Ginkgo biloba

Der Extrakt aus den Ginkgo Biloba Blättern wird aufgrund seiner Wirkung in der klinischen Forschung im Bereich der Demenz, bei Schlaganfällen und anderen neurologischen Erkrankungen wie Schizophrenie, Tinnitus und ADHD untersucht. Der Extrakt wird in Deutschland lange als begleitende Ergänzung zur Demenztherapie eingesetzt.

Zusammenfassung

Der Extrakt aus Ginkgo Biloba wird seit mehreren Jahrzehnten in verschiedenen Aspekten der neurologischen Forschung untersucht. Der ergänzende Einsatz bei einer Demenzbehandlung ist der häufigste Grund für die Einnahme von Ginkgo Biloba. Ein qualitativer Extrakt, der jenen aus den medizinischen Studien gleicht, muss nach der Europäischen Pharmacopoeia formuliert sein und reich an den Wirkstoffen Ginkgolid A, B, C, J, sowie an Bilobalid und an Flavonoiden (Quercetin, Isorhamnetin) sein.

Wirkungsweise der Ginkgo Biloba Wirkstoffe

Die Substanzen aus Ginkgo Biloba entfalten ihre Wirkung zum einen Teil durch die Hemmung des PAF-Botenstoffs durch die Ginkgolide A und B, sowie durch die Hemmung des PAF-Rezeptors durch das Bilobalid. Der Botenstoff PAF (Plättchenaktivierender Faktor) ist entzündungsfördernd und an der Immunreaktion beteiligt. Eine übermäßige PAF-Aktivität führt jedoch zum Absterben von Neuronen, so bei Schlaganfällen durch die übertriebene Freisetzung des erregenden neuralen Botenstoffs Glutamat, der dann wiederum neurotoxisch wirkt. Dieser Reaktion wirken Substanzen aus dem Ginkgo Biloba Blatt entgegen.

Bilobalid und Quercetin wirken durchblutungsfördernd (vasodilatorisch), denn sie setzen den blutgefäßerweiterenden Botenstoffs Stickstoffmonoxid (NO) frei. Das Flavonoid Isorhamnetin regt das körpereigene Enzym Hämoxygenase 1 (HO1) an, welches die Durchblutung  anregt und bei einem Schlaganfall im Tiermodel neuroprotektiv wirkt, da hier die Blutversorgung zeitweise ausbleibt.

Ginkgo Biloba scheint die Funktion der Mitochondrien (Zellkraftwerke) zu verbessern, einerseits indem es freie Radikale abfängt, die Produktion des energiereichen ATPs anregt und die Funktionalität von Mitochondrien teilweise wiederherstellt, die durch die typischen Alzheimerproteine (APP und Aß) gestört wird, was sonst zum Anschwellen und Versagen der Mitochondrien führen kann.

Ferner liegt Forschung aus Zellkulturen und Tiermodellen vor, die eine Anregung der Neurogenese (Bildung von Neuronen) und Neuritogenese (Vernetzung der Gehirnzellen) durch die Wirkstoffe aus Ginkgo Biloba vorschlägt, insbesondere durch das Isorhamnetin.

Einsatz bei Demenz

Eine Meta-Analyse bei der 7 klinische Studien mit 2625 demenzkranken Teilnehmern ausgewertet wurden, kam zum Schluss, dass wenn eine ausreichende Dosis (240 mg) des Extrakts eingenommen wurde, sich die Gehirnleistung im Bereich der Aufmerksamkeit und der Gedächtnisleistung verbesserte. Die Wirksamkeit zeigte sich aber hauptsächlich bei Patienten, die zuvor neuropsychiatrische Symptome (Depressionen, Schlafstörungen, Unruhe und Angst) aufwiesen. Die Teilnehmer hatten entweder Alzheimer oder eine vaskulär (Durchblutung) verbundene Demenz oder eine Mischform aus den beiden.

Im Gegensatz zur Behandlung der Demenz, scheint Ginkgo Biloba keine vorbeugende Wirksamkeit aufzuweisen. In einer Auswertung von klinischen Studien mit 5889 Teilnehmern, die täglich 240 mg des EGb 761® Extrakts über Jahre einnahmen, konnte keine Reduktion des Demenzrisikos festgestellt werden.

Ginkgo Biloba zur Steigerung der Gehirnleistung bei gesunden Menschen

Aufgrund der hohen Anforderungen an die Denkleistung im Beruf und Schulen, wächst das Interesse an Smart Drugs, also Wirkstoffen, welche die Gehirnleistung signifikant steigern ohne dass eine Erkrankung vorliegt.

Gingko Biloba gehört jedoch nicht zu diesen Wirkstoffen. Über 15 klinische Studien mit gesunden Menschen unter 60 Jahren konnten keine Verbesserung bei leistungstechnischen, kognitiven Tests erkennen. Bei älteren, gesunden Menschen sind die Erkenntnisse widersprüchlich. In einem klinischen Versuch führte die Einnahme des Ginkgo Biloba Extrakts zur Steigerung des selektiven Erinnerungsvermögen, darunter von akustisch-verbalem Material und visuellen Informationen. Zwei weitere Untersuchungen, eine davon über 4 Monate erkannte keine vorteilhafte Veränderung.

Ginkgo ist also kein „Smart Drug“, höchstens bei älteren Menschen könnte es hilfreich sein, wenn auch nicht ausreichend belegt.

Forschung bei Schlaganfällen

Da Ginkgo Biloba die Durchblutung anregt, neuroprotektive Eigenschaften besitzt und eventuell auch die Neuroregeneration fördert, weckte es das Interesse der Forschung für den Einsatz bei Schlaganfällen.

Leider ist ein Großteil der klinischen Studien von schlechter Qualität, 9 solcher Studien sahen eine Besserung der neurologischen Symptome, wenn ein Ginkgo Biloba Extrakt nach dem Schlaganfall regelmäßig eingenommen wurde. Eine ältere qualitative Studie sah jedoch keinen Vorteil, während in einer aktuellen, qualitativen Untersuchung mit über 100 Patienten dreimal so viele Patienten einen erwünschten Genesungsgrad erreichten, wenn sie Ginkgo verwendeten, als jene die nur das Placebo nutzten.

