L-Carnitin

L-Carnitin kommt hauptsächlich im Muskelgewebe, Herz und Gehirn vor. Es ist am Stoffwechsel und der Fettverbrennung, als auch am Zellschutz beteiligt. Die L-Carnitin Konzentration nimmt im Alter ab. Acetyl-L-Carnitin, die neurologisch wirksamere Variante wird in klinischen Studien bei Depressionen, Müdigkeit und kognitiven Defiziten erforscht.

Zusammenfassung

L-Carnitin - Wirkung, Nebenwirkungen, Einnahme, Abnehmen

L-Carnitin nimmt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und Fettverbrennung ein, indem es als Transportvehikel für Fettsäuren dient. Diese werden durch L-Carnitin gebunden und in die Zellkraftwerke (Mitochondrien) geschleust und dort verbrannt um Energie (ATP) zu erzeugen. Die L-Carnitin Konzentration ist am höchsten im Muskel und Herzmuskel, weiterhin auch im Gehirn.

Acetyl-L-Carnitin (ALCAR) ist eine vor allem neuroaktive Version des L-Carnitin. Sie wirkt leicht stimulierend und eventuell stimmungsaufhellend. ALCAR wurde in einigen klinischen Studien bei Depressionen, leichter Demenz, Müdigkeit und Erschöpfungszuständen erforscht.

Fettverbrennung und Gewichtsreduktion - L-Carnitin wirksamer bei stark kalorienreduzierten Diäten

L-Carnitin hat durch die starke Präsenz als Nahrungsergänzungsmittel in Sportstudios an Bekanntheit gewonnen und gilt als ein klassischer Fatburner. Obwohl mehrere klinische Untersuchungen zeigen konnten, dass eine L-Carnitin Einnahme die Fettverbrennung messbar erhöht, konnte man dies nicht so eindeutig für die Gewichtsabnahme zeigen. Ein Problem in den vorhandenen Studien ist, dass eine Vergleichbarkeit zwischen den Arbeiten nicht gegeben ist und viele widersprüchliche Ergebnisse vorliegen.

So führte eine Dosis von 4 g L-Carnitin in einer Studie zu keiner Gewichtsreduktion nach 4 Wochen Einnahme. Leider wurden die Teilnehmer nicht auf eine kalorienreduzierte Diät gesetzt, sondern konnten nach Belieben essen. Dem gegenüber steht eine ältere deutsche Studie, bei der die Teilnehmer auf eine Diät gesetzt wurden und L-Carnitin oder ein Placebo bekamen. Die Probanden, welche zur Diät 3 g L-Carnitin erhielten, bauten 25% mehr Körperfett ab, als die Kontrollgruppe, welche nur die Diät befolgte.

Wahrscheinlich wirkt L-Carnitin bei strengeren Diäten besser. In einer placebokontrollierten Studie mit übergewichtigen Teilnehmern, wurden diese auf eine 5-tägige Fastenphase ohne Essen und eine darauf folgende 2-tägige, stark kalorienreduzierte Diätphase gesetzt. In den 7 Tagen verzehrten die Teilnehmer also nur sehr wenig Kalorien.

Diejenigen, die zum Fasten 4 g L-Carnitin täglich erhielten, empfanden weniger Hunger, weniger Müdigkeit und fühlten sich insgesamt körperlich fitter, als jene die lediglich auf die strenge Diät gesetzt wurden. Die L-Carnitin Einnahme führte zum höheren Gewichtsverlust (-4,6 kg gegenüber -3,2 kg) und einer stärkeren Reduktion des Hüftumfangs.

Es bleibt ungewiss über welche Mechanismus das L-Carnitin die Gewichtsabnahme in dieser Studie verstärkte. Eventuell waren die behandelten Teilnehmer durch das Carnitin körperlich aktiver und verbrannten mehr Kalorien. Eventuell erhöhte die drastische Diät den L-Carnitin Bedarf, so dass die Einnahme von L-Carnitin diesen wieder ausgleichen konnte. Demzufolge würde sich die Einnahme von L-Carnitin Kapseln oder Pulver zum Fasten, wie dem Intermittierenden Fasten, anbieten oder bei generell stark kalorienreduzierten Diäten. 

Ältere Menschen scheinen besser auf das Carnitin anzusprechen und verloren in einer Doppelblindstudie -3 kg mehr als die Kontrollgruppe. Es ist unklar ist ob das verabreichte L-Carnitin die Fettverbrennung direkt stimulieren konnte oder nicht eher der altersbedingten Müdigkeit entgegenwirkte und die körperliche Betätigung und dadurch die Kalorienverbrennung anregen konnte. In einer weiteren doppelblind placebokontrollierten Studie verloren Frauen mit dem Polyzystischen Ovar Syndrom (PCOS) -2,7 kg und -2 cm Bauch-, sowie -2,5 cm Hüftumfang mehr, wenn sie über 12 Wochen lediglich 250 mg L-Carnitin einnahmen. Die erzielten Ergebnisse sind aufgrund der geringen Dosis ziemlich überraschend.

Die fettverbrennende Wirkung ist abhängig von der Aufnahme des L-Carnitin ins Muskelgewebe. Die Aufnahme kann durch die begleitende Einnahme von Kohlenhydraten signifikant verstärkt werden. Dabei darf die Menge der Kohlenhydrate jedoch nicht die gewünschte Kalorienreduktion beeinträchtigen, schließlich kann ohne eine Diät auch das L-Carnitin keine Gewichtsabnahme verursachen oder unterstützen. 

Insgesamt gilt: Der derzeitige Forschungsstand reicht nicht aus um zu beweisen, dass L-Carnitin eine gewichtsreduzierende Wirkung beim Menschen hat.

L-Carnitin als Unterstützung für Sportler

Die von manchen Sportlern zur Leistungssteigerung verwendeten Propionyl-L-Carnitin und L-Carnitin Tartrat lieferten unterschiedliche Ergebnisse. In einigen Untersuchungen steigerten sie weder die aerobe (Ausdauer) noch die anaerobe (Kraft, explosive Wiederholungen) Leistung. Andere Studien zeigten eine Steigerung der anaeroben Sprintleistung, wenn Glycin Propionyl-L-Carnitin vor dem Leistungstest eingenommen wurde, jedoch ist die benötigte Dosis unklar. Während 4,5 g in einer Studie die Leistung steigerten, war die Dosis in einer weiteren zu hoch und erzielte schlechtere Ergebnisse als 1,5 g. Die Kombination aus Koffein und L-Carnitin konnte die Ausdauerleistung und Freisetzung der Fettsäuren aus den Fettzellen besser anregen als die einzelnen Wirkstoffe allein.

L-Carnitin und Acetyl-L-Carnitin bei älteren Menschen

Ältere Menschen profitieren anscheinend mehr vom L-Carnitin und Acetyl-L-Carnitin als jüngere, da die Konzentration der beiden Substanzen im Muskelgewebe mit dem Alter sinkt. Diese Veränderungen sind jedoch im Blutbild nicht erkennbar.

Forschung mit Tiermodellen zeigt, dass die Gabe von Acetyl-L-Carnitin die Bildung von Mitochondrien (Zellkraftwerke) bei älteren Tieren anregte und den Abbau von angelagerten Alterspigmenten in Nervenzellen und der Augenlinse stimulierte.

Eine Meta-Analyse von klinischen Versuchen zeigt, dass ältere Menschen durch Acetyl-L-Carnitin bei Demenzerscheinungen eine Besserung der kognitiven Fähigkeiten nach 2-3 Monaten Anwendung erfuhren, bei einem Dosisbereich von 1,5-3 g täglich. Andere klinische Studien stellten eine Besserung der körperlichen Schwäche und geistigen Müdigkeit, wenn Senioren L-Carnitin einnahmen.

