erwiesenen Stimulation des Stoffwechsels, sind humane Studien mit genauen Daten zur Gewichtsreduktion rar. Diese wurden häufig nicht publiziert und wurden nicht einer Begutachtung durch andere Forscher unterzogen. Zudem wird Synephrin sehr häufig in Kombinationspräparaten angeboten, so dass es schwer fällt die Wirkung und Nebenwirkungen genau einem der eingesetzten Wirkstoffe zuzuordnen. Es ist umstritten, ob Synephrin deutlich den Appetit beeinflusst, obwohl eine appetitzügelnde Wirkung aufgrund der Wirkungsweise des Synephrin theoretisch zu erwarten wäre.

Je nach Studie ergab sich durch Synephrin zusammen mit einer Diät eine zusätzliche Gewichtsreduktion von -1 bis -2 kg in einem Zeitraum von 8 Wochen. In einer Studie wurde sogar ein Fettverlust von -3 kg in 6 Wochen festgestellt, während eine der Studien gar keinen Effekt auf das Körpergewicht feststellen konnte.

Der synthetische Wirkstoff Methylsynephrin sollte gemieden werden, da kaum medizinisches Wissen zu diesem Wirkstoff vorliegt.

Synephrin selbst scheint ein sicherer Wirkstoff zu sein. In einer Tagesdosis von 50 mg erhöht es weder Blutdruck, noch Herzfrequenz. Eine Kombination mit Koffein und anderen, unerforschten Stimulanzien oder Antidepressiva sollte gemieden werden. Sehr übergewichtige Personen, oder Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen sollte vorsichtshalber Synephrin meiden.

Synephrin Wirksamkeit beim Menschen: Die europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) sieht für Synephrin bisher in keinem Fall eine gesundheitlich oder physiologisch relevante Wirksamkeit bei gesunden oder kranken Menschen als ausreichend durch klinische Forschung belegt an.

Anwendung

Dosierung/Einnahme 30 bis maximal 50 mg Synephrin täglich. Verteilt auf 2-3 Einzelgaben mit einem Abstand von 4 Stunden.
Kombinieren mit Glucomannan (Sättigung), L-Carnitin, Naringin und Hesperidin.
Nicht einnehmen mit Koffein (kann Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen), Guarana, MAO-Hemmer, Antidepressiva.
Nebenwirkungen Allein eingenommen ist Synephrin gut verträglich. Nicht so mit Koffein.
Vorsicht Menschen mit bereits vorhandenem hohen Blutdruck oder Herzfrequenz, sowie hohem Körperfettanteil sollten nicht zu Fatburnern greifen.
Produktwahl Verwenden Sie kein Methyl-Synpehrin, dieser chemische Abkömmling ist kaum medizinisch untersucht worden.

Synephrin (eigentlich p-Synephrin) ist ein Wirkstoff aus der Bitterorange Citrus aurantium, der als Fatburner und leichter Appetitzügler angewendet wird. Synephrin wird allein oder häufig in Kombination mit zahlreichen anderen Wirkstoffen (Koffein, Guarana, HCA, Forskolin (Coleus Forskohlii), Hesperidin, Naringin, Yohimbin) eingesetzt.

Chemische und biologische Eigenschaften

Das Isomer p-Synephrin ist für die fettabbauende Wirkung zuständig und wird in Fatburnern eingesetzt. Das Isomer m-Synephrin dagegen hat eine stärkere Wirkung auf das Herzkreislaufsystem und beeinflusst den Stoffwechsel kaum. Es ist unklar ob Extrakte des Citrus aurantium auch m-Synephrin enthalten. Wahrscheinlich nicht oder in geringen Mengen, denn Studien mit reinem Synephrin zeigen in der Regel keinen Effekt auf Blutdruck oder Herzfrequenz.

Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen zwei verschiedenen Isomeren des Synephrin:

  •          p-Synephrin und
  •          m-Synephrin (auch bekannt als Phenylephrin)

Beide Isomere kommen auch in geringen Mengen natürlich im menschlichen Körper vor. Phenylephrin ist für die fettabbauende Wirkung unwichtig und wird schon lange in der Medizin unter anderem in Nasensprays verwendet, da es das Abschwellen der Schleimhäute anregt. Dagegen ist das p-Synephrin das Isomer, welches für die Fettverbrennung vermarktet wird, in der Regel in Form eines Extrakts der Citrus aurantium Frucht.

