Goji Beeren

Goji Beeren (Lycium barbarum, Lycium chinense) sind reich an Wirkstoffen und sollen zellprotektiv, immunstimulierend und antioxidativ wirken. Die meisten Studien kommen jedoch aus Versuchen mit Tieren, nur wenige klinische Studien sind verfügbar, wodurch die Wirkung beim Menschen nicht ausreichend belegt ist. 

Zusammenfassung

Goji Beeren werden seit 4500 Jahren in der traditionellen asiatischen Medizin eingesetzt. Sie sollen der Agilität und Langlebigkeit zuträglich sein und bei müden Augen und Sehtrübung helfen.

Wirkstoffe

Goji Beeren sind reich an Vitamin C, an Protein-Kohlenhydratverbindungen, den sogenannten Lycium Barbarum Polysacchariden (LBP), welche als Hauptwirkstoff der Pflanze gelten. Zudem enthalten sie die zellprotektive Aminosäure Taurin und das Carotinoid Zeaxanthin, das natürlich in der Netzhaut vorkommt und dieser als Schutzmolekül dient.

Wirkstoffe (LBPs) aus den Früchten der L. barbarum Pflanze zeigen in Tier- und Zellversuchen zellprotektive Eigenschaften. Durch die Aktivierung zentraler Signalwege in den Zellen wirken sie neuroprotektiv und mindern die Entstehung einer Fettleber und Leberschäden durch fettige Nahrung. Klinische Studien zu dieser Thematik fehlen. Der Farbstoff Zeaxanthin aus der Goji Beere lagert sich in der Netzhaut an und ist laut einer Auswertung klinischer Studien zusammen mit dem Wirkstoff Lutein eine natürliche Option um den Schutz des Auges und der Sehkraft zu verbessern.

Einfluss von Goji Beeren Wirkstoffen auf den Blutzucker und Lipide

Im Tiermodell senkten Polysaccharide aus der Goji Beere die Cholesterin- und Triglyceridwerte, sowie den Insulinspiegel und den Anstieg an Blutzucker nach einer Mahlzeit, was für eine verbesserte Insulinsensitivität spricht. Dies spricht jedoch nicht auch für eine Wirksamkeit beim Menschen.

Gewichtsabnahme mit Goji Beeren möglich?

Eine kleine, doppelblinde klinische Studie verzeichnete keine Gewichtsreduktion durch den Konsum von Goji Saft (GoChi®), dafür eine Reduktion des Bauchumfangs um durchschnittlich -5,5 cm. Andere klinische Studien konnten einen erhöhten Stoffwechsel und Kalorienverbrauch nach der Einnahme des Goji Beeren Safts feststellen. Leider wurden sämtliche dieser Studien nicht von einem unabhängigen Institut/Labor, sondern von einem führenden Anbieter von Goji Beeren Produkten durchgeführt und finanziert.

Immunmodulatorische Eigenschaften

Die immunmodulatorische (immunbeeinflussende) Eigenschaft der Goji Beeren ist die am besten untersuchte Eigenschaft dieser Früchte. Eine Krebsimmuntherapie bestehend aus dem immunstimulierenden Interleukin-2 und lymphokinaktivierten Killerzellen (LAK) wurde entweder allein oder zusammen mit einem Goji Beeren Extrakt an Krebspatienten verabreicht. Dabei sprachen 40,9% der Patienten aus der Goji Gruppe auf die Krebstherapie an, während in der Placebogruppe nur 16,1% auf die Therapie mit einer Regression des Tumors reagierten.

Ältere Menschen, die gegen die Grippe geimpft wurden, entwickelten früher und mehr Antikörper gegen den Virus, wenn sie zusätzlich Goji Beeren dazu nahmen. Zudem führten die Einnahme von Wirkstoffe aus Goji Früchten zu einem Anstieg an Lymphozyten (Immunzellen) und des immunstimulierenden IL-2, sowohl in einer klinischen Studie, als auch bei Studien an Mäusen.

Der 30-tägige Verzehr von Goji Beeren Saft regte bei älteren Menschen die Bildung antioxidativer Enzyme (Superoxiddismutase und Glutathionperoxidase) und minderte die Konzentration des toxischen Mutagens, Malondialdehyd im Blut.

Unseriöse Werbeversprechen

Die heischerische Marketingpraxis eines der größten Goji Beeren Vertriebs steht unter starker Kritik. Auch klinische Studien aus China, die seitens der Firma FreeLife International® finanziert wurden, sind methodisch und wissenschaftlich stark fragwürdig. Sie wurden vielmehr als Instrument zur Vermarktung des eigenen Produkts genutzt. Das Buch über die Goji Beeren von Dr. Earl Mandell, welches häufig zwecks Marketingzwecken zitiert wird, ist wissenschaftlich infundiert und stellt unhaltbare und nicht belegbare Behauptungen zwecks der medizinische Wirkung von Goji Beeren auf. Die Goji Beere ist kein Medikament und nicht als Therapie für Erkrankungen gedacht. Trotz der dürftigen Qualität der vorliegenden Studien und unseriöser wissenschaftlicher Praxis, ist ein Trend erkennbar und der Verzehr dieser Beerenart wahrscheinlich nützlich, jedoch fehlen hierfür ausreichend klinische Studien.