Die Einnahme von L-Carnitin resultiert laut den vorliegenden Publikationen in einer Zunahme von Muskelmasse, einer Reduktion des Körperfetts, mehr Aktivitätsdrang und eine verbesserten Gedächtnisleistung bei älteren Menschen. Dennoch reichen die Anzahl und die Qualität der Studien noch immer nicht aus um diese Wirkung ausreichend zu belegen oder L-Carnitin zu diesen Zwecken seriös zu bewerben.

Acetyl-L-Carnitin (ALCAR), neurologische Wirkung, Depressionen und Müdigkeit

ALCAR ist die neurologisch aktivere L-Carnitin Variante. Acetyl-L-Carnitin stimuliert die Freisetzung der Neurotransmitter Serotonin (Glücksempfinden) und Wachsamkeit (Noradrenalin) und wird von manchen Anwendern als Ersatz für Koffein genommen. Die stimulierende Eigenschaft liegt jedoch deutlich unter dem des Koffeins und unterscheidet sich in der empfundenen Art und Weise der Stimulation. In Tiermodellen regte ALCAR zudem die Freisetzung von Nervenwachstumsfaktoren wie NGF, GDNF, BDNF an und wurde in klinischen Versuchen bei Erschöpfung, Depressionen und depressiven Verstimmungen (Schweremut) eingesetzt in einem hohen Dosisbereich von 1-3 g täglich. Anwender nutzen üblicherweise 500-1000 mg täglich.

Die Ergebnisse sind gemischt, während vor allem Menschen mit depressiven Verstimmungen nach 30 Tagen gut auf das ALCAR ansprachen, erzielte es bei bipolaren Depressionen überhaupt keine Wirkung. Die vorliegende Forschung reicht jedoch nicht aus um L-Carnitin als Behandlung bei Depressionen zu empfehlen, da es lediglich ein Nahrungsergänzungsmittel ist.

Kardiovaskuläre Gesundheit

L-Carnitin wurde in klinischen Studien als vorteilhaft für die kardiovaskuläre Gesundheit befunden, da es leicht gegen erhöhten systolischen Blutdruck wirkt, das Lipidprofil verbessert und laut der Meta-Analyse von 13 klinischen Untersuchungen bei Infarktpatienten die Überlebensrate erhöht. Die Forscher stellten eine um -27% geringere Sterblichkeitsrate, eine Verringerung des Auftretens von Herzarrhythmien um -60% und der Entstehung von Angina pectoris um -40% bei Infarktpatienten, die L-Carnitin zur Therapie bekamen.

Es ist dennoch wichtig zu betonen, dass L-Carnitin trotz der interessanten Forschung kein Ersatz ist für blutdrucksenkende Medikamente und eine ärztliche Behandlung.

L-Carnitin Defizit

Ein L-Carnitin Defizit kommt in manchen Krankheitsfällen oder in leichter Form bei Vegetariern und Veganern vor, diese nehmen L-Carnitin auch schlechter auf als Fleischkonsumenten und weisen eine geringere Carnitin Konzentration im Muskelgewebe auf. Dies ist nicht untypisch für Vegetarier und Veganer, die auch einen Beta-Alanin und Creatin Mangel aufweisen können. Der Körper kann die Produktion und Abbau des L-Carnitin jedoch teilweise der Ernährung anpassen.

Nebenwirkungen

Da L-Carnitin Gegenstand zahlreicher Studien war, kann es als ein sicheres Nahrungsergänzungsmittel mit einem sehr geringen Nebenwirkungsprofil bezeichnet werden.

Anwendung

Dosierung/Einnahme L-Carnitin: 1-3 g täglich verteilt

Acetyl-L-Carnitin (ALCAR): 500 mg bis 1500 mg täglich, wobei die Einnahme idealerweise morgens und nicht mehr ab dem Nachmittag erfolgen sollte, da ALCAR stimulierend wirken kann.
Kombinieren mit Je nach Zweck: 5-HTP (erhöht das Serotinin und reduziert Hunger auf Süßes), Glucomannan (Ballaststoff, wirkt sättigend), Fucoxanthin (regt die Fettverbrennung durch Wärmeentwicklung an), Flohsamenschalen (wirken sättigend), Ginseng, Guarana (Koffein stimuliert die Fettverbrennung), Creatin und Beta Alanin (um die Kraft in einer Diät zu erhalten) Synephrin (Fatburner), Omega-3 Fettsäuren, Krillöl.
Nicht einnehmen mit -
Nebenwirkungen ALCAR kann bei später Einnahme das Einschlafen erschweren.
Vorsicht -
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L-Carnitin (Levocarnitin) nimmt im Stoffwechsel und der Fettverbrennung (ß-Oxidation) eine Schlüsselrolle ein. Es ist direkt am Transport von Fettsäuren in die Zellkraftwerke (Mitochondrien) beteiligt. Carnitin ist ein limitierendes Substrat für das Carnitin Palmitoyltransferase 1 Enzym (CPT1), welches Fette in die Mitochondrien einschleust und damit die Fettverbrennung reguliert (1). Aus diesem Grund wurde L-Carnitin von der Nahrungsergänzungsindustrie als Fatburner vermarktet, da man annimmt eine Steigerung der L-Carnitin Zufuhr würde auch den Fettabbau anregen.

Ungefähr 98% des L-Carnitin sind im Muskelgewebe und Herzmuskel gespeichert und die Gesamtmenge im Körper beträgt ungefähr 27 Gramm (2). Die Produktion des L-Carnitin läuft in der Leber, Nieren und im Gehirn ab, andere Organe müssen es aus der Blutbahn aufnehmen (3). Täglich produziert der Körper 20 mg L-Carnitin aus den Aminosäuren Methionin und Lysin und verliert auch die gleiche Menge durch den Urin (2).

L-Carnitin Formen

L-Carnitin - Die nicht modifizierte Form kommt vor allem in Fleisch vor, auch geringfügiger in Milchprodukten.


Acetyl-L-Carnitin (ALCAR) – Die acetylierte Version des L-Carnitin kommt auch im Körper natürlich vor, jedoch in einer geringeren Menge. ALCAR weist eine erhöhte Wirksamkeit im Gehirn auf und generell im neurologischen Bereich. ALCAR wirkt leicht stimulierend und dessen Einsatz bei Müdigkeit, Demenz und Depressionen ist Gegenstand von klinischen Studien.


Propionyl-L-Carnitin - Oftmals gebunden an Glycin, wurde dieses L-Carnitin in Studie für die Verbesserung des Blutflusses und bei kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzt.


L-Carnitin-Tartrat - In Verbindung mit sportlicher Aktivität eingesetzt um die physische Leistung zu verbessern.

Fettverbrennung und Gewichtsreduktion

Die Einnahme von L-Carnitin verschiebt die Energiegewinnung im Körper in Richtung Fettverbrennung. Obwohl dieser Effekt deutlich nachgewiesen wurde, zeigte sich L-Carnitin dennoch nicht in allen Studien klar unterstützend bei der Gewichtsabnahme. Es scheint beim Fasten und generell strengen, stark kalorienreduzierten Diäten besser zu wirken. Eventuell ist L-Carnitin effizienter bei älteren Menschen, bei denen eine Dosis von 2 g/Tag eine Fettreduktion um 3 kg innerhalb von 30 Tagen bewirkte. Diese Ergebnisse stammen aus einer klinischen Studie. Die Teilnehmer litten an Müdigkeit, die durch L-Carnitin behoben wurde.

Die aktuelle Forschung besagt, dass der L-Carnitin Gehalt im Muskel angehoben werden sollte, um eine deutliche fettverbrennende Wirkung zu erzielen. Erst die gleichzeitige Gabe von Kohlenhydraten und L-Carnitin kann dessen Muskelgehalt deutlich anheben und sich signifikant auf die Fettverbrennung und das Körpergewicht auswirken. Um jedoch einen Gewichtsverlust zu erreichen, muss diese Einnahme von Kohlenhydraten mit in die Kalorienrechnung einfließen und weiterhin eine Kalorienreduktion gewährleisten, ohne die der Abbau von Körperfett nicht möglich ist.

