Spirulina

Die proteinreiche Spirulina Alge enthält Substanzen, die in der Forschung auf immunanregende und allergielindernde Eigenschaften untersucht werden. Die Spirulina Wirkstoffe sollen zudem antiviral, vorbeugend gegen Mundhöhlenkrebs und positiv auf die Blutfettwerte wirken. Spirulina wirkt entgiftend bei Schwermetallvergiftungen in Tiermodellen. Bisher liegt insgesamt nur begrenzt Forschung aus dem klinischen Bereich vor, so dass eine Spirulina Wirkung beim Menschen nicht ausreichend belegt ist.

Zusammenfassung

Die Spirulina Alge ist ein nährstoff- und proteinreiches Nahrungsergänzungsmittel, das in manchen Teilen der Welt als Bestandteil der täglichen Ernährung gegessen wird. Das Spirulina Protein (50-70% Proteingehalt) enthält alle essentiellen Aminosäuren und ist reich an verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs). Die Alge enthält die Fettsäure Gamma-Linolensäure (GLA), der eine eher entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben wird.

Immunmodulierende Eigenschaften

Die immunstimulierenden Eigenschaften der Spirulina Alge standen am häufigsten im Fokus der Forschung. Leider existieren nur wenige qualitative klinische Studien zu dieser Thematik. Sowohl bei Menschen, als auch bei Mäusen stimulierte die Einnahme von Spirulina die Aktivität von Makrophagen (Fresszellen) als auch die der Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen), Immunzellen die an der Bekämpfung von Infektionen und Krebszellen beteiligt sind. In einer älteren Publikation von 2001 wurde die immunstimulierende Wirkung eines speziellen Spirulina Extrakts (Immulina®) als 100 bis 1000-mal effizienter bezeichnet als das bis dato bekannteste Mittel zur Aktivierung von Immunzellen (Monozyten) während einer immunstimulierenden Krebstherapie.

Das Immunsystem älterer Menschen weist häufig eine sogenannte Immunseneszenz auf. Dieser Begriff steht für die Alterung des Immunsystems, die durch den Anstieg entzündungsfördernder und die Reduktion entzündungshemmender Botenstoffe als auch eine schwächere Immunantwort geprägt ist. Spirulina führte in zwei Studien bei älteren Studienteilnehmern zum Anstieg von weißen Blutkörperchen (Immunzellen), mehr Hämoglobin (Sauerstofftransport) und zur Reduktion des entzündungsfördernden Interleukin-6 (IL-6), wie auch zum Anstieg des entzündungshemmenden Interleukin-2. Spirulina wirkte hier also der Immunseneszenz entgegen. Leider wurden keine weiteren, qualitativeren (doppelblind placebokontrollierten) Studien zu dieser Thematik durchgeführt. Einige wenige Studien mögen auf eine bestimmte Wirkung hindeuten, sind jedoch kein Beweis.

Die Einnahme von Spirulina reduzierte in einer qualitativen Studie die Symptome des allergischen Schnupfens indem es die typische allergische Antwort des Immunsystems linderte.

Virostatische Eigenschaften von Spirulina Wirkstoffen

Der Wirkstoff Calcium Spirulan aus der Spirulina Alge scheint eine direkt hemmende Wirkung auf das Eindringen und die Vermehrung von verschiedenen Viren (Herpes, Humanes Cytomegalievirus, Masern, Mumps, Influenza, HIV-1) zu haben. Leider liegen hierzu fast nur Versuche an Zellen im Labor vor, die wenige humane Forschung lieferte eher gemischte Ergebnisse. Manche Forscher schlagen jedoch Spirulina als Nahrungsergänzung zu einer HIV-Therapie vor, da es die Anfälligkeit für andere Erkrankungen reduzieren könnte, die typisch für AIDS sind.

Spirulina in der Krebsforschung

Die Einnahme von Spirulina reduzierte oder beseitigte komplett bei einem Großteil von Tabak kauenden Menschen die durch den Tabak entstandenen Wunden im Mundraum (Leukoplakie). Diese Wunden sind Krebsvorläufer und können bösartig entarten. Ähnliche Ergebnisse wurden bei Versuchen mit Tieren festgestellt, bei denen das Risiko für Krebs im Mundraum deutlich reduziert wurde.

Kardiovaskuläres System

In mehreren klinischen Studien verbesserte die Einnahme von Spirulina die Blutlipidwerte. Die Triglyzeride wurden dabei ungefähr in einem Rahmen von 15-30% reduziert, das LDL-Cholesterin um -10% reduziert das gute HDL-Cholesterin um 10% angehoben. Mehr Details dazu finden Sie im umfangreicheren Text zu den kardioprotektiven Eigenschaften.