Neben- und Wechselwirkungen

Goji Beeren sind ein ungefährliches Lebensmittel und rufen keine Nebenwirkungen hervor, sie dürfen lediglich nicht gegessen werden, wenn der Gerinnungshemmer Warfarin (Coumadin®) verwendet wird. Ungeschwefelte Goji Früchte sollten bevorzugt werden.

Goji Beeren Wirksamkeit beim Menschen: Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht für Goji Beeren bisher in keinem Fall eine gesundheitlich oder physiologisch relevante Wirksamkeit bei gesunden oder kranken Menschen als ausreichend wissenschaftlich belegt an.

Goji Beeren (Lycium barbarum, Lycium chinense , Gemeiner Bocksdorn, Fructus lycii, Chinesische Wolfsbeere, Gouqi) sind eine Beerenart, die durch wissenschaftliche Publikationen, Berichte in den Medien und ein starkes Marketing einen hohe Bekanntheitsgrad erlangt haben. Sämtliche Bestandteile der Goji Pflanze (Beeren, Blätter, Rinde, Wurzeln) wurden in der traditionellen chinesischen Medizin für die Behandlung diverser Leiden eingesetzt.

Inhaltsstoffe und Nährwerte

100 g Goji Beeren enthalten: 371 Kcal, 85,7 g Kohlenhydrate, 14,3 g Ballaststoffe, 14,3 g Eiweiß und 4,6 g Fett. Der Gehalt von 42 mg Vitamin C in 100 g Beeren ist vergleichbar mit dem einer Zitrone (1, 2).

Die meisten Studien wurden mit den Gattungen Lycium barbarum und teilweise mit Lycium chinense durchgeführt, deren Zusammensetzung ist jedoch relativ ähnlich. Goji Beeren sind reich an folgenden pharmakologisch wirksamen Inhaltstoffen:

  • Lycium barbarum Polysaccharide (LBP): Unter dem Sammelbegriff LBP sind bioaktive Polysaccharide (Mehrfachzucker), in Form von wasserlöslichen Mehrfachzuckerverbindungen und Glykoproteinen (Verbindungen aus Zuckern und Proteinen) gemeint. Die breite Palette an LBPs ist wahrscheinlich für den Großteil der pharmakologischen Wirkung (Immunsystem, Zellprotektion, Antikrebswirkung) zuständig und machen 5-8% der getrockneten Goji Früchte aus (3, 4). Aufgrund der Bedeutung der LBPs wurden kommerzielle Produkte, wie der GoChi® Saft (Goji Beeren Saft) auf einen bestimmten Gehalt an LBPs standardisiert (120 ml entsprechen dem Polysaccharidgehalt von 150 g getrockneten Beeren).

  • Zeaxanthin: Die rötlich-orange Färbung der Goji Frucht rührt vom hohen Gehalt an Carotinoiden, natürlichen Farbstoffen mit unter anderem antioxidativen Eigenschaften. Den höchsten Anteil daran hat das Carotinoid Zeaxanthin mit 1 mg/g Frucht. Der Verzehr von Goji Beeren führt zu einem schnellen Anstieg an Zeaxanthin im Blut (5). Zeaxanthin lagert sich insbesondere in der Makula ein, einem Teil der Netzhaut (6). Zeaxanthin soll klinischen Studien zufolge signifikant der Makuladegeneration entgegenwirken (7).

  • Taurin: Wirkt antioxidativ und zytoprotektiv (zellschützend) (8).

Andere Wirkstoffe kommen in einer geringeren Konzentration vor (9).
Darunter folgende:

  • Gamma-Aminobuttersäure (GABA): Hat eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem (10).

  • Quercetin: Ein Flavanoid, der wie Resveratrol mitunter auch im Wein vorkommt und Antikrebseigenschaften aufweist (11).

Nutzung in der traditionellen Medizin

Goji Beeren werden seit 4500 Jahren in China, Tibet, Korea, Thailand, Vietnam und Japan medizinisch genutzt und haben in den jeweiligen Sprachen eine eigene Bezeichnung (9). Der große chinesische Pharmakologe Li Shizhen bezeichnet in seinem “Compendium of Materia Medica“ L. barbarum als gesund für die Nieren und Leber, stärkend für die Augen und energiespendend (12). Shennongs Klassik der Materia Medica behauptet Goji könnte der Agilität und Langlebigkeit zuträglich sein (12).