Ginkgo als Ergänzung der Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-Therapie

Im Vergleich zu Medikamenten (Methylphenidat) führte Ginkgo Biloba nicht zur gleichen Besserung des ADHS. In einem Versuch verbesserte es jedoch die Symptome, wenn es zusammen mit dem Methylphenidat verabreicht wurde, über das Maß hinaus als wenn nur das Medikament allein genutzt wurde.

Angst und Unruhe

Der Wirkstoff Ginkgolid A zeigte in Tiermodellen eine angstlösende Wirkung, die unabhängig vom GABA-Rezeptor (Wirkungsmechanismus von Diazepam) ist. Leider gibt es nur eine doppelblind, placebokontrollierte klinische Studie, in der eine Dosis von 240-480 mg des EGb 761® Extrakts das Ausmaß der Unruhe und des Angstempfindens dosisabhängig reduzierte.

Verwendung von Ginkgo Biloba begleitend zur Schizophrenietherapie

Es liegt eine Auswertung von 8 chinesischen klinischen Studien vor, bei der zu einer medikamentösen Behandlung das Extrakt EGb 761® in einem Dosisbereich von 240 mg bis 360 mg täglich von Schizophrenie Patienten eingenommen wurde. Die Autoren der Meta-Analyse kommen zum Ergebnis, dass Ginkgo Biloba die negativen, schizophrenen Symptome (Antriebslosigkeit, psychomotorischer Mangel) reduziert hätte.

Eine andere Meta-Analyse von 3 Studien aus westlichen Ländern konnte keinen Einfluss von Ginkgo Biloba auf die negativen, dafür aber auf die positiven, schizophrenen Symptome (Halluzinationen, bizarres Verhalten) durch die ergänzende Behandlung zu einer Medikamententherapie erkennen. Letztendlich ist Ginkgo kein Ersatz für eine Therapie, ist aber aufgrund des geringen Nebenwirkungspotentials eine mögliche Ergänzung.

Tinnitus

Auch wenn Ginkgo Biloba häufig als Tinnitus lindernd diskutiert wird, zeigen medizinischen Studien, dass es keinen Beweis für eine Wirksamkeit bei Menschen mit einem primären Tinnitus gibt, lediglich jene die an begleitendem, leichten Tinnitus leiden, könnten eventuell davon profitieren.

Auswirkungen von Ginkgo Biloba auf den Grünen Star

Eine aktuelle Untersuchung konnte zeigen, dass ein Ginkgo Extrakt das Fortschreiten des Schadens am visuellen Feld (Sichtfeld) bei Patienten mit einem Normaldruckglaukom verlangsamte, insbesondere im zentralen Sichtfeld.

Ginkgo Biloba Wirksamkeit beim Menschen: Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht für Ginkgo Biloba bisher in keinem Fall eine gesundheitlich oder physiologisch relevante Wirksamkeit bei gesunden oder kranken Menschen als ausreichend durch klinische Forschung belegt an.

Anwendung

Dosierung/Einnahme 240 mg täglich, aufgeteilt auf 2 Gaben
Kombinieren mit L-Carnitin, Acetyl-L-Carnitin, Ginseng, Gelee Royal
Nicht einnehmen mit Antiepileptischen Wirkstoffen wie Valproat und Dilantin oder dem Antidepressiva Fluoxetin.
Nebenwirkungen Selten Bauchschmerzen
Vorsicht -
Produktwahl Verwenden Sie nur Ginkgo Biloba Extrakte, welche nach dem Standard der europäischen Pharmacopoeia produziert wurden.

Ginkgo Biloba erlangte eine große Bekanntheit in der begleitenden Therapie von Demenzerkrankungen.

Ginkgo Biloba Wirkstoffe und Wirkung

Zahlreiche pharmakologische Untersuchungen führten zum Schluss, dass die Terpenlactone, nämlich die Ginkgolide A (GKA), B (GKB), C (GKC), J (GKJ)  und Bilobalid (Bb) hauptsächlich an der pharmazeutischen Wirkung der Ginkgo Pflanze beteiligt sind. Zudem enthalten Ginkgo Biloba Blätter auch die Flavonoide Quercetin, Kaempferol und Isorhamnetin (1).

In einem von der Europäischen Pharmacopoeia vorgegebenen Monographen sollte ein Ginkgo Biloba Extrakt mit einem Gemisch aus 60% Aceton und 40% Wasser extrahiert werden, wobei ein Verhältnis von Droge zum Extrakt von 35:1 entsteht, sprich aus 35 g Ausgangsmaterial wird 1 g Extrakt gewonnen. Dieser Extrakt enthält dann Anteile von 5-7% Terpenlactonen und 22-27% Flavonoiden und weniger als 5 ppm (0.0005%) der gefährlichen Ginkgolsäuren. In Deutschland werden zwei solcher Extrakte hergestellt. Einerseits das EGb 761® auch bekannt als Tebonin® und LI 1370® (Kaveri®) (1). Produkte wie der Ginkgo Tee oder lediglich Tinkturen aus der frischen Pflanze enthalten weder die notwendige Wirkstoffkonzentration, noch halten sie die notwendige Untergrenze für Ginkgolsäuren ein, was durchaus gefährlich sein kann.

Dennoch existieren noch einige weitere Produkte auf dem Markt, welche die strengen Vorgaben aus der Europäischen Pharmacopoeia einhalten, darunter auch Extrakte aus USA, China, Japan und Italien (1). Wichtig ist es diese von einem vertrauenswürdigen Händler zu beziehen oder gleich auf die deutschen Produkte zuzugreifen.

Wirkungsweise der einzelnen Wirkstoffe

Obwohl sich die wirksamen Substanzen aus den Ginkgo Biloba Blättern strukturell ähneln, unterscheiden und ergänzen sie sich doch in ihrer Wirkung.

  • Ginkgolid A: GKA antagonisiert (blockiert) die Wirkung des PAF (Plättchenaktivierender Faktor), einem von Phospholipiden abstammendem Botenstoff. PAF ist involviert in der Immunreaktion bei Infektionen, aber auch bei neuronalen Schäden durch Ischämie (Schlaganfall) und exzytotoxischen Neuronal-Schäden durch die übermäßige Freisetzung des Botenstoffs Glutamat (2-4). PAF bindet an den PAF Rezeptor und aktiviert die Freisetzung von entzündungsfördernden Proteinen. In vitro Tests bei denen PAF zu Neuronen gegeben wurde, führten zum Absterben der Gehirnzellen (4).