Das m-Synephrin hebt den Blutdruck an und wird dafür in der Medizin eingesetzt (intravenös), erhöht jedoch nicht die Herzfrequenz (1, 2). Das p-Synephrin in Form eines Extrakts der Citrus aurantium Frucht erhöht den Blutdruck bei einer Dosis von knapp 50 mg nicht. Es kann aber bei dieser Dosis die Herzfrequenz leicht erhöhen,  wobei dies nicht in allen Studien beobachtet wurde (3, 4).

Bisher wurde immer behauptet, dass lediglich das p-Synephrin natürlich in der Citrusfrucht vorkommt. Es liegen jedoch widersprüchliche Forschungsergebnisse vor, die es aktuell nicht ermöglichen mit Bestimmtheit zu sagen, ob auch nicht das m-Synephrin in der Citrus aurantium Frucht vorkommt und zu welchem Anteil (5). Ideal wäre also ein Produkt, das lediglich das p-Synephrin enthält. Andererseits wird das oral eingenommene m-Synephrin generell schlecht vom Körper absorbiert und hat selbst bei einer Dosis von 10 mg oral keine signifikante Wirkung auf Blutdruck oder Herzfrequenz (6, 7).

1 g der Citrus aurantium Frucht enthält ungefähr 9 mg Synephrin, das entspricht einer Konzentration von 0,9%. Extrakte in Fatburnern sind häufig auf 6% Synephrin angereichert, womit 1 g Extrakt zwischen 60 und 70 mg Synephrin enthält (8).

Die Citrus aurantium Frucht enthält zudem in geringen Mengen Wirkstoffe, die mitunter auch die Fettverbrennung anregen könnten:

  •          Octopamin
  •          Hordenin
  •          Tyramin

Synephrin weist eine chemisch strukturelle Ähnlichkeit auf zu Ephedrin und Raspberry Ketone. Es wurde nach dem Verbot des Ephedrin relativ schnell als Ephedrin-Alternative zur Unterstützung des Fettabbaus auf dem Markt angeboten. Trotz der chemischen Verwandtschaft unterscheidet sich Synephrin pharmakologisch deutlich vom Ephedrin. Insbesondere weist es nicht dessen ausgeprägte Wirkung auf das kardiovaskuläre System auf.

Synephrin, Stoffwechsel und Fettverbrennung

Synephrin wirkt wahrscheinlich stoffwechselanregend. Je nach Dosis und Kombination mit anderen Wirkstoffen kann die Stimulation des Stoffwechsels in einem erhöhten Kalorienverbrauch von bis zu 183 Kcal innerhalb von 75 Minuten führen (Synephrin mit Hesperidin und Naringin). Dieser kalorienverbrennende Effekt hält vermutlich 2-3 Stunden an, solange das Synephrin noch nicht bedeutend abgebaut wurde. Daher macht auch eine mehrmalige tägliche Einnahme mehr Sinn, als die Einnahme einer einzelnen hohen Dosis. Synephrin scheint vor allem sinnvoll zu sein in Kombination mit einer kalorienreduzierten Diät, bei der es einen verlangsamten Stoffwechsel und Fettverbrennung wieder anregt.

Synephrin kann den ruhenden Stoffwechsel anregen und damit den Kalorienverbrauch erhöhen. Dieser Effekt lässt sich durch die zusätzliche Gabe von anderen Bioflavanoiden steigern.

Die Teilnehmer einer doppeltblinden, placebokontrollierten Studie bekamen entweder ein Placebo, Synephrin allein oder in Kombination mit Hesperidin (enthalten in Schalen von Orangen) und Naringin (Grapefruit) verabreicht (4). Alle Teilnehmer mussten zuvor 8-10 Stunden fasten und bekamen dann die Kapseln verabreicht. Der Kalorienverbrauch wurde innerhalb von 75 Minuten erfasst.

  • 50 mg Synephrin steigerte den Kalorienverbrauch in der Ruhephase um 65 Kcal gegenüber dem Placebo.
  • 50 mg Synephrin + 600 mg Naringin erhöhten den Grundumsatz um 129 Kcal.
  • 50 mg Synephrin + 600 mg Naringin + 100 mg Hesperidin steigerten den täglichen um 183 Kcal gegenüber dem Placebo.