Lycium Früchte werden mit Chrysanthemum Blüten in Präparationen wie dem „Kogikujiougan“ verabreicht um bei schwindender Sehkraft entgegenzuwirken. Eine veränderte Kräuterkombination mit Goji Beeren unter dem Namen „Kogikumyokengan“ wird bei müden Augen, Sehtrübung, Wasseransammlungen und Schwierigkeiten beim Wasserlassen gegeben (9).

Zytoprotektive (zellschützende) Eigenschaften

Kohlenhydrat-Protein Verbindungen aus der Goji Beeren aktivieren Signalwege in den Zellen, die zu einer Stärkung der Abwehrmechanismen und des Zellschutzes führen. Studien an Zellkulturen und Mäusen zeigen eine neuroprotektive Wirkung, die jedoch nicht in humanen, klinischen Studien belegt wurde. Das Carotinoid Zeaxanthin aus der Goji Beere lagert sich im Auge, genauer in der Netzhaut, an. Dort bietet es zusammen mit Lutein einen natürlichen Schutz für die Sehkraft. Das Protein AMPK, ein Hauptschalter des Stoffwechsels, wird durch Goji Beeren aktiviert. Das resultiert in erhöhter Zellprotektion und verhinderte im Tiermodell die Entwicklung einer Fettleber.

Neuroprotektion

Das neurotoxische ß-Amyloidprotein entsteht aufgrund einer fehlerhaften Verarbeitung des Amyloid-Vorläuferproteins (normalerweise am Nervenwachstum beteiligt) und trägt zur Entwicklung von Alzheimer bei. Ein spezifisches Polysaccharid (LBP-III) aus der Goji Beere wirkt zytoprotektiv und bremst die durch das ß-Amyloid induzierte Neurodegeneration (13). Dieser Wirkstoff hemmt wahrscheinlich molekulare Signalmechanismen innerhalb der Zellen, deren Aktivität zum Zellsterben (Apoptose) und Entzündungsreaktionen führen. Darunter die c-Jun N-terminale Kinase (JNK) und die Protein Kinase R (PKR) (1314).  Andere Wirkstoffe aus dem Extrakt des Fructus Lycii stimulieren eher überlebensfördernde Zellsignalwege in den Neuronen, so auch das Protein Akt (15).

Polysaccharide aus der Goji Frucht lindern, die durch den Neurobotenstoff Glutamat und Homocystein ausgelöste Exzitotoxizität, welche zum Absterben von Neuronen führt (1516). Der Grad der neuroprotektiven Wirkung war in Zellkulturexperimenten (in vitro) vergleichbar mit dem Medikament Memantin (15). Ergebnisse aus Zellstudien sind jedoch keineswegs ein Garant für eine Wirkung in lebenden Tieren oder Menschen.

Studien mit Mäusen, welche einer Manganesevergiftung ausgesetzt wurden, zeigen eine neuroprotektive Wirkung der Goji Wirkstoffe auch im lebenden Organismus. Die behandelten Mäuse weisen eine bessere Lernfähigkeit und erhöhte Neurogenese im Hippocampus (ist ein wichtiger Bestandteil der Gedächtnisfunktion) auf (17).

Stress in der Schwangerschaft (pränatale Stressbelastung, Bluthochdruck in der Schwangerschaft, etc.), kann gesundheitliche Folgen für das Kind haben. Eine Studie mit Ratten deutet darauf hin, dass eine Zubereitung aus Goji und Milch, welche an gestresste Mütter während der Schwangerschaft verabreicht wurde, den schädlichen Auswirkungen von Stress auf die kognitive Leistung der Nachkommen entgegenwirkte. Der Milchauszug aus der Goji Beere minderte die Entstehung von freien Radikalen und die Lipidperoxidation (Schäden an den Zellmembranen), sowie die stressbedingte Dysfunktion der Mitochondrien (Zellkraftwerke) im Gehirngewebe der jungen Tiere. Das wiederum resultierte in einer besseren Gehirnleistung im Vergleich mit den Nachkommen unbehandelter Mütter (18). Auch hier gilt: Ergebnisse aus Studien an Tieren sind nur ein Indikator, jedoch kein Beweis für eine Wirkung im Menschen.

Makuladegeneration und Netzhauterkrankungen

Wie zuvor erwähnt sind die Goji Früchte reich an Zeaxanthin. Dieses antioxidative Carotinoid kommt natürlich konzentriert in der Makula (Gelber Fleck, der schärfste Sehpunkt der Netzhaut) vor (19). Zusammen mit dem Lutein gibt das Zeaxanthin dem Gelben Fleck seine typische Färbung. Zeaxanthin-Dipalmitat aus der L. barbarum Beere wird vom Menschen gut absorbiert verglichen mit dem einfachen, unveresterten Zeaxanthin-Molekül (19).