L-Carnitin wird seit langer Zeit als Supplement im Sportbereich angeboten und für seine fettabbauende Wirkung (Fatburner) angepriesen, welche bei der Gewichtsreduktion unterstützend sein soll. Tatsächlich basierten diese Behauptungen lange auf keinem wissenschaftlichen Fundament und waren lediglich leere Marketingversprechen.

L-Carnitin transportiert Fettsäuren in die Kraftwerke der Zellen (Mitochondrien), wo sie durch die ß-Oxidation verbrannt und für Energiebereitstellung genutzt werden. Daher ging man davon aus, dass eine größere Menge an L-Carnitin auch die Fettverbrennung verstärken würde.

L-Carnitins Einfluss auf die Fettverbrennung

Eine der ersten Studien welche die Wirkung der L-Carnitin Supplementierung auf die Fettverbrennung untersucht hat, verabreichte 3 g/Tag L-Carnitin für 10 Tage an gesunde Probanden. Hierbei konnte eine erhöhte Fettoxidation festgestellt werden, und zwar anhand der Analyse der ausgeatmeten Luft und erhöhtem CO2 Gehalt (4). Die L-Carnitin Gabe erhöhte dabei die CO2 Konzentration bei 9 von 10 der Teilnehmer.

Diese Ergebnisse wurden durch eine weitere Studie bestätigt. Hierbei konnte eine erhöhte Fettverbrennung nach der gleichen Dosis von 3 g/Tag und 10 Tagen Dauer bei leicht übergewichtigen Probanden festgestellt werden. Die erhöhte Verbrennung von Fett wurde nicht vom erhöhten Proteinabbau begleitet, der für einen Abbau der Muskelmasse stehen würde (5).

Keine Gewichtsreduktion trotz erhöhter Fettverbrennung?

Trotz dieser Ergebnisse gelang es nicht eindeutig einen unterstützenden Effekt von L-Carnitin bei der Gewichtsreduktion aufzuzeigen. Eine ältere (1998) Studie aus Deutschland konnte in 4 Wochen Diät anhand von 100 Teilnehmern eine um 25% höhere Gewichtsabnahme aufzeigen, wenn L-Carnitin in einer Dosis von 3 g/Tag während einer Diät eingenommen wurde (6). Die Forschungsergebnisse wurden in einem deutschen Journal für Naturheilverfahren publiziert, sind nicht online zugänglich oder in die englische Sprache übersetzt. Daher wurden die Forschungsergebnisse nicht in das zentrale Studienverzeichnis (PubMed.gov) aufgenommen und somit auch nicht der Kritik durch die Forschungsgemeinschaft offengelegt. Der Vollständigkeit wegen wird sie hier dennoch erwähnt.

Die Kombination aus L-Carnitin (4 g/Tag) und sportlicher Betätigung (30 Minuten laufen, 4-mal in der Woche) ergab nach 4 Wochen Studiendauer keine erhöhte Gewichtsreduktion oder Fettabbau gegenüber dem Placebo. Die Kalorien wurden hierbei nicht eingeschränkt (7).

L-Carnitin erzielte bei einer strengen Fastendiät mit übergewichtigen Teilnehmern bessere Ergebnisse. Die am metabolischen Syndrom erkrankten Patienten wurden auf eine 7-tägigste Fastendiät gesetzt, wobei sie nur an den letzten zwei Tagen wieder geringfügig Kalorien zu sich nehmen durften. Diejenigen, die zum Fasten 4 g L-Carnitin täglich erhielten, empfanden weniger Hunger, weniger Müdigkeit als jene die lediglich auf die strenge Diät gesetzt wurden. Die L-Carnitin Einnahme verbesserte die Gewichtsabnahme (-4,6 kg gegenüber -3,2 kg) und einer stärkeren Reduktion des Hüftumfangs (-5 cm gegenüber 1,7 cm ohne das Carnitin) (82).

Es bleibt ungewiss über welche Mechanismus das L-Carnitin die Gewichtsabnahme verstärkte. Eventuell waren die behandelten Teilnehmer durch das Carnitin körperlich aktiver und verbrannten mehr Kalorien. Eventuell erhöhte die drastische Diät den L-Carnitin Bedarf, so dass die Einnahme von L-Carnitin diesen wieder ausgleichen konnte. Demzufolge würde sich die Einnahme von L-Carnitin Kapseln oder Pulver zum Fasten, wie dem Intermittierenden Fasten, anbieten oder bei generell stark kalorienreduzierten Diäten. 

Beim älteren Menschen zeigt L-Carnitin ein ausgeprägte Wirkung auf das Körperfett. Bei einer täglichen Dosis von 2 g reduzierten diese in einer placebokontrollierten, doppelblinden Studie ungefähr 3 kg Körperfett innerhalb von 30 Tagen. Die Teilnehmer litten zudem an einer chronischen Müdigkeit, welche durch die Einnahme von L-Carnitin signifikant verbessert wurde. Die dadurch erhöhte körperliche Betätigung hat eventuell zusätzlich zur Gewichtsreduktion beigetragen. Auch nahmen die Teilnehmer im Durchschnitt 2 kg Muskelmasse zu (8).

Die Valproinsäure, ein antiepileptisches Medikament, verursacht eine Verschiebung im Stoffwechsel. Dadurch werden Kohlenhydrate bevorzugt für die Energiebereitstellung verbrannt, während die Fettverbrennung runtergefahren wird. L-Carnitin verschiebt das Verhältnis wieder zugunsten der Verbrennung von Fettsäuren und das nach einem Monat Einnahme (9). Valproinsäure erzeugt einen L-Carnitin Mangel und dieser wird durch die zusätzliche Supplementierung ausgeglichen.

Dennoch hatte L-Carnitin keinen Einfluss auf die Gewichtsreduktion bei Patienten, die mit der Valproinsäure behandelt wurden. Diese wurden auf eine leichte Diät gesetzt und ein Teil der Patienten erhielt zusätzlich L-Carnitin. Die Gewichtsabnahme war jedoch nicht signifikant anders mit L-Carnitin oder Placebo. Die Autoren der Studie merkten jedoch an, dass in diesem Zeitraum vermehrt Patienten in der L-Carnitin Gruppe Medikamente verschrieben bekamen, die eine Gewichtszunahme fördern könnten. Dadurch sei der Appetit erhöht und die körperliche Aktivität gesenkt worden. Diese Medikamente hätten das Ergebnis durch die L-Carnitin Einnahme schmälern können. Zudem wurde die Diäteinhaltung nicht klinisch überwacht. Laut den Forschern hätte das L-Carnitin nur bei einer tatsächlichen Kalorienreduktion seine Wirkung entfalten können. Diese unterstützende Wirkung war an einem Teil der L-Carnitin Gruppe zu beobachten (10).

Der L-Carnitin Gehalt im Muskelgewebe muss erhöht werden um die Fettverbrennung anzukurbeln

Obwohl das oral aufgenommene L-Carnitin durch einen Anstieg im Blut nachgewiesen werden kann, erhöht es nicht immer auch den L-Carnitin Gehalt im Muskelgewebe, was jedoch absolut notwendig wäre um einen Einfluss auf den Fettabbau zu erwirken. In diversen Studien konnte jedoch keine Anreicherung im Muskel erreicht werden (1112). Dies könnte eine Ursache für die mangelnden Ergebnisse mit L-Carnitin sein.

Kohlenhydrate erhöhen die Aufnahme des L-Carnitins durch die Muskulatur.

Eine Lösung für das Problem wurde erst kürzlich gefunden: Die gleichzeitige Gabe von Kohlenhydraten und L-Carnitin und die darauffolgende Insulinausschüttung heben die Carnitinkonzentration im Muskel an. Eine Studie im Jahr 2013 konnte mit dieser Methode die Konzentration des L-Carnitin im Muskel um 20% erhöhen und somit besser den Zusammenhang zwischen erhöhter Fettverbrennung, Gewichtsreduktion und der Einnahme von L-Carnitin aufzeigen.