Hierbei ist zu bedenken, dass der Stoffwechsel nur solange angeregt bleibt, wie Synephrin in einer wirksamen Konzentration im Blut vorliegt. Nach 2 Stunden sind bereits 50% des Synephrin abgebaut, ein Grund warum es generell sinnvoll ist die Einnahme auf zumindest zwei Zeitpunkte zu verteilen (9). Rechnerisch gesehen würde ein Verlust an 183 Kcal täglich über einen Zeitraum von 38 Tagen einem kg an reinem Körperfett entsprechen.

Wichtig: Die Teilnehmer der Studie befanden sich in einem mehrstündigen, gefasteten Zustand, ihr Stoffwechsel war also zu diesem Zeitpunkt bereits etwas heruntergefahren worden. Zudem wurde eine relativ hohe Einzeldosis von 50 mg Synephrin eingesetzt. Mehr als 80 mg Synephrin sollten jedoch nicht täglich konsumiert werden. Die hohe Dosis zusammen mit dem gefasteten Zustand könnte die starke Wirkung erklären. Synephrin kann anscheinend sinnvoll mit einer strengen Kalorienrestriktion angewendet werden.

In einer nicht publizierten Studie von Kalman et al. verursachten 12 mg Synephrin nach einer Mahlzeit den Anstieg des Grundumsatzes um 13,4 % nach 2 Stunden und um 8,9% nach 3 Stunden (10).

Nach dem Verzehr von Nahrung, insbesondere mit einem hohen Eiweißanteil, steigt die Körpertemperatur leicht an und ein Teil der Kalorien geht verloren an der Verarbeitung und Verwendung der Nährstoffe.  Dies wird als postprandiale Thermogenese bezeichnet. Eine Dosis von 26 mg Synephrin verstärkt den thermogenen Effekt eiweißreicher Nahrung bei Frauen um 29%, jedoch nicht bei Männern. Dagegen erhöht es die Thermogenese bei Männern im gefasteten Zustand stärker als bei Frauen (11).

Hier wird deutlich, dass Synephrin vor allem den durch ein Kaloriendefizit erzielten Einbruch in der Stoffwechselrate wieder korrigieren kann. Bei Frauen kann es anscheinend  auch selbst nach einer Mahlzeit noch den Kalorienverbrauch steigern.

Gewichtsreduktion in Studien

Die gewichtsreduzierende Wirkung des Synephrin wurde leider hauptsächlich in nicht publizierten Studien und in Kombination mit anderen Wirkstoffen untersucht. Somit ist es nicht möglich zuzuordnen, welchen Anteil Synephrin an der Reduktion des Körperfetts hat. Eine publizierte Studie mit knapp 60 mg Synephrin und einer hohen Koffeindosis (528 mg) reduzierte das Körperfett um 3,1 kg gegenüber dem Placebo. Weitere Forschungsergebnisse müssten folgen, um eine klare Aussage zur Wirkung des Synephrin geben zu können.

Die Anzahl der publizierten und kontrollierten Studien zur erzielten Gewichtsreduktion und Fettabbau mit Synephrin ist gering. Vollständigkeitshalber werden hier auch die Ergebnisse von nicht publizierten Studien berücksichtigt, mit der wichtigen Anmerkung, dass keine Begutachtung der Ergebnisse seitens anderer Forscher bestand (kein peer-review).

Eine Kombination aus 58,5 mg Synephrin, 528 mg Koffein und 900 mg Johanniskraut wurde täglich über 6 Wochen an Teilnehmer verabreicht, die zusätzlich auf eine leichte Diät gesetzt wurden und sich körperlich betätigen mussten. Die Placebogruppe folgte dem gleichen Programm, nahm lediglich das Synephrinprodukt nicht ein. Die Teilnehmer aus der Synephringruppe nahmen -1,4 kg Körpergewicht ab und verloren -2,9% Körperfett (-3,1 kg Körperfett), die Placebogruppe dagegen nicht (12).