Wird Zeaxanthin zusammen mit Lutein verabreicht, steigt die Konzentration beider Wirkstoffe im Blut an und beide lagern sich in der Netzhaut ein, jedoch nicht bei allen Menschen (6). Bereits knapp 14 g einer milchbasierten Goji Beeren Zubereitung täglich stabilisierten in einer klinischen, doppelblinden, placebokontrollierten Studie die Veränderungen an der Makula bei älteren Menschen. Die antioxidative Kapazität im Blutplasma wurde um 57% gesteigert. Die Studie lief über 90 Tage (20).

Eine Meta-Analyse von klinischen Studien an über 1176 Teilnehmern mit altersbedingter Makuladegeneration, denen Zeaxanthin und Lutein verabreicht wurde kommt zu einem positiven, statistisch signifikantem Ergebnis. Die Einnahme beider Carotinoide ist eine nebenwirkungsarme Option die Sehkraft bei Betroffenen zu verbessern und eine Degeneration zu bremsen. Die Wirkung ist dosisabhängig (7).

In einem Tiermodell des erhöhten Augeninnendrucks (okuläre Hypertension), der mit der Zeit zu einem Schaden der Netzhaut und Glaukombildung führt, äußerten Lycium barbarum Polysaccharide eine protektive Wirkung indem sie sowohl Schäden an den Nervenzellen des Auges, als auch an den umgebenden Blutgefäßen minderten (21).

Die diabetische Retinopathie ist eine Augenerkrankung, die durch den erhöhten Blutzucker und Bluthochdruck bei Diabetikern vorkommt. Die Aminosäure Taurin, welche in Goji Beeren enthalten ist, wirkt entzündungshemmend und dadurch protektiv gegen die Entwicklung der Retinopathie in Zellkulturtests und Tiermodellen (22-24). Auch hier fehlen klinische Daten.

Hepatoprotektion

Studien an Tieren zeigen einen Einfluss von Polysacchariden (LBP) aus den Goji Beeren auf die Leberfunktion. Diese Wirkstoffe schwächen die lebertoxische Wirkung des Alkohols ab indem sie die Entzündungsreaktion und den oxidativen Stress unterdrücken und damit auch das Absterben von Leberzellen abschwächen (25).

Auszüge aus der Goji Beere mindern auch die durch eine sehr kalorienreiche und fettige Ernährung hervorgerufene, nicht-alkoholische Steatohepatitis (Fettleber-Hepatitis) bei Ratten (26). Die Goji Polysaccharide regten den Fettstoffwechsel an, verringerten die Fettablagerung und die Entzündungsreaktion und den Zelltod von Leberzellen. Die Dysregulation des Glucosestoffwechsels und Insulinresistenz, welche durch die fettige Ernährung hervorgerufen wurden, wurden teilweise rückgängig gemacht. Bemerkenswert ist die von den Forschern eingesetzte, geringe LBP orale Dosis von 1 mg/kg. Diese entspricht umgerechnet einer Menge von 0,25 g getrockneten Wolfsbeeren bei einer 60 kg schweren Person (27). In einer anderen Studie mit Ratten wurde die 100-fache Dosis eingesetzt um die Leber zu schützen, was einer Menge von 25 g Beeren entsprechen würde (28). Normalerweise sind Wirkstoffe aus der Natur häufig einer starken Verstoffwechslung im menschlichen Körper unterworfen, was in einer zu geringen Wirkstoffkonzentration im Blutplasma und einer mangelnden Wirkung resultiert. Das scheint auf die Goji Beere nicht zuzutreffen, müsste aber in doppelblinden, placebokontrollierten, klinischen Studien bestätigt werden.

Die Substanzen der Goji Beere aktivieren einen der Hauptregulatoren des Stoffwechsels, das Protein AMPK (Adenosinmonophosphat-aktivierte Proteinkinase), das wiederum die Fettspeicherung in der Leber hemmt und das Zellüberleben fördert (28). Diese Wirkstoffe regulieren in Ratten auch das UCP-1 Protein im Braunen Fettgewebe hoch (28). UCP-1 ist maßgeblich an der Thermogenese beteiligt, einer Wärmeentwicklung bei der Kalorien verbrannt werden.

Blutzucker

Polysaccharide aus Goji Beeren bewirkten in diabetischen Ratten eine Reihe von Symptomlinderungen (29):

  • Senkung des Cholesterinspiegels und der Triglyceride
  • Reduktion des Insulinspiegels und des postprandialen Blutzuckers (Blutzucker nach einer Mahlzeit)
  • Anhebung des Glucosetransporters 4 (GLUT4) im Muskelgewebe was in einer verbesserten Zuckeraufnahme und Insulinsensitivität resultierte

Die gleiche Wirkung wurde in einer weiteren Studie an diabetischen Mäusen bestätigt, denen eine Dosis von 40 mg/kg Körpergewicht L. barbarum Polysaccharide oral verabreicht wurde (30). Um Ihnen eine praktischen Bezug zu geben: Diese Dosis entspricht ungefähr 3 mg/kg beim Menschen und damit nicht mal 1 g Goji Beeren täglich bei einer durchschnittlich schweren Person.