    Von allen Ginkgoliden wirkt nur GKA im Tiermodel anxiolytisch (angstlösend), interessanterweise entfaltet es diese Wirkung nicht über die GABA-Rezeptoren, über die Beruhigungsmittel wie Diazepam wirken. Auch die Gabe von Koffein konnte die stressmindernde Wirkung von Ginkgolid A nicht unterdrücken, denn dieser Ginkgo Biloba Wirkstoff wirkte auch der koffeintypischen Stimulation und Unruhe entgegen (5).
  • Ginkgolid B (BN52021): GKB ist von allen Ginkgoliden der potenteste Unterdrücker des entzündungsfördernden Botenstoffs PAF. Aus diesem Grund wurde dieser Wirkstoff unter dem Namen BN 52021 in klinischen Studien bei Blutvergiftung (Sepsis) in Kombination mit einer antibiotischen Therapie untersucht. Die Ergebnisse widersprechen sich, wobei in einer klinischen Studie Ginkgolid B die Überlebensrate bei Patienten steigerte, die an einer gram-negativen bakteriellen Infektion litten (6). Auch bei Lungentransplantationen erwies sich der Wirkstoff als nützlich, da er den Stress linderte, der durch den kurzzeitigen Sauerstoffausfall und die darauffolgende Wiederaufnahme des Blutflusses und der Sauerstoffzufuhr (Reperfusion) entstand und somit die Lungenfunktion in einer kleinen Studie verbesserte (7). Vorrangig ist aber die entzündungshemmende und dem Zelltod entgegenwirkende Wirkung des Ginkgolid B im Zusammenhang mit Demenz und dem Verlust von Gehirnneuronen interessant.

    Reines Ginkgolid B (60 mg) wurde in einer Kombination mit Coenzym Q10, Riboflavin und Magnesium gegen Migräne mit Aura (Wahrnehmungsstörungen) in einer klinischen Studie erfolgreich bei akuten Migräneattacken getestet (8). Migräneattacken sind assoziiert mit einer Übererregbarkeit der Neuronen durch den Botenstoff Glutamat. Durch die Hemmung des PAF Botenstoffs reduziert Ginkgolid B die übermäßige Glutamatfreisetzung (4)
  • Ginkgolid C: Im Gegensatz zu GKA und GKB, wirkt GKC 25-mal schwächer gegen die PAF-Aktivität, wird schneller abgebaut und ist somit wahrscheinlich nicht sehr bedeutend für die Wirkungsweise von Ginkgo Biloba (9).

  • Bilobalid: Bilobalidreduziert die Menge des PAF-Rezeptors an den Oberflächen der Zellen, das beeinträchtigt die Wirkung des PAF und somit ergänzt das Bilobalid synergistisch die direkt hemmende Wirkung der anderen Ginkgolide auf das PAF. So werden der Botenstoff, als auch der zuständige Rezeptor, der vom PAF gebunden wird, inhibiert.

    Bilobalid reduziert im Tiermodel den Umfang der Schäden durch einen Schlaganfall. Dies geschieht indem die Freisetzung von entzündungsfördernden, zelltodverursachenden Botenstoffen reduziert wird, während die Konzentration des antioxidativen Enzyms Superoxiddismutase (SOD) erhöht wird (10). Auch die übermäßige, neurotoxische Freisetzung des Botenstoffs Glutamat während eines Schlaganfalls wurde durch Bilobalid im Tiermodel reduzuert (11). Neben den neuroprotektiven Eigenschaften des Bilobalids, vermutet man auch eine neuroregenerative Wirkung, was bei einem Schlaganfall  von Bedeutung wäre (12).

  • Flavonoide: Die Wirkstoffe Quercetin, Kaempferol und Isorhamnetin sind potenter beim Abfangen von freien Radikalen als die bereits diskutierten Terpenlactone (1). Neben diesen Eigenschaften stimuliert Isorhamnetin die zelleigenen antioxidativen Enzyme durch die Aktivierung des Gens Nrf2, der als eine Art Hauptschalter für die Abwehr und Regulation der freien Radikale dient (13). Isorhamnetin führt auch zu einer höheren Aktivität des Enzyms Hämoxygenase 1 (HO1), das eine wichtige Rolle einnimmt in der Neuroprotektion durch Ginkgo Biloba während  eines Schlaganfalls (14). HO1 setzt aus der freien Häm-Gruppe im Blut Kohlenstoffmonoxid frei, das die Durchblutung steigert (Vasodilation), was wiederum bei einem Schlaganfall, bei dem bekannter Weise die Blutzufuhr ausbleibt, wichtig ist (14).

Ginkgo Biloba Extrakt im Einsatz gegen die Demenz

Gingko Biloba wird als natürliches Mittel gegen Demenz vorwiegend in China und Deutschland eingenommen. Allein im Jahr 2008 wurden in Deutschland über 7 Millionen täglicher Dosen Ginkgo Biloba von den Krankenkassen getragen (1).  Weltweit wird die Anzahl der Demenzkranken auf knapp unter 50 Millionen Menschen geschätzt mit steigender Tendenz. Obwohl eine Demenzerkrankung hauptsächlich ältere Menschen betrifft, wird sie nicht als ein normaler Bestandteil des Alterungsprozesses betrachtet (15).

Demenz ist ein Oberbegriff, der auch einen Schaden an den Nervenzellen des Gehirns impliziert und ein breites Band an Symptomen beschreibt. Diese beinhalten mitunter eine Beeinträchtigung der kognitiven Funktion, der Gedächtnisleistung und Denkfähigkeit, die so schwer sind, dass sie die Fähigkeit der Betroffenen beeinträchtigt an alltäglichen Aktivitäten teilzunehmen (16). Die häufigsten demenzverbundenen Pathologien sind Alzheimer und zerebrovaskuläre (Gehirndurchblutung) Erkrankungen, welche zwar getrennte Erkrankungen sind, aber häufig zusammen vorkommen (17).