Ein Kombinationsprodukt bestehend aus 21,5 mg Synephrin, 125 mg HCA und 50 mg Gotu Kola Extrakt wurde 3-mal täglich, 10 Wochen lang an einen Teil der Studienteilnehmer verabreicht (13). Die Studienteilnehmer wurden in drei Gruppen unterteilt:

  • Gruppe 1: Nahm nur das Produkt ein und konnte -4,63 kg abnehmen.
  • Gruppe 2: Wurde auf Diät und sportliche Betätigung gesetzt und verlor -3,45 kg Körpergewicht.
  • Gruppe 3: Nahm das Produkt ein, machte die Diät und betätigte sich sportlich. Die Teilnehmer verloren -6,59 kg.

Diese Ergebnisse sprechen für eine ausgeprägte fettabbauende Wirkung des Synephrin, leider wurde die Studie nicht öffentlich publiziert und kontrolliert.

Eine zweiwöchige Einnahme von 24 mg Synephrin täglich, erzielte keine gewichtsreduzierende Wirkung in einer weiteren, nicht publizierten Studie (14).

Der Effekt einer 8-wöchige Einnahme eines Kombiprodukts aus 200 mg Citrus aurantium, DHEA, konjugierter Linolensäre (CLA), und Chrompicolinat wurde in einer doppeltblinden, placebokontrollierten Studie untersucht. Die behandelte Gruppe konnte -2,9 kg Körpergewicht abnehmen, während die Placebogruppe nur -1,5 kg abnahm. Auch diese Forschungsarbeit wurde nicht publiziert (15).

Appetit, Energie und Psyche

Wahrscheinlich beeinflusst Synephrin in geringem Maße den Appetit, es wirkt anregend und sollte nicht zu spät am Tag eingenommen werden, da es sich sonst auf die Schlafqualität auswirkt.

Synephrin wird auch als leichter Appetitzügler vermarktet, diese Wirkung ist jedoch nicht nachgewiesen. Nach einer kurzzeitigen Gabe von 50 mg Synephrin allein oder in Kombination mit Hesperidin und Naringin fühlten die Studienteilnehmer nach eigenen Angaben nicht mehr oder weniger Hunger, Unruhe, Nervosität, Schläfrigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Kopfschmerzen als die Placebogruppe (4). Auch wurde in den bisherigen publizierten klinischen Studien keine spontane Kalorienreduktion seitens der Teilnehmer festgestellt.

In einer nicht publizierten und nicht geprüften Forschungsarbeit reduzierte Synephrin den gefühlten Appetit der Teilnehmer um über 30%. Die Schlafqualität verschlechterte sich laut Angaben der Probanden deutlich, während die Müdigkeit um 60% abnahm (14). Seltsamerweise resultierte die empfundene Appetitreduktion nicht in einer Reduktion des Körpergewichts oder Körperfetts (14).

Synephrin ist jedoch potentiell gesehen ein Appetitzügler. Synephrin bindet und aktiviert den sogenannten Neuromedin U2 Rezeptor, der sich in appetit- und stoffwechselregulierenden Bereichen des Gehirns befindet. Die Aktivierung dieses Rezeptors führt zur Unterdrückung des Hungergefühls, mehr Energieverbrauch und Erhöhung der Körpertemperatur, als auch gesteigerter Bewegungsrate (16). Diese Wirkung könnte auch den gesteigerten Kalorienverbrauch durch Synephrin erklären.

Methylsynephrin

Manche Fatburner enthalten nicht das p-Synephrin, sondern einen chemischen Abkömmling, den synthetischen Wirkstoff Methylsynephrin. Mit diesem Wirkstoff liegen jedoch kaum Studien vor.

Ein Fatburner (Meltdown) mit 20 mg Methylsynephrin wurde in zwei Studien untersucht. Dabei wurde nur der kurzfristige Effekt über mehrere Stunden betrachtet. Auch hier ist es schwer zu unterscheiden, welche Wirkung vom Methylsynephrin kommt, da auch in diesem Produkt mehrere Wirkstoffe enthalten sind, unteranderem Koffein und Yohimbin.