Andere Wirkungsweisen

In Tierversuchen wirkte Spirulina protektiv und entgiftend gegen Vergiftungen mit Schwermetallen (Cadmium, Blei, Quecksilber) und minderte die genotoxischen Folgen dieser Substanzen.

In einer Studie mit Sportlern erhöhte Spirulina deutlich die Ausdauerleistung beim Sprint auf dem Fahrrad. Spirulina ist generell ein sicheres Nahrungsergänzungsmittel sollte jedoch nicht von Menschen mit einer Autoimmunerkrankung oder einer Phenylketonurie benutzt werden.

Wichtig: Manche Anbieter für Spirulina Algen werben mit unrealistischen Versprechen indem sie sich auf die zahlreichen, nicht aussagekräftigen Zellkulturstudien beziehen (Spirulina das Heilmittel gegen Krebs, Wundermittel etc.). Das ist unseriös und pseudowissenschaftlich. Seien Sie kritisch und realistisch, Spirulina ist ein interessantes Nahrungsergänzungsmittel das durchaus gesundheitliche Vorteile mit sich bringen kann, es ist jedoch kein Ersatz für Medikamente. Nur ein kleiner Teil der klinischen Forschung zur Spirulina ist qualitativ genug um Schlüsse ziehen zu können.

Spirulina Wirksamkeit beim Menschen: Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht für Spirulina bisher in keinem Fall eine gesundheitlich oder physiologisch relevante Wirksamkeit bei gesunden oder kranken Menschen als ausreichend durch klinische Forschung belegt an.

Anwendung

Dosierung/Einnahme 1-5 g empfohlen, nicht mehr als 15 g täglich
Kombinieren mit Goji BeerenVitamin D
Nicht einnehmen mit -
Nebenwirkungen Selten Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Hitzewallungen und Muskelschmerzen
Vorsicht Bei vorhandener Allergie gegen Algen nicht einnehmen. Spirulina ist sehr reich an Eisen und sollte daher nicht in Übermaßen eingenommen werden. 5 g Spirulina decken annähernd den täglichen Eisenbedarf.
Produktwahl -

Spirulina (Arthrospira platensis oder Spirulina platensis, Spirulina maxima) ist eine mikroskopische und filamentöse, einzellige Alge (Cyanobakterium). Spirulina wurde bereits von den Azteken in Mexiko als Nahrung genutzt und wird heute hauptsächlich in der afrikanischen Republik Tschad als getrocknetes Brot (Dihe) gegessen (1). Während der Hungerzeiten diente diese Alge sogar manchen afrikanischen Stämmen als einziges Nahrungsmittel (2).

Spirulina Inhaltsstoffe und Wirkstoffe

Die Nährstoffangaben können von der Spirulina Art, Wachtumsbedingungen, Ernte und Zubereitung abhängig abweichen. In der Regel enthält die getrocknete Alge 50-70% Protein, 6-13% Fettsäuren, 4-6% Nukleinsäuren und 2-5% Mineralien.

Spirulina Eiweiß

Der Proteingehalt von Spirulina Algen liegt über dem von Fleisch, Ei und pflanzlichen, proteinreichen Quellen wie Sojabohnen. Spirulina ist eine vollwertige Eiweißquelle, denn sie enthält alle essentiellen Aminosäuren, vor allem die muskelaufbauenden BCAAs (Verzweigtkettige Aminosäuren) Leucin (11% aller Spirulina Aminosäuren), Valin (8%) und Isoleucin (7%) (3). Lediglich Methionin, Cystein und Lysin sind geringfügiger enthalten, verglichen mit tierischen Proteinen. Dennoch ist Spirulina vom Aminosäurenprofil allen anderen pflanzlichen Quellen, wie Hülsenfrüchten, überlegen (4, 5).  

Die Proteinqualität, die am effizienten Einbau der Aminosäuren einer Eiweißquelle in das körpereigene Gewebe gemessen wird (resultiert z.B. im Muskelaufbau), liegt bei Spirulina im Bereich von 1,8-2,6. Zum Vergleich: Die Proteinqualität des Milcheiweiß Casein liegt ähnlich hoch bei 2,5 und die von Weizen ist bei gerade 1,15 (3).