Funktionsweise

Eine Dysfunktion der Mitochondrien (Zellkraftwerke) und ein versagender Energiestoffwechsel spielen eine bedeutende Rolle in der Alzheimer Krankheitsentwicklung. Das am Alzheimer und Plaque Entstehung beteiligte APP Protein und das daraus entstehende Amyloid-ß (Aß) Protein lagern sich in den Mitochondrien an und hängen mit dem Versagen der Zellkraftwerke zusammen (18).

Aß löst durch eine Vielzahl von Mechanismen die mitochondriale Dysfunktion aus. Darunter durch

  • die Beeinträchtigung der oxidativen Phosphorylierung,
  • Senkung der ATP (ein Energielieferant der Zellen) Gewinnung,
  • Erhöhung der Produktion von schädigenden, reaktiven Sauerstoffspezies,
  • Störende Interaktion mit zahlreichen mitochondrialen Proteinen und Strukturen,
  • eine erhöhte Neigung der betroffenen Mitochondrien große Poren zu öffnen, die zum kompletten Versagen der Mitochondrien und zum Zelltod führen (18).

Der Ginkgo Extrakt hebt im Tiermodel bei alten, jedoch nicht bei jungen Mäusen den ATP-Gehalt in Gehirnzellen an, was dafür spricht, dass es eine Wirkung über die Mitochondrien entfaltet und deren Funktionsweise positiv beeinflusst (19). Ginkgo Biloba verlängerte in Versuchen mit C. elegans Würmern deren Lebensspanne und reduzierte ihren Anfälligkeit für oxidativen Stress (20). In Zellversuchen mit neuronalen Zellen, deren Mitochondrienfunktion durch die Alzheimerproteine gestört wurde, normalisierte Ginkgo Biloba die Funktionsweise der Atemkette, einer Kette aus Proteinen innerhalb der Mitochondrienmembran, welche für die ATP-Produktion zuständig ist (21).

Klinische Studien mit Ginkgo Biloba bei bereits vorhandener Demenz

Die zahlreichen doppelblind, placebokontrollierten klinischen Studien mit Ginkgo Biloba wurden in mehreren Meta-Analysen ausgewertet. Eine deutsche Analyse aus dem Jahr 2014 betrachtete 15 der klinischen Studien, wobei nur 7 davon als qualitativ bewertet und zur Auswertung übernommen wurden. Die in fast allen Studien verwendete tägliche Dosis des Ginkgo Biloba Extrakts (EGb 761®) betrug 240 mg. Ungefähr die Hälfte der insgesamt 2625 Studienteilnehmer litt an neuropsychiatrischen Symptomen und das durchschnittliche Alter betrug zwischen 63 und 79 Jahren.

In 5 der 7 analysierten Studien wurde der Syndrom-Kurz-Test eingesetzt, der die Gehirnleistung im Bereich der Aufmerksamkeit und Gedächtnis testet und das Vorhandensein und Ausmaß einer Demenz offenlegt. Die restlichen Untersuchungen benutzten einen vergleichbaren Test. In 5 von 7 Studien verbesserte der Ginkgo Biloba Extrakt diese Aspekte der Denkleistung deutlich besser als das Placebo, jedoch nur wenn eine Dosis von 240 mg täglich eingenommen wurde. Die Lebensqualität und Aktivität der behandelten Teilnehmer besserte sich. Auffällig ist, dass Studien mit Patienten, die an demenztypischen, neuropsychiatrischen Symptomen wie Depressionen, Schlafstörungen, Agitiertheit und Angst litten, wesentlich bessere Erfolge mit Ginkgo Biloba erzielten. Studien welche die Teilnehmer mit diesen Symptomen von Anfang an ausschlossen, erzielten kaum Ergebnisse durch die Behandlung. Ginkgo Biloba scheint also insbesondere für diese Personengruppe geeignet zu sein. Die Forscher sahen kein auffälliges Auftreten von Nebenwirkungen durch die Behandlung, die meisten der gemeldeten Beschwerden betrafen Kopfschmerzen und Benommenheit, wobei in der Placebogruppe ungefähr genauso viele Beschwerden auftraten wie mit EGb 761® (22).

Eine Kombination des Ginkgo Biloba Extrakts zusammen mit dem Medikament Donepezil (Acetylcholinesterasehemmer) bei Demenzpatienten war wirksamer als das Medikament allein. In einem Vergleich zwischen den Studien schneidet Ginkgo Biloba nicht schlechter ab als Demenzmedikamente (Antidementiva) wie Memantin, Galantamin und Donepezil (23).

Klinische Studien mit Ginkgo Biloba zur Prävention von Demenz

Um herauszufinden ob die regelmäßige Einnahme von Ginkgo Biloba auch vorbeugend bei gesunden Menschen gegen die Entwicklung einer Demenz wirken kann, führte eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2015 die Auswertung aller klinischen Studien zu dieser Thematik durch. Von 8 klinischen Studien wurden letztendlich nur 2 als qualitativ hochwertig akzeptiert. Die 5889 Teilnehmer nahmen täglich 240 mg des EGb 761® Extrakts ein, deren Gesundheitszustand wurde 5-6 Jahre lang von den Wissenschaftlern protokolliert. Die Ergebnisse waren jedoch negativ, die langjährige Einnahme von Ginkgo Biloba war nutzlos und reduzierte nicht das Risiko an einer Demenz zu erkranken. Die Autoren der Meta-Analyse stellten sich jedoch die Frage, ob das hohe Alter der Teilnehmer (76-79 Jahre) und eine bereits vorliegende leichte Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten bei einigen der Teilnehmer gepaart mit der nicht sehr langen Einnahmezeit (verglichen mit Tiermodellen) zu den schlechten Ergebnissen geführt hat. Dementsprechend wären weitere Untersuchungen notwendig, bloß bei dem derzeitigen Wissensstand ist eine vorbeugende Einnahme von Ginkgo Biloba nicht effizient um einer nicht vorhandenen Demenz entgegenzuwirken (24). Ginkgo Biloba schützt nicht vor der Alzheimer Erkrankung (25).

