Flohsamen - Flohsamenschalen

Flohsamen enthalten lösliche, jedoch unverdauliche Ballaststoffe, die hauptsächlich innerhalb der Flohsamenschalen vorkommen und den Stuhl weicher machen. Sie können daher bei nicht körperlich verursachten Verstopfungen und Inkontinenz diätetisch unterstützend wirken. Zudem ist die cholesterinsenkende, blutzuckerstabilisierende und appetitzügelnde Wirkung der Flohsamen Gegenstand medizinischer Studien.

Zusammenfassung

Der in den Flohsamenschalen enthaltene Ballaststoff kann weder verdaut, noch richtig durch die Darmbakterien fermentiert werden. Dieser führt somit zu einer Gelbildung, die den Feuchtigkeitsgehalt und das Gewicht des Stuhls erhöht und diesen weicher macht.

Flohsamenschalen bei Verstopfung 

Flohsamen können bei Verstopfungen ohne gesundheitliche Ursachen angewendet werden, sie erhöhen laut klinischen Studien die Häufigkeit des Stuhlgangs und reduzieren mögliche Schmerzen. In klinischen Studien zeigten sich Flohsamen genauso effektiv wie die Abführmittel Docusat-Natrium und Polyethylenglykol 3350.

Indem sie den Stuhlgang regelmäßiger machen und normalisieren, helfen Flohsamen auch bei Fäkalinkontinenz, also der Unfähigkeit den Stuhl zu halten. Sie verbesserten in Studien die Lebensqualität der Patienten und waren dem Medikament Loperamid ebenbürtig, ohne die gleichen Nebenwirkungen zu verursachen. 

Flohsamenschalen zum Abnehmen

Flohsamen scheinen das Sättigungsgefühl zu erhöhen, wenn sie ungefähr 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen werden. Indem sie die Zucker Absorption verlangsamen, verhindern sie den rapiden Blutzuckeranstieg und –Abfall, der mit Heißhungerattacken in Verbindung gebracht wird. Zudem scheinen Flohsamen die Ausschüttung von appetitanregenden Botenstoffen (Ghrelin) zu reduzieren und die appetitunterdrückenden Botenstoffe (PYY) zu stimulieren, insbesondere wenn sie mit eiweißreicher Ernährung verzehrt werden.

Durchgeführte Studien zeichnen kein klares Bild, wenn es um die Gewichtsreduktion geht. Während einige gar keine Wirkung sehen, verzeichnete eine Studie eine Körpergewichtsabnahme von -2 kg nach 12 Wochen. Je höher die Dosis und übergewichtiger die Teilnehmer, umso deutlicher unterstützen Flohsamen die Gewichtsabnahme und Körperfettabbau. Eine aktuellere Doppelblindstudie aus Australien konnte eine Gewichtsabnahme und Körperfettreduktion um -2 kg feststellen, wenn die Teilnehmer lediglich 5 g Flohsamenschalen in 500 ml Wasser vor dem Essen tranken. Wasser allein mit einem Placebo erzielte diese Wirkung nicht.

Grundsätzlich gilt: Sie können Flohsamen unterstützend zu einer Diät nutzen, vor allem bei der kohlenhydratarmen Low-Carb Diät, die durch einen Mangel an Ballaststoffen verstopfend wirken kann. Erwarten Sie jedoch nur eine schwache gewichtsreduzierende Wirkung. Die enormen Werbeversprechen laut denen die Flohsamen deutlich beim Abnehmen helfen würden, sind weder seriös noch stimmen sie mit der derzeitigen Studienlage überein.

Flohsamenschalen und Blutzucker

Flohsamenschalen, die vor einer Mahlzeit eingenommen werden, verlangsamen die Aufnahme des Zuckers im Darm und mindern damit auch einen rapiden Anstieg des Blutzuckers und Insulins. Sie senken damit den Glykämischen Index der Nahrung. In einer klinischen Studie erzielten 15 g Flohsamen eine vergleichbare Wirkung wie das Diabetesmedikament Acarbose (200 mg), welches die Zuckerabsorption hemmt. Flohsamen reduzierten je nach Studie und Dosis den postprandialen (nach einer Mahlzeit) Blutzuckeranstieg in einem Bereich von 10-30%. Somit könnten Flohsamen zu einer besseren diätetischen Blutzuckerkontrolle bei Diabetikern beitragen und ergänzend eingenommen werden.

Wichtig:
Flohsamen sind bei weitem kein Ersatz für richtige Diabetes-Medikamente und eine ärztliche Kontrolle.

Flohsamenschalen - Wirkung auf das Cholesterinbild

Flohsamen binden Gallensäuren innerhalb des Darmtrakts und fördern deren Ausscheidung, dies führt zu einem höheren Verbrauch des Cholesterins in der Leber um neue Gallensäuren zu synthetisieren. In mehreren klinischen Studien konnte die Anwendung von Flohsamen das „schlechte“ LDL-Cholesterin im Schnitt um fast -0,3 mmol/L senken, dies fand eine umfassende Meta-Analyse der entsprechenden Studien heraus. Eine längerfristige Anwendung über 1 ½ Jahre konnte in einigen Studie zu einer Normalisierung des LDL-Cholesterins führen. Die Auswirkungen auf das „gute“ HDL-Cholesterin sind widersprüchlich, je nach Studie wurden die HDL-Werte angehoben, abgesenkt oder gar nicht beeinflusst, so dass Flohsamen wahrscheinlich kaum einen Einfluss auf das HDL haben. Ähnlich verhält es sich mit den Triglyzeriden, die zumindest in einer Studie bei Diabetikern um -14% reduziert wurden, wenn diese 15 g Flohsamen am Tag konsumierten. Wichtig: Flohsamen sind kein Ersatz für eine Ernährungsumstellung oder cholesterinsenkende Medikamente.