Fettsäuren - Gamma-Linolensäure

Spirulina enthält, je nach Art, zwischen 10 und 50% Gamma-Linolensäure (GLA), gemessen am Gesamtfettanteil. Diese spezifische Omega-6 Fettsäure ist auch in der Muttermilch, Borretschöl, Nachtkerzenöl und Hanföl enthalten. Sie kann im Gegensatz zu anderen Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren sowohl zu den entzündlich-, als auch antientzündlich wirkenden Eicosanoiden (Botenstoffe) umgewandelt werden. GLA wurde in klinischen Versuchen als nützlich bei trockener Haut, atopischer Dermatitis, Akne vulgaris und rheumatoider Arthritis eingestuft (6-8).

Nährstoffe generell

Spirulina ist eines der nährstoffreichsten, bekannten Lebensmittel (9). Es enthält unter anderem:

  • 180% mehr Calcium als Vollmilch und genauso viel oder mehr Magnesium
  • 670% mehr Protein als Tofu
  • 3100% mehr ß-Carotin als Karotten
  • 5100% mehr Eisen als Spinat
  • Bereits 20 g/Tag decken den Bedarf an B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin) und B3 (Niacin)
  • Das Vitamin B12 aus der Spirulina ist größtenteils das Pseudovitamin B12, das nicht verwertet werden kann
  • Spirulina ist sehr reich an Antioxidantien und antientzündlichen Wirkstoffen, selbst bei einer geringen Dosis von 3 g/Tag

Spirulina ist zudem sehr reich an Phycobilinen, Proteinen die an der Photosynthese beteiligt sind. Die bekanntesten sind Phycocyanin C und Allophycocyanin, welche auch als natürliche blaue Farbstoffe in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden (10). Beide Proteine haben eine starke antioxidative Wirkung, sie verbessern die Beseitigung von freien Radikalen und schützen dadurch sensible Zellbestandteile wie DNA und Lipide vor Schäden. Zudem haben diese Proteine auch andere interessante Wirkungsweisen, auf die weiter im Text eingegangen wird (11).

Spirulina Algen - immunstimulierende Wirkung

Spirulina scheint die Aktivität der Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) und Fresszellen (Makrophagen) anzuregen, die an der Bekämpfung von Infektionen und Krebs beteiligt sind. Bei älteren Menschen könnte Spirulina das alternde Immunsystem stimulieren und bei Allergien lindernd und antientzündlich wirken. Es existieren jedoch nur wenige klinische Studien zu dieser Thematik.

Seit Jahrzehnten existieren anekdotische Berichte über eine immunstärkende Wirkung der Spirulina. In verschiedenen Studien ist man dieser Wirkung nachgegangen, teilweise in klinischen Untersuchungen, Studien an Tieren oder Zellkulturen. Großangelegte, placebokontrollierte Studien sind leider nicht vorhanden.

Anregung von Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) durch Spirulina

In einer Studie wurde den Teilnehmern ein Spirulina Wasserextrakt zum Trinken gegeben, danach erfolgte eine Blutentnahme, die Immunzellen wurden mit bakteriellen Bestandteilen in Kontakt gebracht und die Immunreaktion gemessen. Die Behandlung mit Spirulina regte die Aktivität der Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) bei mehr als 50% der behandelten Teilnehmer an. Diese Immunzellen reagierten nämlich mit einer erhöhten Ausschüttung des immunstimulierenden Botenstoffs Interferon-γ und einer verstärkten Fähigkeit gefährliche Bakterien, infizierte Zellen oder Krebszellen zu töten. Das bezeichnet man als die zytotoxische Fähigkeit der NK-Zellen (12). In einer darauffolgenden Studie mit Mäusen regte ein Extrakt aus der Spirulina platensis die Antikrebsaktivität der NK-Zellen gegen ein gestreutes Melanom (Schwarzer Hautkrebs) an (13).

Bereits im Jahr 2001 wurden Versuche von Wissenschaftlern aus Kopenhagen mit einem Extrakt aus der Spirulina durchgeführt, bei dem hochmolekulare Mehrfachzuckerverbindungen (Polysaccharide) aus der Alge isoliert und zur Immunstimulation von Monozyten eingesetzt wurden. Monozyten sind Vorläufer von sogenannten Fresszellen (Makrophagen), welche an vielfältigen Immunantworten beteiligt. Sie fanden heraus, dass dieser als Immulina® bezeichnete Extrakt 100 bis 1000-mal aktiver Monozyten aktivierte als zu der Zeit verwendete Wirkstoffe für die immunstimulierende Krebstherapie (14). Ein weiteres Institut bestätigte diese Ergebnisse mit einer Studie mit humanen Monozyten, die bereits durch sehr geringe Mengen des Spirulina Extrakts aktiviert wurden. Die Zellen produzierten darauf vermehrt immunanregende Botenstoffe (15).