Keine Steigerung der Gehirnleistung bei gesunden Menschen

Aufgrund der Forschung an Demenzkranken entstand auch ein Interesse seitens gesunder Menschen an Ginkgo Biloba zwecks einer Steigerung der Gedächtnisleistung und Konzentration um an der Uni beim Lernen oder im Beruf besser abzuschneiden.

Eine Meta-Analyse wertete die Ergebnisse von 15 klinischen Untersuchungen mit gesunden Menschen unter 60 Jahren aus, die einen Ginkgo Biloba Extrakt zwischen 2 Tagen bis hin zu 13 Wochen einnahmen. Alle zitierten Studien weisen methodische Schwächen auf, während sich jene mit kurzzeitiger Einnahme gegenseitig widersprechen, zeigen langangelegte Versuche keine Verbesserung der Denkleistung bei jüngeren, gesunden Menschen. Die Autoren der Analyse kommen zum Schluss, dass Ginkgo Biloba kein Nootropikum, also kein „Smart Drug“ ist (26).

Anders verhält es sich bei älteren, jedoch gesunden Menschen über 60. In einer 6-wöchigen Studie nahmen die Teilnehmer 180 mg des Ginkgo Biloba Extrakts ein oder aber nur ein Placebo. Sie absolvierten Tests vor der Therapie und kurz vor Beendigung derselben. Die Einnahme von EGb 761® steigerte das selektive Erinnerungsvermögen von sowohl nicht zusammenhängendem akustisch-verbalem Material, als auch von visuellen Informationen (27). In einem ähnlichen, doppelblind, placebokontrollierten Versuch erzielten die behandelten Senioren nicht bessere Ergebnisse bei kognitiven Tests als jene die nur das Placebo einnahmen. Interessanterweise schätzten die Teilnehmer, die unwissentlich das Ginkgo Biloba einnahmen, dass ihre Gedächtnisleistung (Merkfähigkeit) insgesamt gesteigert war (28).

Eine weitere viermonatige Studie konnte überhaupt keine leistungssteigernde Wirkung von Ginkgo Biloba in 6 verschiedenen kognitiven Tests bei älteren, gesunden Menschen feststellen (28).

Die Beweiskraft für die gedächtnissteigernde Wirkung bei gesunden, selbst älteren Menschen ist also eher schwacher Natur.

Panax Ginseng schnitt in Studien mit gesunden Menschen wesentlich besser ab und konnte teilweise zu einer erhöhten Konzentration beitragen.

Forschung mit Schlaganfallpatienten

Ein ischämischer Schlaganfall entsteht aufgrund der fehlenden Durchblutung eines Gehirnareals, das durch die Unterversorgung mit Sauerstoff und Glucose zum Absterben der Zellen im betroffenen Bereich führt. Schlaganfälle sind die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und werden durch ungesunde Ernährung, Diabetes und Rauchen gefördert, welche allesamt die Funktionalität der Blutgefäße einschränken.

Molekularbiologische Mechanismen

Die potentiellen therapeutischen Mechanismen durch Ginkgo Biloba bei einem akuten Schlaganfall können unter drei elementaren Wirkungsweisen zusammengefasst werden:

  1. Erhöhte Durchblutung: Ginkgo Biloba Wirkstoffe wie Bilobalid und Quercetin wirken durchblutungsfördernd (vasodilatorisch) indem sie die Freisetzung des blutgefäßerweiterenden Botenstoffs Stickstoffmonoxid (NO) auslösen (29).

  2. Neuroprotektion: Wirkstoffe aus den Ginkgo Biloba Blättern fangen einerseits selbst freie Radikale ab und regen andererseits zelleigene, antioxidative Schutzmechanismen (Nrf2) an. Im Tiermodel unterdrücken Ginkgolid A und Bilobalid, die durch einen Schlaganfall verursachte, übermäßige Freisetzung des erregenden Botenstoffs Glutamat, welcher sonst zum Absterben von Neuronen führt (30). Bilobalid reduziert das Anschwellen von Mitochondrien bei einem ischämischen Schlaganfall im Tiermodell, zudem verbessert es unter Sauerstoffmangel die Funktion der Mitochondrien, sprich eine weitere Produktion von ATP (31).

  3. Neuroregeneration: Sowohl die Terpenlactone,  als auch die Flavonoide aus Ginkgo Biloba stimulieren die Neurogenese (Bildung von Neuronen aus Stammzellen) und die Neuritogenese (Bildung von Neuronenfortsätzen, welche die Vernetzung unter den Gehirnzellen ermöglichen). Insbesondere das Flavonoid Isorhamnetin hat die am stärksten ausgeprägte Wirkung, jedoch liegen sämtliche Studien nur im Zellkultur oder Tiermodel vor (32). Eine Optimierung der Neuroregeneration nach einem Schlaganfall ist ein wichtiges therapeutisches Ziel um die Genesung voranzubringen.

Klinische Studien

Aufgrund der erfolgreichen Therapie von Demenzsymptomen wuchs auch das Interesse am Einsatz von Ginkgo Biloba um die Behandlung nach einem  Vorfall zu optimieren. Leider sind die meisten klinischen Studien zu dieser Thematik von minderer Qualität. In einer älteren Meta-Analyse (2005) von der Cochrane Database wurden 10 klinische Untersuchungen mit insgesamt 795 Teilnehmern ausgewertet. Diese bekamen einen Ginkgo Biloba Extrakt akut nach dem Schlaganfall verabreicht und wurden bis zu 35 Tage danach intensiv medizinisch beobachtet. Insgesamt sahen die Forscher in 9 der 10 klinischen Studien eine Verbesserung der neurologischen Defizite, gerade diese waren jedoch von eher schlechter wissenschaftlicher Methodik geprägt, also von mangelhafter Qualität. Eine Studie sah keinen zusätzlichen Vorteil durch die Behandlung mit Ginkgo Biloba, war aber von guter Qualität (33).