Die 20% mehr an L-Carnitin im Muskelgewebe resultierten in folgenden Veränderungen:

  • Obwohl die Kontrollgruppe durch die erhöhten Kalorien 1,8 kg Körperfett zulegte, nahmen die Probanden durch L-Carnitin nicht an Fett zu.

  • Ein 400% Anstieg an aktivierten Fettsäuren (Acyl-CoA) im Muskel ohne körperliche Betätigung. Fettsäuren müssen vor der Verbrennung aktiviert werden und ein Anstieg an diesen ist ein Hinweis für eine erhöhte Fettverbrennung.

Diese Ergebnisse widerlegten die bisherige Meinung, dass eine Erhöhung des L-Carnitin keinen Einfluss auf die Verwendung von Fettsäuren haben könnte. Carnitin müsste also in Kombination mit Kohlenhydraten über einen längeren aufgenommen werden und die Einnahme dieser Kohlenhydrate müsste in den Diätplan und in die Kalorienrechnung miteinfließen um trotzdem in einem Kaloriendefizit zu verbleiben. In der entsprechenden Studie wurden immer 80 g Kohlenhydrate mit 1,36 g L-Carnitin zweimal täglich eingenommen (160 g KH und 2,72 g L-Carnitin) und über 12 Wochen verabreicht. Diese Menge an Kohlenhydraten entspricht 640 Kcal und stellt zumindest in einer Diät ein gewisses Problem dar. Es stellt sich die Frage, ob auch eine geringere Menge, zum Beispiel die Hälfte der eingesetzten Kohlenhydrate, bereits ausreichend gewesen wäre. In einer Low-Carb Diät würde die Supplementierung mit L-Carnitin somit theoretisch keinen Sinn ergeben, jedoch können diese kohlenhydratarmen Diäten zu einem L-Carnitin Mangel führen. 

Diese offenen Fragen müssten jedoch durch zukünftige Forschung geklärt werden, nur dann kann auch gesichert werden, dass L-Carnitin überhaupt als unterstützender Fatburner in Frage kommt. Der Vorteil gegenüber anderen Fatburnern wären sicherlich die geringen Nebenwirkungen und die gute Verträglichkeit dieser Substanz. Falls Sie sich jedoch eh dazu entschlossen haben L-Carnitin zu probieren, sollten Sie es unbedingt immer zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen. An einer Diät führt auch L-Carnitin nicht vorbei.

L-Carnitin im Sport

Die Ergebnisse mit L-Carnitin als Unterstützung bei sportlicher Leistung sind widersprüchlich. Propionyl-L-Carnitin kann die Sprintleistung steigern, wenn es täglich in einer Dosis von 1,5 g eingenommen wird. Eine sehr hohe Dosis L-Carnitin verbessert die Ausdauerleistung und Fettverbrennung bei Sportlern, und diese Wirkung wird durch die gleichzeitige Gabe von Koffein verstärkt. L-Carnitin erhöht die Anzahl von Androgenrezeptoren im Muskel und könnte theoretisch dadurch die Wirkung des Testosteron verstärken. Bei alten Menschen resultiert die Einnahme von L-Carnitin in mehr Muskelmasse und Kraft.

Die Einnahme des Supplements Propionyl-L-Carnitin in einer Dosis von 3 g/Tag verbesserte weder die aerobe, noch die anaerobe Muskelleistung nach 8 Wochen (13). Leider wurde in der entsprechenden Studie kein erhöhter Gehalt des L-Carnitin im Muskel gemessen, etwas woran viele Studien gescheitert sind, da die zusätzliche Gabe von Kohlenhydraten notwendig ist, um die Aufnahme in die Zellen zu erhöhen.

Obwohl die Einnahme von L-Carnitin Tartrat positiv mehrere biochemische Marker für die Muskelregeneration beeinflusste und auch den Muskelkater linderte, stieg die Kraftleistung durch die Einnahme dieses Nahrungsergänzungsmittels nicht an (14).

Im Gegensatz zu diesen Ergebnissen konnten Forscher mit 4,5 g Glycin Propionyl-L-Carnitin vor dem Training die Sprintleistung verbessern und die Lactatwerte (Muskelübersäuerung) senken. Die Teilnehmer waren gesunde, trainierte Männer und die Studie selbst wurde doppeltblind, placebokontrolliert durchgeführt (15). Interessanterweise zeigte eine ebenbürtig qualitative Studie eine Verschlechterung der Sprintleistung wenn eine Dosis von 4,5 g Glycin Propionyl-L-Carnitin täglich 4 Wochen lang eingenommen wurde. Eine geringere tägliche Dosis von 1,5 g hat dagegen die sportliche Leistung signifikant verbessert (16).

Die Ausdauerleistung von Sportlern konnte mit einer sehr hohen Dosis L-Carnitin von 15 g vor dem Training signifikant angehoben werden, auch die Fettverbrennung wurde hierbei stimuliert. Die Ergebnisse dieser randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie sind umso interessanter, da auch die Kombination aus Koffein und L-Carnitin ausprobiert wurde. Die Kombination dieser Wirkstoffe konnte sowohl die Ausdauerleistung, als auch die Freisetzung und Verbrennung von Fettsäuren weiter steigern (17).

Es stellt sich die Frage ob es notwendig ist, eine derartig hohe Menge Carnitin gleichzeitig einzunehmen. Wird eine Dosis von 3 g/Tag an L-Carnitin immer zusammen mit Kohlenhydraten eingenommen, erhöht es die Fettverbrennung während nicht intensiver aerober Ausdauerleistung  (18). Kohlenhydrate verstärken durch die Insulinausschüttung die L-Carnitin Aufnahme in den Muskel.

L-Carnitin wirkt sich zwar nicht auf die Testosteronwerte aus, dafür erhöht es die Anzahl der Androgenrezeptoren in Muskelzellen (19). Testosteron äußert seine Wirkung hauptsächlich durch den Androgenrezeptor, wodurch L-Carnitin theoretisch die Wirkung des muskelaufbauenden Testosterons im Muskel verstärken könnte. Wenn L-Carnitin an alte Menschen verabreicht wird, resultiert dies häufig in einer Zunahme an Muskelmasse und Körperkraft (8).

Anti-Aging

Die Konzentration von L-Carnitin im Körper fällt mit dem Alter signifikant ab, insbesondere die des Acetyl-L-Carnitin. Studien mit alten Tieren als auch Menschen zeigen, dass eine Therapie mit Carnitin die Funktion der Zellkraftwerke (Mitochondrien) wieder dem jungen Niveau annähern und auch zu einem Fettverlust und Zunahme der Muskelmasse führen kann. L-Carnitin wirkt sich bei alten Menschen zudem positiv auf die körperliche und geistige Aktivität und Vitalität aus, und ist signifikant erfolgreich im Einsatz gegen milde Formen der Demenz und geistigen Einschränkungen durch den Alterungsprozess. Acetyl-L-Carnitin reduziert die durch den Alterungsprozess entstehende Ansammlung von sogenanntem Zellabfall wie Lipofuscin und durch Zucker geschädigte Proteine (AGEs).

Der Alterungsprozess bringt Veränderungen im körpereigenen Haushalt des L-Carnitin mit sich. Diese stehen im Zusammenhang mit folgenden Aspekten der Alterung:

  •         Muskelschwäche
  •         Verlust von Muskelmasse
  •         Zunahme an Körperfett
  •         Demenz und verschlechterte kognitive Fähigkeiten
  •         Müdigkeit

Obwohl die Konzentration des L-Carnitin im Blut mit dem Alter bei Männern nicht abfällt und bei Frauen sogar leicht ansteigt, sieht es mit der Konzentration im Gewebe ganz anders aus. Die L-Carnitin und insbesondere die Acetyl-L-Carnitin Werte fallen im Muskelgewebe bei Mäusen und Menschen direkt und regelrecht linear mit dem Alter ab. Junge Menschen haben eine doppelt so hohe Acetyl-L-Carnitin Konzentration im Muskel als ältere Menschen (20).