Die Einnahme führte zu einer höheren Ausschüttung des Adrenalin und Noradrenalin. Die Fettfreisetzung (Lipolyse) wurde erhöht und der Kalorienverbrauch innerhalb der ersten 30 Minuten um bis zu 29% gegenüber dem Placebo gesteigert (17). Die Nebenwirkungen traten in Form von erhöhtem systolischen und diastolischen Blutdruck und gesteigerter Herzfrequenz auf (18). Diese befanden sich laut den Autoren der Studie jedoch in einem klinisch nicht signifikanten Bereich. Dennoch sind solche Fatburner nur für Menschen mit normalen kardiovaskulären Werten empfehlenswert. Bei starker Fettleibigkeit, die oft von einem erhöhten Blutdruck begleitet wird, besteht generell kein Bedarf für Fatburner, da die Gewichtsreduktion sehr gut durch eine übliche Diät oder Formuladiät erzielt werden kann.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Synephrin als einzelner Wirkstoff in einer täglichen Dosis von höchstens 50 mg scheint ein sicheres Supplement zu sein, welches keine Auswirkungen auf den Blutdruck oder Herzfrequenz hat. Kombinationen mit Koffein oder anderen, kaum bekannten Wirkstoffen, sollten gemieden werden, da sie sowohl Blutdruck und Herzfrequenz erhöhen. Synephrin in Kombination mit Hesperidin und Naringin stimuliert signifikant den Stoffwechsel, ohne das kardiovaskuläre System zu belasten. Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen sollten dennoch Stoffe wie Synephrin meiden. Fatburner sind sinnvoller, wenn bereits ein geringer Fettanteil vorliegt. Synephrin sollte vorzugsweise früh morgens und mittags eingenommen werden, um eine stimulierende Wirkung und Auswirkungen auf den Schlaf zu meiden.

Wegen der chemischen Verwandtschaft zum Ephedrin wurde die Sicherheit des Synephrin, vor allem für das kardiovaskuläre System bereits früh in Frage gestellt.

Über die Jahre hinweg gab es einige wenige Berichte von Einzelfällen in denen Patienten mit Herzstörungen oder Herzinfarkten eingeliefert wurden und bei denen eine aktuelle Verwendung von synephrinhaltigen Produkten vorlag.

Diese Berichte verziehen eine reale Betrachtung der Thematik aus mehreren Gründen:

  • In jedem der Vorfälle wurden Produkte genutzt, die eine breite Wirkstoffkombination und eine hohe Koffeindosis beinhalteten. Interessanterweise wurden die Nebenwirkungen aber stets nur dem Synephrin zugeschrieben, nicht den anderen, teilweise komplett unerforschten, stimulierenden Stoffen (19-21).
  • Der Verzehr von Säften oder der Frucht von Satsumas, Clementinen, Grapefruit und Mandarinen kann je nach Menge zwischen 25-40 mg Synephrin liefern (22). Ein Liter Satsuma Mandarinen Saft enthält Synephrin in einem Bereich von 73-158 mg (23). Die übliche tägliche Dosis in Supplementen beträgt nicht mehr als 50 mg.
  • Bis heute wurde Synephrin von Millionen von Menschen genutzt ohne gefährliche Nebenwirkungen oder Todesfälle (24).

Die bisher wichtigste Studie über die gesundheitlichen Auswirkungen des Synephrin lief 60 Tage (25). Die Gruppe A bekam Kapseln mit einer täglichen Dosis von 49 mg Synephrin verteilt auf 24,5 mg zweimal täglich. Dazu bekam ein Teil der Probanden, die Gruppe B, 100 mg  Hesperidin und 540 mg Naringin täglich zusätzlich zum Synephrin. Die Gruppe C bekam lediglich ein Placebo.

Das Synephrin verursachte weder einen Blutdruckanstieg, noch erhöhte es die Herzfrequenz, noch bewirkte es Veränderungen in einem umfangreichen Blutbild. Es gab eine ganz leichte Erhöhung der Herzfrequenz durch die Kombination mit Hesperidin und Naringin um 3 Schläge pro Minute.

In einer aktuellen Studie aus dem Jahr 2016, veränderte eine Dosis von 49 mg Synephrin weder die Herzrate, das Elektrokardiogramm, den systolischen Blutdruck oder die Blutwerte. Lediglich eine leichte Abnahme von -4,5 mmHg war beim diastolischen Blutdruck festzustellen, 60 Minuten nach der Einnahme des Supplements (26).

In einer anderen Publikation wurde die Auswirkung einer Dosis von 46,9 mg Synephrin mit einer Kombination aus 5,5 mg Synephrin + 239 mg Koffein verglichen. Während die Gabe des reinen Synephrin keine Auswirkung auf den Blutdruck oder Herzfrequenz hatte, erhöhte das koffeinhaltige Produkt beide Werte (3). Hier verursachte also eine achtfach höhere Synephrin Dosis keine kardiovaskulären Veränderungen, aber die Gabe des Koffeins schon.