Blutdruck und Lipide

Kaninchen mit einer Dyslipidämie erfuhren nach einer 10-tägigen Behandlung mit Extrakten aus der Goji Beere eine Besserung der Gesamtcholesterin- und Triglyceridwerte, das gute HDL-Cholesterin stieg an (31). Die dabei eingesetzte Dosis ist vergleichbar mit dem Konsum von 1 g Goji Beeren täglich beim Menschen.

Zwei Wirkstoffe aus den Beeren der Lycium chinense Pflanze inhibieren das ACE-Enzym (Angiotensin-konvertierendes Enzym), welches Angiotensin-1 zu Angiotensin-2 konvertiert und dadurch den Blutdruck anhebt (2). Lycium barbarum Polysaccharide erhöhen vermutlich die Menge des gefäßerweiternden NO (Stickstoffmonoxid), was zu einer Entspannung der Blutgefäße und Blutdrucksenkung führt (32). Eine klinische Studie konnte jedoch bei gesunden, älteren Menschen keine Veränderung des Blutdrucks feststellen (33).

Goji Beeren und Abnehmen

Die Einnahme von 120 ml des kommerziell erhältlichen Goji Beeren Safts GoChi® regte den Stoffwechsel nach einer Mahlzeit um zusätzliche 10% bei übergewichtigen Menschen an. Nach 14 Tagen Einnahme erzielten die Anwender eine Reduktion des Bauchumfangs um -5,5 cm, jedoch keine messbare Gewichtsabnahme. Diese Ergebnisse wurden in einer kleinen, doppelblinden, placebokontrollierten Studie ermittelt (34). Eine weitere Studie konnte auch einen erhöhten Ruhestoffwechsel nach der Einnahme des Goji Beeren Safts feststellen (35). Andere klinische Studien konnten keinen Einfluss auf das Körpergewicht oder Körperfett feststellen (36).

Beachten Sie: Leider wurden alle genannten GoChi® Studien von Wissenschaftlern durchgeführt, die mit dem Unternehmen FreeLife International® assoziiert sind. Einige der von ihnen publizierten Studien waren das Ziel von heftiger Kritik (siehe Kritik an Seriosität der Studien und Vermarktung).

Immunsystem

L. Barbarum Wirkstoffe beeinflussen das Immunsystem und erhöhten in einer klinischen Studie die Anzahl an weißen Blutkörperchen (Immunzellen) und die Menge des Interleukin-2, das immunstimulierend wirkt.

Goji Beeren haben immunmodulatorische Eigenschaften. Polysaccharid-Protein Komplexe (LBP) aus der L. barbarum Beere bewirken eine Heranreifung von Dendritischen Immunzellen, welche eine bedeutende Rolle in der Antigenpräsentation (Präsentation von Erregerproteinen an der Oberfläche der Dendritischen Zellen) und damit in auch in der Einleitung der primären Immunantwort spielen (37). Die mit LBP behandelten Dendritischen Zellen verstärkten in vitro und in vivo die Aktivität von T-Helferzellen.

Im Tiermodell verbesserte die zusätzliche Fütterung mit Goji Beeren die Wirkung einer Grippeimpfung. Sowohl die Antikörperbildung gegen den Virus, als auch die Resistenz gegen auftretende Symptome der Grippe wurden stimuliert (38).

Eine klinische Studie mit einem Goji Beeren Milchprodukt (13,7 g/Tag) führte nach einer Influenzaimpfung bei älteren Menschen zu einer früheren Bildung von Antikörpern und zu mehr Immunglobulin G (IgG) (33). IgG ist der am reichhaltigsten vorkommende Antikörper gegen Bakterien und Viren.

Die Auswirkung von Goji Beeren Saft auf das Immunsystem wurde in einer 30-tägigen, randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie an 60 älteren Menschen untersucht. Die tägliche Einnahme von 120 ml GoChi® Saft erhöhte die Anzahl von Lymphozyten und die Konzentration des Interleukin-2 (IL-2) im Blut (39). IL-2 ist ein Wachstumsfaktor, der die Bildung von Immunzellen anregt, es wird im Rahmen von Therapien bei Melanoma und Nierenkrebs eingesetzt um das Immunsystem zu stärken (40).