L-Carnitin ist biologisch sehr mit den Zellkraftwerken, den Mitochondrien, gekoppelt. Es dient einerseits als ein Vehikel um Fettsäuren in die Mitochondrien zwecks Fettverbrennung einzuschleusen. Andererseits wirkt es sich auch direkt auf die Funktionalität der Mitochondrien aus.

Die Gabe von L-Carnitin erhöhte in Tierversuchen die Anzahl an Mitochondrien in den Zellen von alten Tieren, welche zuvor mit dem Alter reduziert waren. L-Carnitin aktiviert damit die mitochondriale Biogenese, wodurch die gealterten Zellen wieder über eine bessere Energieversorgung verfügen (21).

Eine Therapie mit L-Carnitin in einem Zeitraum von 20-30 Tagen stellt wieder die Aktivität von essentiellen, mitochondrialen Enzymen bei alten Tieren fast auf das Niveau von jungen Tieren her (22). Diese Enzyme sind an der Energieproduktion (ATP Produktion) innerhalb der Mitochondrien beteiligt und deren Aktivitätsabfall im Alter verursacht eine erhöhte Entstehung von zellschädigenden freien Radikalen. Gleichzeitig wird auch die Energieversorgung der Zellen verschlechtert. L-Carnitin scheint diese Veränderungen teilweise rückgängig machen zu können.

Die Verbindung zwischen der verbesserten Energiebereitstellung und der Gabe von L-Carnitin findet sich in mehreren klinischen Studien mit älteren Teilnehmern wieder. Die physische Schwäche und mentale Erschöpfung bei älteren Menschen wurde durch 2 g/Tag L-Carnitin signifikant verbessert. Zudem nahmen die Teilnehmer im Durchschnitt 2,1 kg Muskelmasse zu und verloren 3,1 kg Körperfett. Die Cholesterin- und Blutfettwerte verbesserten sich (8). Diese Ergebnisse stammen aus einer doppeltblinden, placebokontrollierten klinischen Studie und werden durch eine weitere, genauso qualitative Studie an hundertjährigen Teilnehmern bestätigt, bei denen der Muskelzuwachs noch höher ausfiel und eine Verbesserung der geistigen Fähigkeiten zu beobachten war (23).

Wesentlich signifikanter sind die Ergebnisse einer Meta-Analyse zum Einsatz von Acetyl-L-Carnitin bei Demenz, milden Verschlechterungen der geistigen Fähigkeiten und milden Formen von Alzheimer. Dabei wurden die Resultate von 21 doppeltblinden, placebokontrollierten Studien zusammengefasst und ausgewertet. Die Autoren kamen zum Schluss, dass ein Dosisbereich von 1,5-3 g/Tag eine signifikante Wirkung bei diesen Formen der Demenz entfaltet. Die Wirkung war bereits nach 2-3 Monaten erkennbar (24).

Mit dem Alterungsprozess steigt auch die Menge an schädlichen Ablagerungen in Zellen an. Diese Aggregate bestehen aus Kreuzprodukten von Proteinen und Zuckern (advanced glycation end products, sogenannte AGEs) und Proteinen und Fetten (Alterungspigment Lipofuscin). Acetyl-L-Carnitin, aber nicht L-Carnitin, reduziert die Entstehung von AGEs aus Proteinen, welche in der Augenlinse vorhanden sind und könnte damit eventuell auch Trübungen der Augenlinse vorbeugen (25). Studien hierzu stehen noch aus.

Zudem reduzierte Acetyl-L-Carnitin die Ansammlung des Pigments Lipofuscin in den Gehirnzellen von alten Ratten (26). Diese Wirkung geht Hand in Hand mit den klinischen Studien zur Auswirkung des L-Carnitin auf die Demenzerkrankungen und den Alterungsprozess des Gehirns.

Neurologische Wirkung

Acetyl-L-Carnitin wirkt stimmungsaufhellend und erhöht die Wachsamkeit durch eine erhöhte Serotonin- und Noradrenalinausschüttung.

L-Carnitin und Acetyl L-Carnitin (ALCAR) liegen im Gehirn ungefähr in einem Verhältnis von 80% und 10% vor (27).  ALCAR steuert mit seiner Acetyl Gruppe zur Synthese des Neurobotenstoffs Acetylcholin bei, welches neben den motorischen Prozessen auch an Lernprozessen im Gehirn beteiligt ist (28).

Die orale Gabe des acetylierten L-Carnitin erhöht die Konzentration des Glückshormons und Neurotransmitters Serotonin, als auch des Noradrenalins, welches anregend wirkt und unter anderem die Wachsamkeit und körperliche Aktivität erhöht (29). Zudem regt es die Aufnahme von Glucose in die Neuronen an und auch die Produktion von energiereichen Stoffen wie Adenosintriphosphat (ATP) und Creatinphosphat, dadurch hebt ALCAR das Energiereservoir in den Gehirnzellen an (29).

Acetyl-L-Carnitin bei Depressionen

Acetyl-L-Carnitin, als die neurologisch wirksamere Variante des L-Carnitin, wurde in mehreren doppeltblinden, placebokontrollierten, klinischen Studien gegen Depressionen und chronische Depression getestet. Dabei erwies es sich genauso wirksam wie die Antidepressiva Fluoxetin und Amisulprid und effizienter als Testosteronundecaonat bei Männern. Acetyl-L-Carnitin wurde zu diesem Zwecke in einem Dosisbereich von 1-3 g/Tag eingesetzt, wobei schon 1 g/Tag eine ausreichende Wirkung zeigte, die sich bereits nach 10-30 Tagen entfaltet. Dennoch ist ALCAR nicht ausreichend erforscht und kein Ersatz für eine antidepressive Therapie und ärztliche Beratung. Sprechen Sie eine Anwendung mit Ihrem Arzt ab.

Die Veränderungen welche durch L-Carnitin im Gehirn ausgelöst werden, sprechen insgesamt für eine antidepressive, stimmungsaufhellende und energieanhebende Wirkung.

Acetyl L-Carnitin verfügt über ein sicheres und nebenwirkungsarmes Profil und weckte durch seine Eigenschaften wie die Anhebung der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin das Interesse im Einsatz gegen Depressionen.

Neben Veränderungen an Neurotransmittern sind eine verringerte Neurogenese und eine geringere Neuroplastizität typisch für depressive Erkrankungen (30). Die verschlechterte Bildung von neuen Gehirnzellen und neuronalen Verbindungen spiegelt sich in einer mangelhaften Ausschüttung an Nervenwachstumsfaktoren in Depressionen wieder (3132).

Die acetylierte Version des L-Carnitin hebt folgende neurale Wachstumsfaktoren an:

  • Nervenwachstumsfaktor, nerve growth factor (NGF), (33)
  • Gliazellen abgeleitete neurotrophe Faktoren, glial cell line derived neurotrophic factors (GDNF), (34)
  • Gehirn abgeleiteter neurotropher Faktor, brain derived neurotrophic factor (BDNF), (35)

Das acetylierte L-Carnitin weist ein vergleichbares Wirkungsprofil auf, wie gängige antidepressiv wirkende Medikamente und wurde daher in klinischen Studien sowohl an depressiven Patienten, als auch an Menschen mit anderen Erkrankungen mit Depressionen als Folgeerscheinung, getestet. Die Ergebnisse dieser doppelblinden, placebokontrollierten Studien sind durchaus vielversprechend.

Hier folgt eine Aufzählung einiger dieser Studien und der verwendeten Dosierung:

Eine Acetyl-L-Carnitin Dosis von 2 g/Tag entfaltete nach 20 Tagen noch keine, dafür nach 40 Tagen eine antidepressive Wirkung bei älteren, depressiven Patienten (36).

Acetyl-L-Carnitin wurde 3-mal täglich in einer Einzeldosis von 500 mg an ältere, depressive Patienten verabreicht. Die Depressionen verbesserten sich sowohl nach 30 und 60 Tagen signifikant (Verbesserungen auf der Hamilton Depressionsskala und Beck Depressionsinventar) (37).