In einer eher aktuellen iranischen Studie mit 102 Patienten mit einem akuten Schlaganfall, bekam die Hälfte der Teilnehmer das EGb 761® Extrakt. Das Ziel der Therapie war es eine Reduktion der neurologischen Beschwerden um -50% auf einer standardisierten, therapeutischen Skala (NIHSS) zu erreichen. Während lediglich 5 Patienten aus der Placebogruppe diesen Grad der Genesung erreichten, führte die Ginkgo Biloba Einnahme bei 17 der Teilnehmer zum gleichen Erfolg (34). Eine weitere klinische Untersuchung stellte bei den mit Ginkgo Biloba behandelten Patienten höhere antioxidative Kapazität und geringere Entzündungswerte fest, wobei oxidativer Stress und eine ausgeprägte Entzündung mit der frühen Phase eines Schlaganfalls assoziiert sind (35). Mehr qualitative klinische Studien sollten daher durchgeführt werden um Klarheit zu erlangen.

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom

Ginkgo Biloba besitzt eventuell eine leichte angst- und unruhelösende Wirkung, zudem regte es im Tiermodel die zentrale dopaminergene Aktivität an (3637). ADHS hängt gerade mit einer inneren Unruhe gepaart mit einem Dopaminmangel zusammen, so dass ein Interesse bestand die Wirkung von Ginkgo Biloba bei Kindern mit ADHS zu testen.

 Mehrere kleine Studien, von schlechterer Qualität, beschäftigten sich mit den Auswirkungen von Ginkgo Biloba Extrakten auf das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom bei Kindern. In einer solchen Untersuchung führte die 4-wöchige Einnahme von 200 mg/Tag des Egb 761® Extrakts ohne eine weitere Medikamente zu signifikanter Verbesserung der Aufmerksamkeit und der Hyperaktivitätssymptome.

Eine Dosis von 240 mg/Tag Egb 761® über einen Zeitraum von 3-5 Wochen steigerte die Lebensqualität, reduzierte die ADHS-Symptome und erhöhte die erzielten Punkte beim kontinuierlichen Leistungstest in einem Versuch mit 20 Kindern mit ADHS (38).

Diese positiven Ergebnisse konnten in einer besseren, doppelblind, placebokontrollierten Studie nicht bestätigt werden, denn diese sah in einem Vergleich zwischen dem Medikament Methylphenidat und Ginkgo Biloba keine Wirksamkeit beim letzteren. Leider wurde in dieser Untersuchung nicht ein bewiesenermaßen qualitatives Extrakt verwendet, sondern ein unbekanntes Präparat, zudem in einer geringeren täglichen Dosis von 80-120 mg (39).

Die interessantesten Ergebnisse kommen aus einem doppelblinden Versuch bei dem Ginkgo Biloba zusammen mit Methylphenidat verabreicht und diese Kombination in ihrer Wirksamkeit gegen Methylphenidat allein verglichen wurde. Die zusätzlich mit Ginkgo Biloba behandelten Kinder sprachen häufige rund besser auf die Methylphenidat Therapie an (40). Selbst wenn Ginkgo allein als Monotherapie gegen ADHD nicht ausreicht, könnte es als Ergänzung zur herkömmlichen Behandlung in Erwägung gezogen werden, da es keine bedeutsamen Nebenwirkungen mit sich bringt.

Depression und Unruhe

Ginkgo Biloba wurde nur begrenzt bei psychologischen Beschwerden außerhalb der Demenztherapie untersucht. Dazu gehört eine doppelblinde Studie, deren Teilnehmer entweder an einer generalisierten Angststörung oder einer Anpassungstörung mit Ängsten litten. Nach 4 Wochen und einer Dosis von 480 mg oder 240 mg EGb 761® reduzierte sich das Ausmaß der Unruhe und des Angstempfindens dosisabhängig entsprechend der Hamilton Angstskala (HAM-A oder HAMA) (36). Weitere Untersuchungen zu dieser Thematik gibt es nicht.

Ginkgo Biloba brachte in einer Studie keine Besserung der Symptome einer Saisonalen Depression, wenn mit der Einnahme des Extrakts einen Monat vor dem Eintreffen der Beschwerden begonnen wurde (41). Dafür verbesserte die begleitende Einnahme des 240 mg EGb 761® Extrakts zur antidepressiven Therapie mit dem Medikament Trimipramin die Schlafstörungen, welche durch das Medikament verursacht wurden. Die Schlafeffizienz und die Häufigkeit des Aufwachens während der Schlafphase besserten sich, wobei die Vorteile verschwanden, wenn Ginkgo abgesetzt wurde (42).

Ginkgo als Ergänzung zur Schizophrenie Behandlung

Eine im Jahr 2015 erschienene Meta-Analyse von 8 klinischen, doppelblind placebokontrollierten Studien aus China fasste die Ergebnisse mit 1033 Teilnehmern zusammen, die neben einer medikamentösen Behandlung das Extrakt EGb 761® in einem Dosisbereich von 240 mg bis 360 mg täglich einnahmen. Die Teilnehmer litten alle mindestens über 3 Jahre an Schizophrenie.

In der Gesamtheit stellten die Analysten eine Besserung des BPRS-Gesamtscores (Skala für die Einschätzung von schizophrenen Symptomen), sprich eine Reduktion der schizophrenen Gesamtsymptome. Das Ausmaß der negativen Symptome (Antriebslosigkeit, psychomotorischer Mangel) wurde gemäß der SANS-Skala durch die Einnahme von Ginkgo Biloba verbessert (43). Alle ausgewerteten Studien wurden in China durchgeführt.

Eine weitere Auswertung von drei anderen Studien, in denen Ginkgo Biloba als Ergänzung zu den Medikamenten, Clozapin, Haloperidol und Olanzapin verabreicht wurde, erkannte eine erfolgreichere Linderung der positiven, schizophrenen Symptome (Halluzinationen, bizarres Verhalten) durch die ergänzende Behandlung. Ginkgo Biloba hatte jedoch in diesen Studien keine Auswirkung auf die negativen schizophrenen Symptome (44-47).

In einem klinischen Versuch mit über 157 Probanden reduzierte eine tägliche Dosis von 240 mg Ginkgo Biloba Extrakt die Bewegungsstörungen (Tardive Dyskinesie), welche durch die Behandlung mit den entsprechenden Medikamenten aufkommen können. Die Forscher vermuten die antioxidative Wirkung hätte hierbei den größten Anteil am Ergebnis (48).