Immunsystem bei älteren Menschen

Mit dem Alter treten Symptome der sogenannten Immunsenezenz auf, einer geschwächten Immunabwehr, die sich in einer gesteigerten Anfälligkeit für Infekte, geringerer Effizienz von Impfungen und vermehrtem Risiko für Tumorerkrankungen äußert (1617). In einer nicht placebokontrollierten Studie nahmen Senioren 12 Wochen lang Spirulina Algen als Nahrungsergänzung zu sich. Nach diesem Zeitraum wurde ein Anstieg an weißen Blutkörperchen (Leukozyten=Immunzellen) gemessen. Die Konzentration des sauerstoffbindenden Hämoglobins innerhalb der roten Blutkörperchen wurde auch erhöht. Die Forscher zogen daraus die Schlussfolgerung, dass die Einnahme von Spirulina eventuell bei altersbedingter Immunschwäche und Anämie helfen könnte (18). Um diese Ergebnisse zu bestätigen, wären jedoch größer angelegte, placebokontrollierte Studien notwendig.

Antientzündliche und allergielindernde Wirkung

Im Alter erhöhen sich die Entzündungswerte und das Immunsystem älterer Menschen befindet sich häufig in einem permanenten Zustand der Entzündung, die Erkrankungen wie Krebs, Gefäßverkalkung und neurale Degeneration begünstigt  (17). Das Interleukin-2 (IL-2) ist ein antientzündlicher (antiinflammatorischer) Botenstoff, dessen Blutkonzentration im Alter abfällt. In einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit koreanischen Senioren (60-78 Jahre), wurde 16 Wochen lang 6 g/Tag Spirulina in Kapseln verabreicht. Die IL-2 Werte besserten sich im beobachteten Zeitraum und bei den weiblichen Teilnehmerinnen erhöhten sich zudem die Werte der Superoxiddismutase (SOD), einem antioxidativen Enzym, das an der Beseitigung von freien Radikalen beteiligt ist (19).

Im Gegensatz zum antientzündlichen IL-2 ist der Botenstoff Interleukin-6 entzündungsfördernd. Die IL-6 Konzentration im Blut steigt mit dem Alter an. Ältere Frauen, die in einer Studie 7,5 g Spirulina am Tag einnahmen, konnten die IL-6 Konzentration im Blutplasma verringern (20).

Spirulina linderte die Symptome des allergischen Schnupfens (allergische Rhinitis) in einer doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie bei der täglich 2 g Spirulina platensis in Kapseln eingenommen wurden. Die behandelten Teilnehmer hatten weniger Nasensekret, seltener eine verstopfte Nase und weniger allergiebedingten Juckreiz (21). In einer weiteren klinischen Studie nahmen Patienten mit allergischem Schnupfen 2 g Spirulina täglich 12 Wochen ein. Die Behandlung führte zu einer Reduktion der Interleukin-4 (IL-4) Sekretion (22). Erhöhte IL-4 Werte sind mit Allergien assoziiert, da sie zu einer vermehrten Bildung der IgE Antikörper führen, die unter normalen Umständen nur geringfügig im Blut enthalten sind, bei einer Allergie aber bedeutend an Konzentration zunehmen (23). Eventuell reduzieren Wirkstoffe aus der Spirulina die Bildung der IgE Antikörper und lindern dadurch die allergische Reaktion vom Soforttyp, wie den allergischen Schnupfen.

Antivirale und antibakterielle Eigenschaften

Neben Anzeichen für eine anregende Wirkung auf das Immunsystem, scheinen Bestandteile der Spirulina Alge auch direkt die Replikation (Vermehrung) von Viren während einer Infektion zu bremsen.

Spirulina Wirkstoff und Virenreplikation

Ein bestimmter Mehrfachzucker aus der Spirulina Alge, von seinen Entdeckern „Calcium Spirulan“ genannt, zeigte in Zellkulturversuchen und bei Tieren eine antivirale Wirkung (3). Calcium Spirulan hemmt die Vermehrung von ummantelten Viren, darunter:

  •          Herpes simplex Typ-1 und Typ-2 (HSV-1, HSV-2)
  •          Humanes Cytomegalievirus (HCMV)
  •          Masern
  •          Mumps
  •          Influenza
  •          HIV-1

Calcium Spirulan scheint die Bindung und das Eindringen von Viren in menschliche Zellen zu hemmen und tut das effizienter als Dextransuflat (24). Dextransulfat ist ein Mittel das zwar effizient die Verbreitung von Viren hemmen kann, jedoch Nebenwirkungen mit sich bringt, die einen Einsatz als orales Medikament bisher gebremst haben. Daher könnte Calcium Spirulan ein interessanter Ausgangsstoff für die Entwicklung von antiviralen Medikamenten sein (24).