Ältere Patienten mit schweren Depressionen reagierten nach 40 Tagen positiv auf eine Dosis von 2 g/Tag Acetyl L-Carnitin (38).

Keine Wirkung erzielte das acetylierte L-Carnitin in einem Dosisbereich von 1-3 g/tag bei Patienten mit einer bipolaren Depression und zwar auf keiner der gemessenen Skalen (39). Leider stellt diese Studie die einzige mit bipolaren Patienten dar, es könnte jedoch durchaus sein, dass L-Carnitin bei dieser Form der Depressionen unwirksam ist.

Dysthymia (Missmut, Schweremut) ist eine länger andauernde, chronische Depression mit weniger ausgeprägten Symptomen als bei der klassischen Depression. Sie tritt oftmals mit anderen psychologischen Erkrankungen zusammen auf. Vier klinische Studien mit an Dysthymia leidenden Patienten konnten eine signifikante Wirkung des Acetyl-L-Carnitin aufzeigen, mit einer deutlichen Verbesserung von Symptomen und der Lebensqualität (40-43). Das Carnitin war dabei genauso effektiv wie die Antidepressiva Fluoxetin und Amisulprid. Die verwendete Dosis betrug in drei der Studien 3 g/Tag und in einer 1 g/Tag.

Eine tägliche Dosis bestehend aus 2 g Propionyl-L-Carnitin und 2 g Acetyl-L-Carnitin zeigte sich effizienter in der Behebung depressiver Symptome als eine orale Dosis von 160 mg Testosteronundecaonat (44). Dieser Effekt konnte bei älteren Männern mit einer Testosterondefizienz gezeigt werden. Interessanterweise verbesserte diese hohe L-Carnitin Dosis sogar die Erektionsfähigkeit besser als das verabreichte Testosteron, eventuell auch weil Propionyl-L-Carnitin eingesetzt wurde, das den Blutfluss verbessert.

Carnitin bei chronischer Müdigkeit

L-Carnitin kann vor allem bei alten Menschen zur Verbesserung von Erschöpfungszuständen und Müdigkeit führen. Die leicht stimulierende Wirkung wird auch in anekdotischer Form von jüngeren Anwendern berichtet, so dass vor allem Acetyl-L-Carnitin häufig als Ersatz für Koffein genutzt wird.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme des acetylierten L-Carnitin in gewissen Gehirnregionen und chronischer Müdigkeit und Erschöpfungszuständen (45). Wie zuvor erwähnt hängt die Aufnahme des Acetyl-L-Carnitin im Gehirn mit der Anhebung von stimmungshebenden und aktivitätsfördernden Neurotransmittern wie Serotonin und Noradrenalin zusammen. L-Carnitin ist auch an der Produktion des Neurotransmitters Glutamat beteiligt, das erregend wirkt (46).

Die Einnahme von 2 g/Tag L-Carnitin über 30 Tage senkte die physische Erschöpfung im Durchschnitt um 40% und die mentale Müdigkeit um 45% bei älteren, gesunden Menschen in einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie (8). Es bleibt offen, ob L-Carnitin in den gleichen Ausmaßen auch bei jüngeren Menschen wirksam ist. In Tierstudien war die Wirkung bei älteren Tieren ausgeprägter als bei den jungen (47). Da es jedoch ein sehr sicheres Nahrungsergänzungsmittel ist, lohnt sich laut anekdotischen Berichten der Eigenversuch bevor Medikamente eingesetzt werden. Vor allem Acetyl-L-Carnitin wird inzwischen statt Kaffee oder als Koffeinersatz genutzt, da es eine leicht stimulierende Wirkung hat und die Anwender von mehr Energie und Motivation berichten.

L-Carnitin wird im Rahmen von diversen Erkrankungen und Therapien genutzt um die Symptome, unter anderem auch die Erschöpfungszustände zu mindern. Die Ergebnisse sind hierbei gemischt.  Bei Menschen mit einer Funktionsstörung der Leber kommt es durch den Leberdefekt zu neurologischen Funktionsstörungen. L-Carnitin erzielte bei diesen Patienten eine neurologische Besserung verbunden mit weniger Müdigkeit in einer Reihe von klinischen Studien (48-50).

Bei Menschen mit Multipler Sklerose oder Krebsleiden verbesserte L-Carnitin in klinischen Studien leider nicht den Erschöpfungszustand (5152). L-Carnitin in einer sehr hohen Dosis von 6 g/Tag wirkte sich dennoch positiv auf den Erhalt der Magermasse und des Appetits aus, bei Krebspatienten auf einer Chemotherapie (53).

Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung

Acetyl-L-Carnitin wirkt sich signifikant positiv bei kognitiver Einschränkung und mildem Alzheimer aus (24). In Tierversuchen verbessert Acetyl-L-Carnitin das Lernvermögen bei alten Tieren (5455). Auch bei älteren Menschen über 65 verbessert es die Gedächtnisleistung in einer Dosis von 2 g/Tag (5657).

Die acetylierte Version des L-Carnitin verbesserte sowohl die Hyperaktivität, als auch die Aufmerksamkeitsspanne bei Kindern mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) (5859). Die verabreichte Dosis betrug dabei 500 mg Acetyl-L-Carnitin zweimal täglich.

Die Vorbehandlung mit der acetylierten Form des L-Carnitin zeigte eine protektive Wirkung gegen die neurotoxische Wirkung der Droge Ecstasy (MDMA). ALCAR konnte dabei Schäden an den Mitochondrien lindern und auch die Absenkung des Neurotransmitters und Glückshormons Serotonin nach dem Gebrauch von Ecstasy abschwächen (60).

Bei der Chemotherapie mit dem Wirkstoff Sagopilon konnte die acetylierte Variante Acetyl-L-Carnitin zumindest das Auftreten von schweren Formen der Neuropathie (Nervenschädigung) mindern (61). Andererseits hat L-Carnitin in Kombination mit einer taxanbasierten Chemotherapie die Entstehung einer Neuropathie eher begünstigt und wirkte nicht neuroprotektiv, es sollte daher nicht in Verbindung mit einer solchen Therapie genutzt werden (62).

Herz und Blutgefäße

L-Carnitin ist kein Ersatz für eine Therapie gegen Bluthochdruck oder andere Herzkreislauferkrankungen. Der Einsatz von Acetyl-L-Carnitin bei erhöhtem Blutdruck kann zu einer Senkung des systolischen Blutdrucks in einem Bereich von 7-9 mmHG führen. Es reduziert die Konzentration der kleinen LDL-Cholesterinpartikel und der oxidierten LDL-Partikel und damit das Risiko an einer Gefäßverkalkung zu erkranken. L-Carnitin senkt laut 13 klinischen Studien das Sterberisiko von Infarktpatienten um 27%. Auch das Risiko von Herzrhythmusstörungen wird um 60% und das einer Angina pectoris um 40% gemindert.

Acetyl-L-Carnitin(500 mg/Tag) in Kombination mit der Alpha-Lipoinsäure (200 mg/Tag) senkte bei Menschen mit der koronaren Arterienkrankheit den systolischen Blutdruck um 7-9 mmHg, jedoch nur bei denen mit dem metabolischen Syndrom und einem überdurchschnittlich erhöhten Blutdruck (63).

In ähnlichen Ausmaßen erfolgreich war der Einsatz des Acetyl-L-Carnitin in einer Dosis von 2 g/Tag bei Menschen mit einem erhöhten kardiovaskulärem Risiko und einer schlechteren Insulinsensitivität (Vorform von Diabetes 2). Der systolische Blutdruck wurde ebenfalls in einem Rahmen von 7-9 mmHG durch L-Carnitin gesenkt (64).