Hier ergibt sich also das folgende Bild: Synephrin als einzelner Wirkstoff oder in Kombination mit Hesperidin und Naringin scheint ein sicheres Nahrungsergänzungsmittel zu sein. Es ist laut den aktuellen Studien keineswegs schädlich, wie es derzeit in vielen deutschsprachigen Quellen behauptet wird. Die gleichzeitige Gabe mit Koffein und anderen weniger erforschten, stimulierenden Wirkstoffen kann zu einer Erhöhung der Herzfrequenz und des Blutdrucks führen und sollte gemieden werden. Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen sollten generell Synephrin und verwandte Produkte meiden.

Synephrin kann stimulierend wirken und sollte daher nicht zu spät eingenommen werden um Schlafprobleme zu meiden.

Dosierung und Einnahme

Synephrin hat eine Halbwertzeit von 2 Stunden, so dass nach 2 Stunden die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut wurde, nach 4 Stunden ist noch ein Viertel übrig. (9) Synephrin scheint bis zu einer Dosis von 50 mg täglich ein sicheres Supplement zu sein.

Daher empfiehlt sich eine Dosis von 50 mg täglich, verteilt auf 2-3 Gaben,  je nach Produkt. Synephrin sollte nicht später als zum Nachmittag eingenommen werden, um Schlafprobleme zu vermeiden. Die kombinierte Einnahme mit Koffein kann die Wirkung, aber auch die Nebenwirkungen verstärken. Hesperidin und Naringin dagegen verbessern die Wirkung des Synephrin deutlich, ohne zu vermehrten Nebenwirkungen zu führen.

Quellenangaben

1. Day KM, Beckman RM, Machan JT, Morrissey PE. Efficacy and safety of phenylephrine in the management of low systolic blood pressure after renal transplantation. Journal of the American College of Surgeons. 2014 Jun;218(6):1207-13. PubMed PMID: 24768292.

2. Quan Z, Tian M, Chi P, Cao Y, Li X, Peng K. Influence of phenylephrine or ephedrine on maternal hemodynamics upon umbilical cord clamping during cesarean delivery. International journal of clinical pharmacology and therapeutics. 2013 Nov;51(11):888-94. PubMed PMID: 24040856.

3. Haller CA, Benowitz NL, Jacob P, 3rd. Hemodynamic effects of ephedra-free weight-loss supplements in humans. The American journal of medicine. 2005 Sep;118(9):998-1003. PubMed PMID: 16164886.

4. Stohs SJ, Preuss HG, Keith SC, Keith PL, Miller H, Kaats GR. Effects of p-synephrine alone and in combination with selected bioflavonoids on resting metabolism, blood pressure, heart rate and self-reported mood changes. International journal of medical sciences. 2011;8(4):295-301. PubMed PMID: 21537493. Pubmed Central PMCID: 3085176.

5. Allison DB, Cutter G, Poehlman ET, Moore DR, Barnes S. Exactly which synephrine alkaloids does Citrus aurantium (bitter orange) contain? International journal of obesity. 2005 Apr;29(4):443-6. PubMed PMID: 15700046.

6. Thomas SH, Clark KL, Allen R, Smith SE. A comparison of the cardiovascular effects of phenylpropanolamine and phenylephrine containing proprietary cold remedies. British journal of clinical pharmacology. 1991 Dec;32(6):705-11. PubMed PMID: 1722692. Pubmed Central PMCID: 1368550.

7. Penzak SR, Jann MW, Cold JA, Hon YY, Desai HD, Gurley BJ. Seville (sour) orange juice: synephrine content and cardiovascular effects in normotensive adults. Journal of clinical pharmacology. 2001 Oct;41(10):1059-63. PubMed PMID: 11583473.

8. Sander LC, Putzbach K, Nelson BC, Rimmer CA, Bedner M, Thomas JB, et al. Certification of standard reference materials containing bitter orange. Analytical and bioanalytical chemistry. 2008 Jul;391(6):2023-34. PubMed PMID: 18425642.