Calcium Spirulan ist jedoch nicht der einzige antivirale Bestandteile der Spirulina Alge. Das Protein Allophycocyanin aus der Spirulina wirkt der Zellinvasion durch das Enterovirus entgegen (25). Die schwefelgebundenen Fettsäuren (Sulfoplipide) machen 2-5% der Spirulina Masse aus und hemmen direkt die Vermehrung von HI-Viren indem sie die Funktion des viralen Enzyms Reverse Transkriptase beeinträchtigen (26). Die Reverse Transkriptase ist für die Infektion und Vervielfachung des HIV essentiell wichtig.

Leider sind zur antiviralen Wirkung von Spirulina kaum humane Studien vorhanden (siehe HIV und T-Zellen).

HIV und T-Zellen

Auffällig ist die geringere HIV-Erkrankungsrate im afrikanischen Staat Tschad verglichen mit den Nachbarstaaten. Statistische Auswertungen lassen einige Forscher vermuten, dies könnte an der antiviralen Wirkung der dort verzehrten Spirulina Algen haben (27). Leider sind statistische Auswertungen kein Ersatz für sorgfältige klinische Studien.

Bestandteile der Spirulina Alge wirken sich laut einigen Studien auf die T-Zellen aus, die Daten sind jedoch widersprüchlich. T-Zellen (T-Lymphozyten) sind Immunzellen, die eine bedeutende Rolle in der adaptiven Immunabwehr einnehmen. Das HI-Virus, das zu AIDS führt, greift die T-Helferzellen an und reduziert ihre Anzahl. T-Helferzellen (CD4+-Lymphozyten), regen die Bildung von Antikörpern an um Erreger gezielter zu bekämpfen.

In einer Studie bekamen unterernährte Menschen mit einer HIV-Infektion Spirulina zur Nahrung beigemischt zur Ernährung und entsprechende Medikamente. Andere hingegen bekamen nur die Medikamente und Eiweiß aus Sojabohnen. Nach 3 Monaten verdoppelte sich die Anzahl der angegriffenen T-Helferzellen in der Spirulina Gruppe verglichen mit den Werten in der Sojabohnen Gruppe. Die virale Last sank mit Spirulina effizienter. Es ist unklar ob diese Besserung lediglich auf dem hohen Eiweißgehalt und Nährstoffdichte der Spirulina beruht oder auf einer mehr direkten, antiviralen Wirkung (28). In einer ähnlichen Studie mit HIV-erkrankten Kindern konnte Spirulina teilweise den Anstieg an T-Helferzellen unterstützen (29).

Leider konnten diese Ergebnisse in einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie nicht bestätigt werden, in der Frauen ohne eine zusätzliche, konventionelle HIV-Therapie keine Zunahme an T-Helferzellen durch die Einnahme von Spirulina Kapseln erreichten. Dennoch erkrankten diese Frauen seltener an Infektionen als jene, die kein Spirulina zu sich nahmen (30). Eine vermehrte Anfälligkeit für Infektionen ist das Merkmal von AIDS (Immundefizienz), das aus einer HIV-Infektion resultiert.

Spirulina und Krebsforschung

Wirkstoffe aus der Spirulina könnten theoretisch auf drei Wegen gegen die Entwicklung von Krebs wirken:

  1. Durch eine antioxidative, protektive Wirkung auf die Zellen
  2. Verstärkung der Immunantwort und damit der Tumorbekämpfung
  3. und eine direkte Einwirkung gegen entartete Zellen.

In den 80er Jahren wurde eine interessante Studie publiziert, in der ein Extrakt aus der Spirulina und Dunaliella Alge Hamstern mit Mundhöhlenkrebs verabreicht wurde. Dabei erfuhren 30% der Tiere eine komplette Regression (vollständiger Rückgang der Tumore), während bei den restlichen 70% teilweise einen Rückgang der Krebsgeschwüre festzustellen war (31).

Die gleichen Forscher zeigten in einer weiteren Publikation, dass ein Extrakt aus Spirulina und Dunaliella bereits die Entstehung  von Mundhöhlenkrebs bei Hamstern komplett verhindern oder mindern konnte, obwohl die Tiere mit einer krebserzeugenden Substanz in Kontakt kamen (32).