Die Supplementierung mit L-Carnitin zusammen mit dem cholesterinsenkenden Medikament Simvastatin verbessert das Lipidprofil bei den Patienten zusätzlich. Die Konzentration der kleinen LDL-Partikel im Blut wird durch eine kombinierte Therapie effizienter gesenkt (65). Diese kleinen LDL-Cholesterin Partikel stehen gegenüber großen LDL-Partikeln im höheren Zusammenhang mit Ablagerungen von Cholesterin in Gefäßen und damit auch mit einer erhöhten Gefahr für eine Blutgefäßschädigung (Atherosklerose, Gefäßverkalkung) (66). Dadurch reduziert L-Carnitin auch die Menge des oxidierten LDL-Cholesterins, welches zu Ablagerungen und Entzündungen in den Blutgefäßwänden führt (6768).

Eine Publikation im Jahr 2013 sorgte für Aufsehen, weil in dieser gezeigt wurde, dass L-Carnitin von Darmbakterien in den Stoff Trimethylamin (TMA) und dann von der Leber in das gefäßschädliche Trimethylamin-N-Oxid umgewandelt wird (TMAO) (69). Dies sei jedoch nur bei Menschen der Fall, die auch rotes Fleisch verzehren, bei Vegetariern nicht. Die Forscher konnten einen Zusammenhang zwischen L-Carnitin und Herzerkrankungen nur dann feststellen, wenn die Trimethylaminwerte (TMA) erhöht waren. Diese Ergebnisse stützten sie zusätzlich auf Versuche mit Mäusen, denen jedoch L-Carnitin in enorm hohen Mengen verabreicht wurde, die einer humanen Dosis von über 200 mg/kg Körpergewicht entsprechen würde. Bei einem 80 kg schweren Mann wären das 16 g L-Carnitin täglich. Die Studie wurde kritisiert. Einerseits wegen den vorliegenden, positiven Daten aus dem klinischen Bereich mit L-Carnitin und auch weil der Konsum von Fisch den TMA/TMAO Wert enorm anhebt, jedoch eher im Zusammenhang mit einer positiven Wirkung für das Herz steht (70).

Diese Ergebnisse würden auch einer Meta-Analyse von 13 klinischen Studien widersprechen, welche die Auswirkungen einer langfristigen L-Carnitin Gabe bei Patienten mit Herzinfarkt untersucht haben (71).

Diese ergab im Durchschnitt:

  •         eine um 27% geringere Sterblichkeitsrate
  •         eine Verringerung von Herzarrhythmien um 60%
  •         40% Reduktion einer Angina pectoris Entstehung

Klinische Interventionen mit einem Wirkstoff stellen eine sehr zuverlässige Datenquelle dar, so dass die vorliegenden Daten mit L-Carnitin eher für eine förderliche Wirkung für die Gesundheit des kardiovaskulären Systems sprechen, als eine gefährdende. Die zuvor erwähnte Studie, welche die mögliche Schädlichkeit des L-Carnitin hervorhob, fand jedoch eine große Beachtung in den Medien, mehr als die Meta-Analyse der klinischen Studien an Herzpatienten.

Blutzuckerregulation 

L-Carnitin kann die Insulinsensitivität und die Glukoseaufnahme verbessern, indem es die Menge an Fettsäuren in Blut mindert und diabetesverursachende Substanzen in den Zellen beseitigt.

Menschen, die an einer Vorform oder voll entwickelter Diabetes 2 leiden, haben eine verschlechterte Insulinsensitivität. Diese verhindert, dass bei einer normalen Ausschüttung des Hormons Insulin ausreichend Glucose in die Zellen aufgenommen wird, wodurch der Blutzuckerspiegel erhöht bleibt.

L-Carnitin kann zusammen mit einer Kalorienrestriktion oder ohne diese die Insulinsensitivität wieder verbessern und die Glukoseaufnahme in die Zellen erhöhen. Der verwendete Dosisbereich lag bei 1-2 g/Tag. Dies wurde sowohl mit L-Carnitin, als auch mit Acetyl-L-Carnitin (ALCAR) erzielt (6472).

Theorien bestehen wonach L-Carnitin die Acyl- und Acetylgruppen zur Verbrennung in die Mitochondrien verfrachtet. Dadurch wird die Ansammlung an toxischen Fettmetaboliten verhindert, welche zu Insulinresistenz und Diabetes 2 führen (73). L-Carnitin senkt auch die Konzentration an erhöhten, freien Fettsäuren im Blut, welche an der Entwicklung von Diabetes 2 beteiligt sind (74).<

Zeugungsfähigkeit

Die Konzentration des L-Carnitin in der Samenflüssigkeit korreliert direkt mit der Fruchtbarkeit und Qualität der Spermien (7576). Laut einer klinischen Studie konnte L-Carnitin (2 g/Tag) allein oder zusammen mit Clomiphen die Spermienanzahl und Qualität verbessern(77).

L-Carnitin Defizit

Da der Körper die L-Carnitin Produktion und Ausscheidung kontrollieren kann, sind bei gesunden Menschen Defizite unwahrscheinlich. Vegetarier und Veganer haben eine geringere Konzentration im Blut und Muskelgewebe, auch nehmen sie L-Carnitin schlechter auf.

L-Carnitin Defizite können bei Vegetariern und Veganern vorkommen, da diese die Hauptquellen wie rotes Fleisch und Milchprodukte nicht konsumieren, dennoch kann der Körper durch die eigene Produktion die Menge an L-Carnitin selbst regulieren, so dass es nicht zu gefährlichen Defiziten kommt. Vegetarier scheiden zudem weniger L-Carnitin aus als Fleischesser und konservieren somit mehr L-Carnitin. Die Konzentration an L-Carnitin ist bei Vegetariern dennoch sowohl im Blut, als auch im Muskelgewebe geringer als bei Fleischkonsumenten. Das Muskelgewebe von Vegetariern nimmt das L-Carnitin schlechter oder kaum auf (78). Dies könnte Implikationen auf die Fähigkeit zur Fettverbrennung bei Vegetariern haben.

Medikamente auf der Basis der Valproinsäure können einen L-Carnitin Mangel hervorrufen (79).

Krebspatienten weisen oftmals einen L-Carnitin Mangel auf, der in Müdigkeit, hohen Entzündungswerten, Appetitlosigkeit und Muskelverlust resultiert, einem Syndrom der auch als Kachexie bezeichnet wird. L-Carnitin wird dabei in oraler oder intravenöser Form verabreicht um diese Symptome einzudämmen (80).

L-Carnitin Nebenwirkungen

L-Carnitin in diversen Variationen (Acetyl-, Propionyl-, Tartrat) ist ein in breiter Spanne und zahlreichen Studien verwendeter und sicherer Wirkstoff. L-Carnitin Tartrat in einer Dosis von 3 g/T über einen Monat hinweg führte zu keinerlei negativen metabolischen Nebenwirkungen oder Veränderungen im Blutbild (81).

Lediglich die Einnahme von Acetyl-L-Carnitin sollte auf den Morgen oder Mittag wegen einer stimulierenden Wirkung eingeschränkt werden.

Einnahme und Dosierung

Je nachdem für welche Zwecke Sie das L-Carnitin einsetzen möchten und welche Form eingesetzt wird, kann die Dosis variieren. Die entsprechenden Dosierungen, welche in Studien verwendet wurden, können Sie den jeweiligen Abschnitten dieses Artikels entnehmen.

L-Carnitin wird in einem Bereich von 1-3 g täglich eingesetzt. Falls Sie es für eine Verbesserung der Fettverbrennung einsetzen möchten, empfiehlt sich eine tägliche Dosis von 2 mal 1,5 g bevorzugt zusammen mit einer kohlenhydratreichen Mahlzeit.

Acetyl-L-Carnitin wirkt stimmungsaufhellend und sanft stimulierend. Sie sollten langsam die richtige Dosierung austesten. Die erste Dosis sollte 500 mg am Tag nicht überschreiten und morgens erfolgen. Ein Dosisbereich von 500-2000 mg täglich ist üblich.