9. Hengstmann JH, Aulepp H. [Pharmacokinetics and metabolism of 3H-synephrine (author's transl)]. Arzneimittel-Forschung. 1978;28(12):2326-31. PubMed PMID: 582950. Pharmakokinetik und Metabolismus von 3H-Synephrin.

10. Stohs SJ, Preuss HG, Shara M. A review of the human clinical studies involving Citrus aurantium (bitter orange) extract and its primary protoalkaloid p-synephrine. International journal of medical sciences. 2012;9(7):527-38. PubMed PMID: 22991491. Pubmed Central PMCID: 3444973.

11. Gougeon R, Harrigan K, Tremblay JF, Hedrei P, Lamarche M, Morais JA. Increase in the thermic effect of food in women by adrenergic amines extracted from citrus aurantium. Obesity research. 2005 Jul;13(7):1187-94. PubMed PMID: 16076988.

12. Colker CM KD, Torina GC, Perlis T, Street C. Effects of Citrus aurantium extract, caffeine, and St. John’s wort on body fat loss, lipid levels, and mood states in overweight healthy adults. . Curr Therap Res. 1999 (60):145-53. PubMed PMID:

13. P. K-R. Study on the effectiveness of Ultra Slim Down®for the reduction of body weight. Unpublished report. 2000. PubMed PMID:

14. Kalman DS RS, Schwartz HI. . An acute clinical trial to evaluate the safety and efficacy of a popular commercial weight loss supplement when used with exercise. Presented at Federation of American Societies of Experimental Biology. Unpublished report. http://wwwnutratechinccom/advz/Studies2011/Efficacy/E11%20Kalman%202003pdf. 2003. PubMed PMID:

15. Zenk JL KM. A prospective, randomized, double blind study to evaluate the effect of Lean Source™ on body composition in overweight adult men and women. Unpublished report. http://wwwnutratechinccom/advz/advzphp?p=2. 2005. PubMed PMID:

16. Zheng X, Guo L, Wang D, Deng X. p-Synephrine: a novel agonist for neuromedin U2 receptor. Biological & pharmaceutical bulletin. 2014;37(5):764-70. PubMed PMID: 24598981.

17. Bloomer RJ, Fisher-Wellman KH, Hammond KG, Schilling BK, Weber AA, Cole BJ. Dietary supplement increases plasma norepinephrine, lipolysis, and metabolic rate in resistance trained men. Journal of the International Society of Sports Nutrition. 2009;6:4. PubMed PMID: 19175919. Pubmed Central PMCID: 2645359.

18. Bloomer RJ, Canale RE, Blankenship MM, Hammond KG, Fisher-Wellman KH, Schilling BK. Effect of the dietary supplement Meltdown on catecholamine secretion, markers of lipolysis, and metabolic rate in men and women: a randomized, placebo controlled, cross-over study. Lipids in health and disease. 2009;8:32. PubMed PMID: 19656409. Pubmed Central PMCID: 2728713.

19. Thomas JE, Munir JA, McIntyre PZ, Ferguson MA. STEMI in a 24-year-old man after use of a synephrine-containing dietary supplement: a case report and review of the literature. Texas Heart Institute journal / from the Texas Heart Institute of St Luke's Episcopal Hospital, Texas Children's Hospital. 2009;36(6):586-90. PubMed PMID: 20069086. Pubmed Central PMCID: 2801940.

20. Holmes RO, Jr., Tavee J. Vasospasm and stroke attributable to ephedra-free xenadrine: case report. Military medicine. 2008 Jul;173(7):708-10. PubMed PMID: 18700609.

21. Nykamp DL, Fackih MN, Compton AL. Possible association of acute lateral-wall myocardial infarction and bitter orange supplement. The Annals of pharmacotherapy. 2004 May;38(5):812-6. PubMed PMID: 15026566.

22. Uckoo RM, Jayaprakasha GK, Nelson SD, Patil BS. Rapid simultaneous determination of amines and organic acids in citrus using high-performance liquid chromatography. Talanta. 2011 Jan 15;83(3):948-54. PubMed PMID: 21147342.

23. Dragull K, Breksa AP, 3rd, Cain B. Synephrine content of juice from Satsuma mandarins (Citrus unshiu Marcovitch). Journal of agricultural and food chemistry. 2008 Oct 8;56(19):8874-8. PubMed PMID: 18771270.