Darauffolgend wurde eine doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie durchgeführt mit Tabakkonsumenten, die regelmäßig Tabak kauen und eine Leukoplakie entwickeln. Die Leukoplakie ist gekennzeichnet durch Wunden an der Mundschleimhaut, Zunge oder anderen Bereichen des Mundraums, die durch die ständige Irritation durch Tabak oder andere Substanzen entstehen können. Diese Leukoplakie-Wunden sind Krebsvorstufen. Die Einnahme einer geringen Menge an Spirulina (Spirulina fusiformis, 1g/Tag) führte bei 45% der Anwender zu einer kompletten Rückbildung der Wunden, während in der Placebogruppe nur 7% eine Besserung aufwiesen. Anwender, die nach der Studie mit der Spirulina Einnahme aufhörten, entwickelten größtenteils wieder die gleichen Wunden durch den Konsum von Tabak (33). Interessanterweise reichte bereits eine geringe Tagesdosis um diese Wirkung zu erzielen, wobei die meisten Nahrungsergänzungen eine tägliche Dosis zwischen 1,5-5 g Spirulina liefern.

Bei Mäusen mit einem bereits metastasierendem Melanom (schwarzer Hautkrebs) regte Spirulina die Antitumor-Aktivität von Natürlichen Killerzellen (Immunzellen) an (13).

In vitro Versuche gegen Krebszellen

In einer Reihe von Experimenten an Zellkulturen wurden über Jahre verschiedene Erkenntnisse zur Antikrebs-Wirkung des Proteins Phycocyanin aus der Spirulina Alge gesammelt:

  • Eindämmung des Wachstums von Leukämiezelllinien um 49%
  • Eine um 50% reduzierte Vermehrung von Lebertumorzellen
  • Phycocyanin wirkte zusammen mit dem Spurenelement Selen gegen humane Melanoma Zellen und humane Brustkrebszellen

Leider sind diese in vitro Versuche (an Zellen in Kultur) lediglich ein Indikator dafür, dass ein Wirkstoff interessant sein könnte, es ist jedoch bei Weitem kein Beweis für die Wirkung im Menschen. Dafür bedarf es umfangreicher klinischer Untersuchung.

Spirulina - kardioprotektive Eigenschaften

Spirulina zeigte in mehreren klinischen Studien eine lipidsenkende Wirkung, in der Regel reduzierte es die Triglyzeride, das Gesamtcholesterin und das schlechte LDL-Cholesterin. Die blutdrucksenkende Wirkung konnte nicht in allen Untersuchungen belegt werden.

Die Senkung des Blutdrucks, der Entzündungswerte und ein ausgeglichenes Cholesterinprofil sind wichtig für gesunde Blutgefäße und ein gesundes Herz. Die Wirkung der Spirulina Alge auf die Blutfettwerte und Blutdruck wurde in mehreren klinischen Studien untersucht, mit durchaus positiven Ergebnissen.

Bereits 2008 wurde in Korea in einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie Spirulina an ältere Teilnehmer (60-87 Jahre) in einer täglichen Menge von 8 g/Tag verabreicht. Nach 16 Wochen sanken bei den Anwendern sowohl das Gesamtcholesterin, als auch die Entzündungswerte (Reduktion des entzündungsfördernden Botenstoffs IL-6, Anstieg des entzündungshemmenden IL-2) (19).

Im gleichen Jahr fand eine weitere klinische Studie in Mexiko statt, bei der 6 Wochen lang 4,5 g Spirulina maxima täglich von den Teilnehmern eingenommen wurde (34). Verglichen mit den Ausgangswerten ergaben sich folgende Veränderungen:

  • Triglyzeride sanken um -28%
  • Das Gesamtcholesterin wurde um -10% reduziert
  • das gute HDL-Cholesterin stieg um 13%
  • das LDL-Cholesterin, welches zu Gefäßverkalkungen führen kann, wurde gesenkt
  • der systolische Blutdruck sank um -8% bei Männern und um -10% bei Frauen
  • der diastolische Blutdruck verringerte sich um -9,5% bei Männern und -7% bei Frauen

Eine neuere Studie wurde im Jahr 2014 mit Frauen und Männern von Kreta im Alter von 37-61 Jahren durchgeführt. Sie konsumierten lediglich 1 g Spirulina platensis über drei Monate. Im Gegensatz zur mexikanischen Studie veränderte sich der Blutdruck der Teilnehmer nicht, dafür die die Triglyzerid und Cholesterinwerte: Die Triglyzeride sanken um -16,3%, das LDL-Cholesterin um -10,1% und das Gesamtcholesterin um 8,9%. Die HDL-Werte veränderten sich kaum. Es stellt sich die Frage ob die geringere Dosis (1 g gegen 4,5 g täglich) für etwas andere Ergebnisse zwischen den beiden Studien verantwortlich ist.