Ginkgo Biloba ist definitiv kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie der Schizophrenie, kann aber aufgrund des sehr geringfügigen Nebenwirkungspotentials als Ergänzung genutzt werden, da zusätzliche Vorteile zustande kommen können. Das Vorkommen von Nebenwirkungen bei Schizophreniepatienten war bei den mit Ginkgo behandelten Teilnehmern geringer als bei denen, die ein Placebo erhielten (43). Lediglich in einer Studie erfuhren 2 Teilnehmer durch eine hohe Dosis von 480 mg EGb 761® eine Manifestation von Verfolgungswahn, die sich aber nach dem Absetzen des Extrakts und der Aufnahme einer regulären Medikamenteneinnahme wieder auflöste (49).

Ginkgo Biloba als Ergänzung in der Glaukom Behandlung

Trotz nicht ausreichender medizinisch/wissenschaftlicher Beweislage hat sich eine Therapie mit Ginkgo Biloba als ergänzende Alternativbehandlung beim grünen Star (Glaukom) etabliert (50). Der Grüne Star kennzeichnet den langsamen Verlust der Sehkraft mit Gesichtsfeldausfällen, der durch fortschreitende Schäden am Sehnerv verursacht wird. Es wird unterschieden zwischen einem Normaldruckglaukom und einem Glaukom zusammen mit erhöhtem Augeninnendruck (51).

Ginkgo Biloba wird am häufigsten bei einem Normaldruckglaukom eingesetzt oder bei Patienten, die trotz einer Normalisierung des Augeninnendrucks keine Stabilisierung des Krankheitsverlaufs erfahren. Da oxidativer Stress und eine gestörte Mikrozirkulation des Bluts bei der Glaukom Entwicklung eine fundamentale Rolle spielen, ist aus diesem Grund der Einsatz vom durchblutungsfördernden und antioxidativ wirkenden Wirkstoffen aus dem Ginkgo Biloba Extrakt von Interesse für die Forschung (51).

Klein angelegte Versuche mit gesunden Probanden konnten zeigen, dass eine geringe Dosis des Ginkgo Biloba Extrakts von 40 mg den Blutfluss im Auge anregte, ohne sich auf den Blutdruck, Herzfrequenz oder den Innenaugendruck auszuwirken (52).

In einem doppelblind, placebokontrollierten Versuch mit Glaukomapatienten, die bereits einen Sehschaden erlitten hatten, konnte die Einnahme von 40 mg Ginkgo Biloba dreimal täglich bei einigen der behandelten Teilnehmer das Sehfeld wieder verbessern (53). Eine aktuellere Studie aus China konnte jedoch bei gleicher Dosis keine Besserung der visuellen Wahrnehmung feststellen (54). Dennoch stellte eine aktuelle Studie mit langer Beobachtungsdauer der Teilnehmer fest, dass die Einnahme von 160 mg Ginkgo Biloba täglich das Fortschreiten des Schadens am visuellen Feld verlangsamte, insbesondere im Feld 1 (55). Das Feld 1 des menschlichen Sehfelds liegt sehr zentral im Sehfeld und ist damit von hoher Bedeutung für das Sehen und die Lebensqualität.

Alle genannten Untersuchungen wurden mit Menschen durchgeführt, die ein Normaldruckglaukom hatten.

Ginkgo bei Tinnitus und Hörverlust

Die begleitende Einnahme von Ginkgo Biloba wird häufig im Zusammenhang mit Tinnitus diskutiert, also permanenten oder abwechselnden Geräuschen (Pfeifen, Knacken) im Ohr. Eine Meta-Analyse von der angesehenen Cochrane Database wertete die Ergebnisse von 4 klinischen, doppelblind placebokontrollierten Studien aus, bei der Ginkgo Biloba von einem Teil der 1543 Gesamtteilnehmer eingenommen wurde. Der Großteil der behandelten Personen litt an Tinnitus als Haupterkrankung, während 400 der Teilnehmer an einer Demenz erkrankt war und Tinnitus als begleitende Erscheinung wahrnahm. Lediglich diese Patienten erfuhren eine leichte Besserung, doch war ihre Wahrnehmung der Ohrgeräusche von Anfang an recht geringfügig. Menschen mit einem ausgeprägten Tinnitus als Primärerkrankung hatten keinen Nutzen von der Ginkgo Biloba Therapie (56).

Studien im Tiermodel schlagen vor, der Extrakt aus Ginkgo Biloba könnte einen Hörverlust durch eine zu hohe Lautstärke und eine daraus folgende Tinnitus Entwicklung mindern, wenn es vorbeugend genommen wird. Klinische Studien gibt es hierzu nicht. In einer Studie mit Patienten, die einen Hörsturz (akuter idiopathischer sensorineuraler Hörverlust) erlitten hatten, wurde entweder das entzündungshemmende Medikament Methylprednisolon allein oder zusammen mit dem EGb 761® Extrakt verabreicht. Obwohl die Kombination aus den beiden Wirkstoffen die Hörschwelle nicht effizienter genesen ließ, verbesserte sie die akustische Spracherkennung effektiver als Methylprednisolon allein (57).

Ginkgo Biloba bei sexueller Dysfunktion und Libidomangel

Eine qualitativ schwache klinische Studie mit weiblichen und männlichen Teilnehmern, die an einer sexuellen Dysfunktion aufgrund der Verwendung von Antidepressiva litten, konnte mit einer Dosis von durchschnittlich 209 mg täglich sehr gute Ergebnisse erzielen und mehrere Aspekte des Sexuallebens beim Großteil der behandelten Teilnehmer verbessern (58).

Diese Ergebnisse wurden jedoch von zwei weiteren, qualitativen, doppelblind placebokontrollierten Studien nicht bestätigt, denn diese konnten keinen Nutzen bei SSRI-induzierter sexueller Dysfunktion erkennen (5960). Die Studien waren jedoch klein angelegt.

In einer größeren klinischen Untersuchung mit 80 postmenopausalen Frauen stimulierte Ginkgo Biloba die Libido (sexuelles Verlangen) bei einer täglichen Dosis zwischen 120-240 mg (61).