24. Stohs SJ. Questionable conclusions in the article "Cardiovascular toxicity of Citrus aurantium in exercised rats". Cardiovascular toxicology. 2013 Jun;13(2):180-1. PubMed PMID: 23568750.

25. Kaats GR, Miller H, Preuss HG, Stohs SJ. A 60day double-blind, placebo-controlled safety study involving Citrus aurantium (bitter orange) extract. Food and chemical toxicology : an international journal published for the British Industrial Biological Research Association. 2013 May;55:358-62. PubMed PMID: 23354394.

26. Shara M, Stohs SJ, Mukattash TL. Cardiovascular Safety of Oral p-Synephrine (Bitter Orange) in Healthy Subjects: A Randomized Placebo-Controlled Cross-over Clinical Trial. Phytotherapy research : PTR. 2016 Mar 7. PubMed PMID: 26948284.

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Hilfreichster Erfahrungsbericht

Von Nathalie am 29.03.2017 um 16:40 Uhr
Ich leide schon von klein auf an Übergewicht. Wo andere essen können was sie wollen und trotzdem kein Gramm zunehmen, bleibt bei mir jede kleine Sünde auf den Hüften hängen. Mein Hausarzt meinte, dass ich einen sehr langsamen Stoffwechsel hätte. Ich hätte eben Pech und müsste besonders auf meine Ernährung achten. Statt mich endlos mit nutzlosen Diäten zu quälen, habe ich zur Abwechslung mal versucht zusätzlich auch meinen Stoffwechsel auf Trab zu bringen. Meine Freundin hatte mir den Tipp mit den Synephrin-Kapseln gegeben. Das war ein echter Glücksfall, scheinbar hat das Präparat wirklich das Übel an der Wurzel gepackt, jedenfalls ist es mir zum ersten Mal gelungen mehr als 10 Kilo innerhalb von 2 Monaten zu verlieren. Noch nie schmolzen die Kilos so schnell wie unter der Einnahme von Synephrin in Kombination mit Sport. Trotz der geringen Kalorienaufnahme fühlte ich mich fit und leistungsfähig, ich hatte auf einmal mehr Ausdauer und konnte beim Sport viel länger durchhalten. Das war eine ganz tolle Erfahrung und hat mich motiviert, wieder mehr für meinen Körper zu tun.
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Von Anja am 18.07.2017 um 08:45 Uhr
Wie heißen die Tabletten und wo bekomme ich die? Danke für die Hilfe LG und weiterhin viel Erfolg Anja
Von Adrian am 24.08.2016 um 14:39 Uhr
Ich denke es ist immer schwierig bei Mitteln wie Synephrin hundertprozentig zu sagen ob es einem mehr bringt oder nicht. Fakt ist von all den experimentellen und verrückten Fatburnern auf dem Markt ist dieser wenigstens halbwegs erforscht und die Nebenwirkungen halten sich doch in Grenzen wenn man auf Koffein verzichtet. Ich nehme es nur als Unterstützung, wenn ich mich bereits unter 15 % Körperfett oder darunter befinde. Ich denke dass es meinen Stoffwechsel anregt und der Müdigkeit und Schlappheit entgegenwirkt, die bei einer strengen Diät vorkommen. Das ist zumindest meine Erfahrung.
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Von Tatjana am 16.04.2017 um 12:21 Uhr
Habe mir Synephrin Pillen als Nahrungsergänzung, bzw. zur Unterstützung meiner Diät gekauft. Ich kann wirklich sagen, dass ich seit der Einnahme weniger Hunger empfinde und große Erfolge in meiner Diät habe.
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Von John am 23.03.2017 um 14:05 Uhr
Finde das an erster Stelle eine gesunde Ernährung die Voraussetzung für den Gebrauch eines Fatburners ist, wie auch regelmäßiger Sport. Mit diesen beiden Voraussetzungen sollte sich der Erfolg einstellen. Dabei ist Synephrin für mich eine willkommene Unterstützung. Feststellen konnte ich das ich weniger Hunger als sonst habe, auch meine Motivation und Energie beim Sport ist erhöht worden. Meine Erfahrung mit dem Synephrin Produkt ist, dass ich schon nach einigen Wochen Anwendung den ersten Erfolg auf meiner Waage ablesen konnte. 5 kg weniger, ist wirklich ein tolles Gefühl.
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