Es ist anzunehmen, dass Spirulina wahrscheinlich einen Effekt auf die Blutfettwerte hat, ob es den Blutdruck beeinflusst sei dahingestellt. Leider wurde nur in der koreanischen Studie die Wirkung der Spirulina Alge doppelblind (weder Forscher, noch Teilnehmer wissen wer das Präparat bekommt) mit einem Placebo verglichen, dies ist der Goldstandard in der klinischen Forschung.

Eine solche qualitative Studie mit Spirulina wurde jedoch mit Patienten durchgeführt, die an einer Nierenerkrankung (nephrotisches Syndrom) litten und durch diese sehr schlechte Cholesterin- und Blutfettwerte hatten. Wenn zu der üblichen Medikation noch Spirulina genommen wurde, sank das Gesamtcholesterin um -65%, LDL-Cholesterin um -54% und die Triglyzeride um -200% mehr als nur mit den Medikamenten allein (35). Eine solche drastische Wirkung ist zwar auf die Erkrankung der Studienteilnehmer zurückzuführen und dennoch interessant, da ein simples Nahrungsergänzungsmittel solche Ergebnisse erzielen konnte.

Protektion der Herzmuskelzellen

Spirulina Bestandteile zeigten in Tierversuchen eine direkt protektive Wirkung auf die Herzzellen. Das Protein Phycocyanin aus der Spirulina Alge wirkte bei Mäusen, die Doxorubicin verabreicht bekamen kardioprotektiv. Doxorubicin wird bei einer Chemotherapie angewendet und verursacht Schäden am Herzen bis hin zum Herzversagen. Trotz der protektiven Wirkung minderte Spirulina nicht die Effizienz der Chemotherapie (36).  Klinische Studien existieren hierzu leider nicht, so dass über eine Wirkung beim Menschen nur gemutmaßt werden kann.

Entgiftung von Giftstoffen und Schwermetallen

Bestandteile von Spirulina binden Schwermetalle und reduzierten ihre verheerende Auswirkung in Tierstudien.

Spirulina wurde in Tierversuchen bei Vergiftungen mit Schwermetallen eingesetzt. In diesen schützte die Einnahme von Spirulina gegen die Entwicklung einer Leukopenie (Armut an weißen Blutkörperchen, Immunzellen) und Anämie (Hämoglobinmangel) bei einer Vergiftung mit Blei oder Cadmium (37).

Cadmium ist genotoxisch und teratogen, das bedeutet es wirkt sich bei Vergiftungen in einer Schwangerschaft auf die Entwicklung des Fötus aus und schädigt generell das Erbgut, was zu Krebs und Erkrankungen führen kann. Die Gabe von Spirulina Platensis konnte diese Toxizität bei Mäusen mindern, indem es wahrscheinlich den Schäden an der DNA entgegenwirkte (38). Spirulina fusiformis reduzierte auch die nierentoxische Wirkung einer Quecksilbervergiftung bei Mäusen (39).

Vermutlich binden Bestandteile der Alge sehr gut Schwermetalle und reduzieren so ihr schädigendes Potential (40). Humane Studien zu dieser Thematik existieren leider nicht.

Ergogene Wirkung

Die Auswirkungen der Spirulina Einnahme auf die sportliche Leistung wurde in einer doppelblind placebokontrollierten Studie mit moderat trainierten Männern untersucht, die 4 Wochen lang 6 g/Tag der Alge am Tag zu sich nahmen.

Die Teilnehmer mussten in einem Fitnesstest zuerst 2 Stunden bei mittelhoher Intensität (70-75% VO2 Max) radeln um anschließend mit 95% Belastung (Sprint) bis zur Erschöpfung zu radeln. Die Spirulina Einnahme erhöhte den Sprint von 2,05 Minuten auf 2,7 Minuten und damit auch die Leistungsfähigkeit. Interessanterweise reduzierte die Einnahme der Alge die Kohlenhydratverbrennung und erhöhte die Fettverbrennung um jeweils 10%. Zudem hatten die Spirulina Anwender geringere Anzeichen von Stress durch reaktive Sauerstoffspezies (ROS, freie Radikale) nach dem Training (41).

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Spirulina ist als ein generell sicheres (GRAS), nicht toxisches Nahrungsergänzungsmittel eingestuft, das weltweit rege gebraucht und in manchen Kulturen (Tschad) als Nahrungsmittel genutzt wird. In seltenen Fällen wurden Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Hitzewallungen und Muskelschmerzen berichtet (3).