Im Alter weisen T-Immunzellen eine Resistenz auf gegen den programmierten Zelltod. Dieser ist jedoch wichtig um eine Ansammlung von T-Zellen im Körper zu verhindern. Wirkstoffe aus der Goji Beere können diese Resistenz teilweise wieder aufheben laut einer Studie an Mäusen (41).

Goji Beeren und die Krebs Forschung

Goji Beeren verstärkten in einer klinischen Studie eine bei Krebspatienten eingesetzte Immuntherapie. In Tierversuchen bremsten Wirkstoffe aus Goji Beeren das Tumorwachstum und die Immunantwort gegen den Krebs. Die toxische Wirkung einer Strahlen- und Chemotherapie auf das Blutsystem von Mäusen wurde dagegen eingedämmt.

Die immunstimulierenden Eigenschaften der Goji Beeren wurden in einer klinischen Studie in Kombination mit einer Krebsimmuntherapie an Patienten mit diversen Krebsleiden untersucht. Die Therapie bestand aus lymphokinaktivierten Killerzellen (LAK-Zellen) und IL-2. Ein Anteil von 40,9% der Patienten denen zusätzlich Polysaccharide aus der Goji Beere verabreicht wurden, reagierte auf die Therapie mit einer Regression des Tumors, während nur 16,1% der Patienten auf die Therapie allein ohne die Goji Beeren, ansprachen. Die Patienten nahmen die isolierten Polysaccharide in einer Dosis von 1,7 mg/kg Körpergewicht täglich für 4 Wochen lang ein, dann erst wurde die Therapie mit LAK/IL-2 eingeleitet (42). Getrocknete Goji Beeren enthalten einen Polysaccharid Anteil von 5-8%, so dass bereits wenige Gramm der eingesetzten Dosis entsprechen.

Mäuse mit einem gestreuten Sarkoma Tumor wurden mit dem LBP3p Wirkstoff aus der Goji Beere behandelt. Der Wirkstoff hob die Konzentration des immunstimulierenden IL-2 und die Aktivität der Killer T-Zellen an. Das Wachstum des Tumors wurde gebremst (43).

Reduktion von Nebenwirkungen einer Krebstherapie

L. Barbarum Wirkstoffe potenzierten die Wirkung einer Strahlentherapie bei Mäusen mit transplantiertem, humanem Lungenkrebs (44). In einer anderen Studie mit Mäusen minderten Goji Beeren gleichzeitig die Nebenwirkungen einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie auf das Immunsystem und Blutbild, indem es die Regeneration des Blutsystems anregte (45).

Ähnliche Ergebnisse erzielte eine Vorbehandlung von Mäusen mit dem Extrakt aus Goji Beeren vor einer Behandlung mit dem Chemotherapeutikum Doxorubicin. Die behandelten Mäuse erfuhren eine geringere Chemo-Toxizität und Sterblichkeitsrate, ohne dabei die Wirkung des Doxorubicin abzuschwächen (46).

Auch hier gilt: Studien an Mäusen sind kein Ersatz für doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studien mit Menschen.

Goji Beeren als Antioxidant

Im Alter nimmt die Antioxidative Kapazität ab, was zu vermehrtem Zellschaden durch freie Radikale führt (47). In einer doppelblinden, placebokontrollierten, klinischen Studie wurden 120 ml Saft aus Goji Beeren täglich an ältere Menschen (55-72 Jahre) verabreicht. Die antioxidativen Enzyme Superoxiddismutase (SOD) und Glutathionperoxidase (GSH-Px) wurden nach 30 Tagen um 8,4% und 9,9% angehoben. Die Konzentration der toxischen, oxidative Substanz Malondialdehyd, welche mitunter auch DNA-schädigend und mutagen wirkt, wurde dagegen um 8,7% gesenkt (48).

Der Saft aus Goji Beeren verbesserte bei Mäusen die Photoprotektion der Haut gegen UV-Strahlen. Mitunter durch die erhöhte Aktivität der körpereigenen, entgiftenden Enzyme Hämoxygenase (HMOX) und Metallothionein (MT) (49) .

Reproduktionsystem und Hormonwerte

L. barbarum Polysaccharide erhöhten bei Ratten die Testosteronwerte, sexuelle Aktivität und Spermienqualität (50). Die gleichen Wirkstoffe förderten die Erholung der Testosteronwerte, der Spermienqualität und minderten den DNA-Schaden in Hodenzellen bei Ratten, die Strahlenschäden erlitten hatten (51).