Glycin Propionyl-L-Carnitin wurde in Studien für Sportler in einem Bereich von 1 - 4 g täglich eingesetzt, wobei bei einer langfristigen Anwendung 1,5 g/Tag optimal sind.

L-Carnitin Tartrat wird auch in einem Dosisbereich von 1-4 g täglich eingesetzt.

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12 Erfahrungsberichte | Ø 4.6 von 5 Sterne

Hilfreichster Erfahrungsbericht

Von Stefan am 17.01.2017 um 12:16 Uhr
L-Carnitin habe ich bisher noch nicht genutzt, da ich nicht abnehmen muss. Dafür das Acetyl L-Carnitin um mehr Energie zu haben. Kann ich klar bestätigen, 500 mg täglich, am besten morgens. Die Wirkung ist nicht mit Koffein vergleichbar, eher sanfter aber doch spürbar, würde es also nicht zu spät einnehmen. Bin mitte 30 also kein Rentner, fühl mich aber energiegeladener, wacher und aufmerksamer. Nehme es nicht durchgehend ein. Ab und an mal eine Kapsel morgens. Koffein führt bei mir eher zu Unruhe.
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Von Jan am 30.01.2017 um 00:44 Uhr
Durch die Einnahme fühle ich mich fitter und stärker, haben das Gefühl, dass ich mehr Leistung habe. Meine Laune hat sich ebenfalls gebessert, war auch aktiver und hatte mehr Energie. Der Stoffwechsel steigert sich, was das Abnehmen erleichtert. Nebenwirkungen konnte ich bis jetzt nicht feststellen.
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Von Mindful am 05.03.2017 um 15:04 Uhr
Nutze hauptsächlich das Acetyl-L-Carnitin um geistig klar zu bleiben, bin zufrieden damit und kombiniere es auch gerne mit L-Theanin oder mit Grünem Tee. Gibt klare, aber ruhige Energie über den Tag.
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Von L.C. am 07.04.2017 um 09:19 Uhr
Man sollte nicht zu viel erwarten. Meiner Erfahrung nach hilft Carnitin beim Abnehmen aber nicht durchschlagend stark, da es aber recht billig ist kann man es nehmen, muss man aber nicht. Ernährung ist alles.
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Von Princess am 27.01.2017 um 16:15 Uhr
L-Carnitin habe ich eine Zeit benutzt als ich noch abnehmen wollte. Mir waren die Tabletten ganz ok, aber ohne Sport und einer ausgewogenen Ernährung kann man nicht so leicht abnehmen. Ich habe die Tabletten 2-3 Monate lang eingenommen, und mit viel Bewegung und Sport hat es bei mir geklappt. In diesen Monaten spürte ich auch dass ich mehr Power habe als sonst, deswegen würde ich L-Carnitin empfehlen und denke es ist eine gute Ergänzung zu einer gesunden Ernährung.
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Von Benjamin am 28.03.2017 um 22:21 Uhr
Ich habe einen langsamen Stoffwechsel und mit der Einnahme von L-Carnitin habe ich es recht gut angekurbelt. In Kombination mit körperlicher Betätigung, Radfahren, Schwimmen oder Sport wirkt es tatsächlich. Hauptsächlich wird L-Carnitin über die Ernährung aufgenommen, zum Großteil ist es im Fleisch enthalten. Ich esse aber sehr wenig Fleisch und entschied mich daher durch die direkte Einnahme von L-Carnitin Produkten, meinem Körper das fehlende zu geben. Meine Erfahrung ist das L-Carnitin mehr Fett verbrennt, als wenn man es nicht nimmt, es steigert die Ausdauerleistung und man hat wesentlich mehr Energie als sonst. Ich verspürte bis jetzt wirklich keine Nebenwirkungen und kann es jedem weiterempfehlen der Probleme mit seinem Gewicht hat oder nebenbei mehr Leistung bringen möchte. Was ich noch gerne nebenbei dazu kombiniere ist Guarana.
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Von Christian am 22.03.2017 um 20:14 Uhr
Ich nehme regelmäßig L – Carnitin beim Sport. Ich habe gut in einem Jahr überschüssige 20 Kilos verloren. mit 3x in der Woche Sport. also hilft es gut dein Stoffwechsel anzukurbeln. Muskeln habe ich auch gute bekommen. L-Carnitin hat im Körper die Aufgabe Fettsäuren zu den Mitochondrien zu transportieren, die die Fettsäuren dann verstoffwechseln. Mehr L-Carnitin bedeutet besserer Fetttransport und somit bessere Fettverwertung, weniger Fettanlagerung und mehr Muskeln.
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Von sixer am 18.03.2017 um 06:05 Uhr
Habe selbst Carnitin schon in zwei diäten eingesetzt. Kann nicht sagen, dass die wirkung jetzt so dolle und durchschlagend war und ich es absolut bestätigen kann. Hilft aber wenn man sich durch die Diät müde und erschöpft fühlt.
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Von Fibo am 09.03.2017 um 10:26 Uhr
Am wichtigsten ist, Fettverbrennung nur durch Hinzunahme von Carnitin funktioniert nicht! Es muss zusätzliche Leistung erbracht werden, denn durch Verbindung mit Sport, Diät und der Einnahme von Carnitin kann auch eine Fettverbrennung stattfinden. Persönlich finde ich die zusätzliche Addition von L Carnitin durchaus positiv, jedoch sollte man auch seinen Teil dazu beitragen. Ohne Fleiß und Training sind die Effekte sehr gering oder zu vernachlässigen. Laut mehreren Studien funktioniert L Carnitin als eigenständiger Fatburner nicht. ich nehme 2 Carnitin Kapseln mit jeweils 1000 mg täglich und komme mit ca. 15 bis 20 € auch locker 50 Tage aus. Was ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen kann, es hilft auf jeden Fall gegen Müdigkeit. Negative Effekte bzw Nebenwirkungen kann ich nicht bestätigen, auch von einer Überdosis brauch man keine Angst zu haben, da alles was der Körper an l Carnitin nicht benötigt, auch direkt ausgeschieden wird.
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Von Ripped am 06.03.2017 um 16:01 Uhr
Finde die Wirkung ok, denke Carnitin ist besonders gut, wenn man eine anstrengende Fastendiät macht, es hält einen länger fit und man hält die Diät besser durch weil man körperlich weiterhin aktiv bleibt.
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Von Fabian am 08.02.2017 um 00:46 Uhr
Vielleicht bilde ich mir auch vieles ein, Placebo lässt grüßen, aber irgendwie habe ich das Gefühl dass das Mittel meine allgemeine Gesundheit und Leistungsfähigkeit verbessert. Seit einiger Zeit verzichte ich komplett auf Kaffee, habe es durch Carnitin ersetz, nehme es als Tablette, ersetz den Kaffee super, komme froh und munter durch den Tag. Als Fatburner kann ich es nicht beurteilen, bzw. ich habe den Effekt nicht feststellen können. Ich treibe aber viel Sport, ernähre mich auch gesund, deshalb konnte ich jetzt auch keine irren Effekte erkennen wo das Fett verbrannt wurde. Ich nehme die Tablette um das fehlende Carnitin aus der Nahrung zu mir zu nehmen, bin Vegatarier, was noch super dazu ist, es enthält keine schädlichen Zusatzstoffe. Dazu, funktioniert er sehr gut als Kaffee Ersatz, die Wirkung ist auch sehr stabil. Ich habe auch den Eindruck das ich wacher und reaktionsschneller bin, zumindest 1-2 Stunden nach der Einnahme. Negative Effekte sind mi bis jetzt nicht aufgefallen.
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Von Laura am 16.04.2017 um 19:22 Uhr
L-Carnitin nehme ich jetzt seit 2 Monaten. Ich habe an meinem Training und der Ernährung nichts geändert und habe nur durch die Einnahme von L-Carnitin 5 kg abgenommen. Ich mache zwei Mal in der Woche Ausdauersport und es ist meiner Erfahrung nach wirklich super zum Ergänzen.
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