Es liegt ein einzelner Fallbericht von Rhabdomyolyse bei Gebrauch von Spirulina vor, bei dem die akut die Muskulatur angegriffen wurde, die Hintergründe (eventuelle Verunreinigungen) sind unklar (42). Dazu kommen einige wenige berichtete Fälle von Lebertoxizität, die mit dem Spirulina Gebrauch assoziiert sind (43). In der medizinischen Literatur existieren zwei Berichte zur schweren allergischen Reaktion (Anaphylaxis) auf Spirulina bei Menschen, die auf diese Alge allergisch sind, diese lässt sich durch einen Stich-Test klären (44). Menschen mit Phenylketonurie oder Autoimmunerkrankungen sollten auf den Verzehr von Spirulina verzichten (45).

Spirulina enthält sehr viel Eisen. Der Eisenbedarf liegt bei 15 mg bei Frauen und bei 10 mg bei Männern täglich. 1 g Spirulina enthält ungefähr 2 mg Eisen, so dass bereits bei 5 g Spirulina täglich der Eisenbedarf leicht gedeckt wird.

Dosierung

Spirulina wurde in den klinischen Studien in einer Spanne von 1-15 g täglich verabreicht. Manche Menschen nehmen auch wesentlich mehr zu sich, da sie Spirulina als Eiweißquelle nutzen. Hier sollte man Vorsicht walten lassen, da die tägliche Eisenzufuhr leicht überschritten werden kann.

Eine tägliche Einnahme von 1-5 g liegt innerhalb eines vernünftigen Rahmens.

Quellenangaben

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3 Erfahrungsberichte | Ø 4.7 von 5 Sterne

Hilfreichster Erfahrungsbericht

Von Natura am 07.03.2017 um 09:01 Uhr
Spirulina gehört bei mir zu den täglichen Supps. Da ich eh immer etwas unter Eisenmangel gelitten habe und anfällig für Infektionen war kam es mir gerade recht. Nehme es zusammen mit Vitamin D3 und Zink ein. Habe das Gefühl nicht mehr so häufig krank zu werden.
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Von Olivia_82 am 05.04.2017 um 17:24 Uhr
Auf Spirulina bin ich schon letztes Jahr als Ernährungsergänzung aufmerksam geworden. Es soll ein hervorragender Eiweiß-Lieferant sein und dazu noch eine Vielfalt an Vitaminen und Mineralien aufweisen, die organisch gelöst und daher von dem Körper gut annehmbar sind. Meine Diät mache ich jetzt seit fast zwei Monaten und dadurch das ich Spirulina zu mir von Anfang an nehme, fühle ich mich doch recht fit und habe bis jetzt 3 kg abgenommen. Ich denke schon, dass ich alles was ich nicht durch normale Ernährung an Vitaminen und Eiweißen zu mir nehme mit Spirulina decke. Mein Ziel ist es ja, dass ich meinen Körper auf gesunde Art und Weise entgifte und durch den Sport den ich treibe und meine Ernährung die ich zu mir nehme, habe ich manchmal schon das Gefühl gehabt das es nicht ausreichend ist, deswegen kombiniere ich Spirulina mit Goji Beeren. Jetzt gerade in den kälteren Tagen ist es schon schwer gesund zu bleiben, dieser ständige Temperaturwechsel macht mir zu schaffen. Ich denke schon das ich durch diese Nahrungsergänzungsmittel meiner Gesundheit weitergeholfen habe und mich dadurch auch vor einer Erkältung geschützt habe. Werde es weiterhin zu mir nehmen, ich hatte keine schlechten Erfahrungen mit Spirulina, keine allergischen Reaktionen und auch keine Nebenwirkungen.
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Von Clara am 20.03.2017 um 14:22 Uhr
Ich nehme Spirulina jetzt seit genau 2 Monaten. Ich weiß, dass es bei Anämie und Immunschwäche helfen soll, da das Volumen der roten Blutkörperchen, als auch die Konzentration der weißen Blutkörperchen ansteigt. Spirulina-Alge hat weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit und kann allergische Reaktionen abschwächen, den Cholesterinstoffwechsel verbessern und Hyperglykämie senken. Mein Problem liegt bei den allergischen Reaktionen. Ich habe seit einer Zeit lang immer in meinem Gesicht Unreinheiten und Ausschlag. Es handelt sich um keine Akne, mein Hautarzt meinte, dass es sehr wahrscheinlich stressbedingt ist und er konnte nach meinem Allergietest nicht genau nachvollziehen von was es kommt. Seitdem ich Spirulina nehme habe ich bemerkt das mein Gesicht weniger rötlicher ist und ich verspüre auch kein brennen mehr, Nebenwirkungen gab es bei mir bis jetzt noch keine. In Kombination mit Vitamin D und Zink nehme ich es recht gerne, da alle drei bei meinem Problem sehr heilsam sind.
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