Humane Studien gibt es dazu nicht, lediglich anekdotische Berichte über den traditionellen Gebrauch von L. barbarum bei Unfruchtbarkeit und als Aphrodisiakum.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Goji Beeren wurden seit 2000 Jahren als Nahrung und Heilmittel ohne erkennbare Toxizität genutzt. Weder Studien, noch Bücher über die traditionelle Medizin erwähnen Nebenwirkungen durch L. barbarum Nutzung. Fünf klinische Studien mit insgesamt 201 Teilnehmern, denen 120 ml Goji Beeren Saft verabreicht wurde (Äquivalent zu 150 g Goji Beeren) zeigen keine Nebenwirkungen oder negative Auswirkungen, weder auf den Blutdruck, Puls, Stuhlgang, Blut- oder Urinwerte (9).

Goji Beeren haben wechselwirken mit dem Blutgerinnungshemmer Warfarin (Coumadin®) indem sie den Warfarinabbau hemmen und die Gerinnungszeit verlängern (52). Daher sollten Sie keine Goji Beeren essen, wenn sie Warfarin nutzen.

Ungeschwefelte Goji Beeren

China ist das Hauptexportland für getrocknete Goji Beeren. Schwefeldioxid wird dort häufig als Konservierungsmittel verwendet. Schwefeldioxid verursacht den Abbau der Vitamine B1 und B12 (53). Es ist sowohl in den USA, als auch in der EU ein zugelassener Konservierungsstoff, dennoch sollten insbesondere Asthmatiker Abstand von Sulfiten nehmen (54).

Achten Sie darauf Goji Beeren von vertraulichen Händlern zu erwerben.

Kritik an Seriosität der Studien und Vermarktung

Der kommerzielle Erfolg der Goji Beeren in den westlichen Ländern wurde hauptsächlich durch ein Buch (Goji das gesunde Geheimnis der Himalaya) von Dr. Earl Mendell gepusht (55). Dr. Mendell ist ein kontroverser Pharmazeut und Ernährungswissenschaftler. Er ist Autor von weiteren Werken über Nahrungsergänzungsmittel. Er bescheinigte den Goji Beeren eine Fülle an Wirkungsweisen inklusive Schutz vor Krebs, vor kardiovaskulären Erkrankungen und zur Behandlung von Diabetes und Fettleibigkeit. Diese Empfehlungen basieren jedoch hauptsächlich auf Studien aus China und Tierexperimenten, sowie Zellkulturen. Diese mögen zwar einen Trend andeuten, für die eindeutige Belegung einer Wirkung beim Menschen sind jedoch klinische Studien notwendig, alles andere ist wissenschaftlich unseriös. Dr. Mendell schreibt den Goji Beeren zudem eine quasiwundersame Anti-Aging Wirkung zu und bezeichnet sie als die „Himalayische Langlebigkeitsfrucht“. Auch für diese heischerischen Marketingbehauptungen existieren keine seriösen Grundlagen in der humanen Forschung (2).

Mendell ist zudem mit der Firma FreeLife International® assoziiert, einem der größten Goji Beeren Vertreiber. FreeLife International® hat mehrere Studien zu ihrem Goji Saft GoChi® finanziert. Eine solche klinische Studie von Amagase et al. (Mitarbeiter von FreeLife) ist exemplarisch für schlechte Forschungsmethoden und Aufstellung von Behauptungen ohne eine fundierten wissenschaftlichen Rückhalt (36).

So kommt die Studie zum Ergebnis, der Konsum von GoChi® Saft würde folgende Parameter beeinflussen:

  • erhöhte körperliche Energie und athletische Leistungsfähigkeit
  • bessere Schlafqualität und Fähigkeit sich zu fokussieren
  • mentale Schärfe, generell besseres Körper- und Gesundheits- und Glücksempfinden
  • weniger Müdigkeit und Stress

Diese Aspekte wurden nicht mit standardisierten Tests untersucht (psychologische Tests, Blutwerte), sondern durch eine einfache Befragung der Teilnehmer festgestellt. Die subjektive Meinung der Studienteilnehmer ist jedoch kein Ersatz für ernsthafte Forschungsarbeit und kann auf keinen Fall als Grundlage für gesundheitliche Empfehlungen dienen. Die Forschungsergebnisse sind somit stark fragwürdig und sollten kritisch wahrgenommen werden.

Zudem gibt es keinen Unterschied in der Wortwahl der entsprechenden Studie und den Behauptungen zwecks Marketing auf der Seite des Unternehmens. Dies lässt darauf schließen, dass die Aussagen in der Studie speziell für die Vermarktung des Goji Produkts konzipiert wurden.

Sind Goji Beeren nun vollkommen nutzlos?

Nein, die Forschung zu den Goji Beeren zeigt dennoch einen positiven Trend in Bezug auf eine gesundheitsförderliche Wirkung. Diese Wirkung ist jedoch schlichtweg nicht ausreichend in humanen Studien belegt. Goji Beeren sind kein Medikament und auch kein Ersatz für Medikamente, sondern ein Nahrungsmittel, das eventuell der Gesundheit zuträglich ist. Die übertriebenen Marketingversprechen sollten nicht ernst genommen werden. Aufgrund der Ungefährlichkeit der Goji Beeren spricht jedoch nichts gegen den Konsum dieser süßen Frucht.