Es ist aufgrund widersprüchlicher Ergebnisse schwierig einzuschätzen ob Ginkgo eine Auswirkung auf sexuelle Funktionen hat oder nicht.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit Medikamenten

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen von Ginkgo Biloba sind milde gastrointestinale Beschwerden (Bauchschmerzen). Ernsthafte Nebenwirkungen sind rar, aber können Blutungen und Interaktionen mit gerinnungshemmenden Medikamenten und Anfälle beinhalten (62). Sonst ist Ginkgo Biloba ein recht sicheres, natürliches Mittel, vorausgesetzt das verwendete Extrakt ist nach EU Pharmacopoeia Bestimmungen hergestellt worden.

Ginkgo Biloba induziert das Enzym CYP2C19, das die Verstoffwechslung von antiepileptischen Wirkstoffen wie Valproat und Dilantin beschleunigt und damit bei Epileptikern zu einer erhöhten Anfälligkeit für Konvulsionen führen kann (63). Die Nüsse der Ginkgo Pflanze, welche nicht in ein Extrakt für den menschlichen Gebraucht gehören, aber als Verunreinigung in minderwertigen Ginkgo Präparaten vorkommen können, enthalten ein Neurotoxin welches die Schwelle für epileptische Anfälle herabsetzt (64).

Im Tiermodel erhöhte Ginkgo Biloba die Konzentration des Antidepressiva Fluoxetin in allen Organen und auch im Gehirn, was beim Menschen theoretisch zu einem Serotoninsyndrom führen könnte (65).

Die Kombination aus 500 mg Acetylsalicylsäure und 240 mg des Ginkgo Biloba Extrakts  EGb 761  erhöhen nicht das Risiko für Blutungen in einer doppelblind, placebokontrollierten Studie (66).

Das verwendete Ginkgo Präparat sollte frei von Ginkgolsäuren sein. Diese können schwere allergische Reaktionen hervorrufen und haben wahrscheinlich zytotoxische, mutagene und karzinogene Eigenschaften (167). Daher darf ein Extrakt nur 0,005% Ginkgolsäuren enthalten.

Ein Versuch an humanen Leberzellen demonstrierte, dass eine sehr hohe Dosis von einigen Substanzen aus den Ginkgo Biloba Blättern, insbesondere Quercetin, einen DNA Schaden durch die Hemmung des Topoisomerase 2 Enzyms (68). Dies würde die Leberschäden und Krebsvorkommen bei Tiermodellen erklären, in denen die Pflanze auf ihre Toxizität getestet wurde. Andere Forscher sehen einen Unterschied zwischen Maus und Mensch, da bei Mäusen der Androstanrezeptor durch Bestandteile von Ginkgo Biloba aktiviert wird und zu einer Entwicklung von Leberkrebs führen kann, dies jedoch bei Menschen nicht über den Androstan-Mechanismus passieren kann und lediglich auf Mäuse beschränkt ist (69).

Quellenangaben

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Hilfreichster Erfahrungsbericht

Von Beate am 08.03.2017 um 00:55 Uhr
Ich leide zwar nicht an Demenz, bin aber ein älteres Semester und nehme das Ginkgo für eine bessere Durchblutung des Gehirns. Von nahen Familienangehörigen und Freunden bekomme ich zu hören, dass ich wieder mehr Schärfe in meinem Blick habe. Muss nicht mehr so lange nachdenken, wenn ich mich an etwas erinnern möchte. Meine Erfahrung mit Ginkgo war daher nicht überwältigend aber gut.
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Von Wunderkind1975 am 19.04.2017 um 15:59 Uhr
Naja, großartig habe ich bis jetzt nicht viele Veränderung bei mir gemerkt. Ich nehme Ginkgo Biloba seit fast einem Monat, verspüre jetzt aber nicht, dass es viel Wirkung hat, tatsächlich spürbar besser konzentrieren und erinnern kann ich mich derzeit noch nicht. Glaube, dass es eine längere Anwendung braucht, mal sehen.
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Von Andy am 26.03.2017 um 12:19 Uhr
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Gingko-Präperate auch häufig von Ohrenärzten verschrieben werden. Ich hatte wahrscheinlich stressbedingt ein Geräusch im Ohr, diese blieben noch ca. 1-2 Wochen, danach merkte ich keine Geräusche mehr. Was für mich noch interessant war bei Ginkgo ist das es noch auf viel mehr Wirkung haben kann, und bei verschiedenen Beschwerden genommen wird, wie z.B.: Leistungsstörungen, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen. Ob es jetzt bei mir bei einigen der oben genannten Beschwerden Wirkung gezeigt hat, kann ich schwer einschätzen, da ich erst später mehr darüber gelesen habe und es auch wirklich wegen meinen Ohrproblemen genutzt habe. Ich habe jetzt erst damit angefangen darauf zu achten, ob ich es auch für andere Störungen nutzen kann und ich werde auf jeden Fall meine Erfahrungen wieder teilen, sobald ich was Neues rausgefunden habe.
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Von Franz am 20.03.2017 um 13:14 Uhr
Ginkgo hat mir zu mehr Lebendigkeit verholfen, bin aktiver und kann Informationen besser aufnehmen. Aufpassen: Es ist ein homöopathisches Mittel auf dem Markt das kaum aktiven Wirkstoff enthält! Da braucht man sich nicht zu wundern wenn dann bei manchen nichts passiert.
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Von Dr.Georg am 20.03.2017 um 08:32 Uhr
Ich habe vor knapp 2 Jahren etwas gesucht das konzentrationsfördern ist und dann bin ich auf Ginkgo Biloba gestoßen. Am Anfang konnte ich nicht einschätzen ob sich wirklich was zum besseren geändert hat, doch nach ein paar Wochen, merkte ich wirklich, dass ich mich viel besser konzentrieren konnte. Ich war viel weniger nervös, was wahrscheinlich auch dadurch kam, dass ich mich beim Lernen und Forschen für meine Doktorarbeit nie richtig konzentrieren konnte. Ich nutze das Präparat mit Ginkgo Biloba weiterhin, ich bin ausgeglichener und ruhiger geworden. Wer sich auch über Probleme wie ich beschwert, sollte es auf alle Fälle ausprobieren, bei mir hat es Wirkung gezeigt und ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.
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