Anwendung und Dosierung

Goji Beeren sind ein Lebensmittel, dementsprechend bestehen keine klaren Dosierungsempfehlungen. Sie können sie pur oder in einem Müsli täglich essen. In der traditionellen Medizin wurden getrocknete Goji Beeren in einem Bereich von 6-18 g täglich eingesetzt (9).

Als Nahrungsergänzungsmittel für die Augen liefern 15 g Goji Beeren eine ausreichende Dosis von 3 mg Zeaxanthin, einem Carotinoid das sich in der Netzhaut ansammelt und protektive Eigenschaften aufweist (5).

Der kommerziell erhältliche Saft GoChi® enthält in 120 ml eine Menge von 150 g Goji Beeren und wird 4-mal täglich getrunken.

Quellenangaben

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3 Erfahrungsberichte | Ø 4.7 von 5 Sterne

Hilfreichster Erfahrungsbericht

Von Andreas am 12.04.2017 um 13:02 Uhr
Ich habe mir die Goji Beeren gekauft, weil ich viel unter Stress stehe durch meine Arbeit. Gelesen habe ich, dass die Beeren antioxidativ, blutzuckersenkend und stärkend wirken. Ich bin gelassener geworden und trinke auch jeden Abend meinen Tee mit Goji Beeren, wenn ich sie morgens nicht zum Frühstück nehme.
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Von Diana am 03.04.2017 um 09:44 Uhr
Seitdem ich mit meiner Diät angefangen habe, probierte ich verschieden Produkte aus um auch mein gewünschtes Gewicht zu bekommen. Kombiniert mit Sport und gesunder Ernährung habe ich mich für die Goji Beeren entschieden. Bei einer Diät finde ich schon wichtig, dass auch das Immunsystem stark bleibt, denn nach einem Ernährungswechsel ist es schon oft der Fall, dass man sehr schnell krank und leistungsschwach wird. Die Beeren esse ich entweder zum Frühstück gemischt mit den Chia Samen oder ich nehme sie als Snack zwischen den Hauptmahlzeiten. Ich fühle mich gar nicht erschöpft von meiner Diät, bin jetzt schon den dritten Monat dabei und auch meinem Immunssystem ist nichts Schlechtes anzumerken, über den Winter wurde ich nicht krank. Ich habe auch gelesen, dass Goji Beeren gegen Müdigkeit und Schwindel helfen sollen. Ich habe gute Erfahrungen mit den Goji Beeren, mir schmeckt es und es macht mir auch Spaß gesund abzunehmen, 4 kg sind weg :).
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Von Elvira am 16.03.2017 um 22:15 Uhr
Die Beeren nehme ich jetzt seit fast einem Jahr. Letztes Jahr stand ich wirklich unter enormen Stress, beruflich und privat, laut meinem Arzt war ich vor einem Burnout, habe mich auch wirklich so schlecht gefühlt. Meine komplette Ernährung habe ich umgestellt, weil ich auch viel Fast Food gegessen habe und nie mir die Zeit für was Gesundes genommen habe. Dadurch das ich wirklich was ändern wollte habe ich auch viel im Internet recherchiert und auch bei meinem Sportkurs mich mit anderen über verschiedene gesunde Themen ausgewechselt. Goji Beeren sind für mich eine wohlschmeckende Frucht die ich sehr gerne willkommen heiße, als eine Nahrungsergänzung, da ich denke das unsere Ernährung allgemein immer mehr nährstoffärmer wird. Getränke aus den Beeren haben zum Beispiel gegenüber herkömmlichen künstlichen Vitaminpräparaten den Vorteil, dass Vitalstoffe vom Körper durch die komplexe und natürliche Zusammensetzung besser aufgenommen werden können. Viele meiner Freundinnen haben sich oft gefragt ob es bei Anti-Aging hilft, gelesen habe ich das die Goji-Beere auf natürliche Art bei diesem Prozess helfen kann, weil die Frucht ungewöhnlich viele Antioxidantien enthält. Dies Antioxidantien wiederum schützen unseren Organismus von innen und außen vor schädlichen freien Radikalen, die sonst unsere Zellen angreifen würden. Antioxidantien spielen aber auch eine Rolle bei der Prävention von Krankheiten. Typische Krankheiten, die durch freie Radikale entstehen können. Werden unserem Körper jedoch genügend Antioxidantien zugeführt, können diese Schäden vermieden werden. Eine gesunde Ernährung, viel Obst und Gemüse reichen jedoch oft nicht aus, daher habe ich mich für den Zusatz von Goji Beeren entschieden und mir geht es viel besser im Vergleich zum letzten Jahr.
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