Flohsamen Wirksamkeit beim Menschen: Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht für Flohsamen bisher in keinem Fall eine gesundheitlich oder physiologisch relevante Wirksamkeit bei gesunden oder kranken Menschen als ausreichend durch klinische Forschung belegt an.

Anwendung

Dosierung/Einnahme

5 bis zu 15 g täglich, nicht mehr als 5 g gleichzeitig (1-2 Teelöffel).

Nicht trocken einnehmen. Stets zuvor in Wasser oder anderer Flüssigkeit lösen und kurz aufquellen lassen.  1 g Flohsamen binden zwischen 60-80 ml Wasser je nach Güte des Produkts. 3 g in 250 ml lösen, 5 g in 400-500 ml.

Kombinieren mit eiweißreicher Diät zwecks Sättigung, anderen Ballaststoffen wie Glucomannan, niedrigglykämischer Diät zwecks Blutzuckerkontrolle
Nicht einnehmen mit -
Nebenwirkungen -
Vorsicht Bei vorliegender chronischer Verstopfung klären Sie zuerst die Ursache der Verstopfung mit ihrem Arzt bevor Sie Flohsamen nutzen, bei Darmverschluss dürfen Sie keine Flohsamen nutzen.
Produktwahl Die Qualität der auf dem Markt vorhandenen Flohsamen ist schwankend. Flohsamen mit einem hohen Vermahlungsgrad  (niedrig 60, hoch 100) sind feiner und quellen besser auf. Suchen Sie nach indischen Flohsamenschalen mit einer 95-99% Reinheit.

Flohsamen (Plantago ovata aus Indien, Plantago psyllium, psyllium husk, Isaphagula) werden zur diätetischen Behandlung von Verstopfungen eingesetzt. Die Flohsamenschalen enthalten den  Hauptanteil an unverdaulichen Ballaststoffen (Psyllium), welche nach der Einnahme aufquellen und zum höheren Feuchtigkeitsgehalt des Stuhls beitragen.

Flohsamen bei Verstopfungen und Inkontinenz

In etwa 60% der Flohsamenmasse werden nur schwach durch Darmbakterien abgebaut (fermentiert) und 10-15% können gar nicht fermentiert werden (1, 2). Dadurch kann ein Großteil der aufgenommenen Flohsamen nicht abgebaut werden und sie bilden ein Gel (Schleimstoffe), das den Wasseranteil des Stuhls und diesen weicher macht (3). Ein Gramm des Ballaststoffs Psyllium bindet 2-3 g Wasser (4).

Mitunter könnten Wirkstoffe aus den Flohsamen über die Muskarinrezeptoren und den 5-HT4 Serotoninrezeptoren im Darm die Darmbewegung beeinflussen und zusätzlich zum Ballaststoffanteil den Stuhlgang bei Verstopfungen positiv beeinflussen (5).

Vorsicht: Sie sollten die Ursache der Verstopfung klären, bevor sie Flohsamen oder andere Abführmittel einsetzen. Bei Entzündungen des Magendarmtrakts oder einem Darmverschluss sollten Sie Flohsamen nicht anwenden.

Klinische Studien bei Verstopfungen

In einem doppelblind, placebokontrollierten Versuch mit 170 Teilnehmern, die an idiopathischer Verstopfung litten, wurden Flohsamen (5 g, zweimal täglich) mit dem Abführmittel Docusat-Natrium (100 mg, zweimal täglich) als Behandlung verglichen. Bei idiopathischer Verstopfung liegt keine krankhafte Veränderung des Darms vor, diese wird eher durch Stress verursacht oder durch das Reizdarmsyndrom ausgelöst. Die Einnahme von Flohsamen erweichte eher den Stuhl durch den Anstieg des Wassergehalts und wirkte etwas besser abführend als Docusat-Natrium (6).

In einer kleineren placebokontrollierten Studie mit Teilnehmern mit idiopathischer Verstopfung erhöhte Flohsamenschalen die Häufigkeit des Stuhlgangs und das Gewicht und Konsistenz des Stuhls. Mit dem Stuhlgang assoziierte Schmerzen gingen zurück (7).

In einer Studie wurde die Effizienz eines Präparats aus Flohsamenschalen, Fructose und Akazienballaststoffen mit dem Abführmittel Polyethylenglykol 3350 bei Kindern mit chronisch funktioneller Verstopfung (funktionelle Obstipation ohne gesundheitliche Ursachen) verglichen. Mit beiden Behandlungsmethoden besserte sich die Verstopfung bei ungefähr 80% der Kinder, ohne einen signifikanten Unterschied zwischen den Behandlungen (8).

Flohsamen bei Inkontinenz

Patienten bekamen nach der Operation wegen einer obstruktiven Entleerungsstörung (gestapelte transanale Rektumresektion), entweder ein Placebo oder 3,5 g Flohsamenschalen täglich. Die behandelten Patienten hatten weniger Verstopfungen und Inkontinenz (Unfähigkeit den Stuhl zu halten), daraus resultierend mussten sie auch weniger dringend die Toilette aufsuchen (9).

Senioren mit Stuhlinkontinenz nahmen in einer Studie entweder das Durchfallmedikament Loperamid oder Flohsamenschalenpulver 4 Wochen lang ein. Beide Behandlungen verbesserten die Kontrolle über den Stuhlgang gleichwertig. Loperamid führte eher zu Nebenwirkungen, darunter zur Verstopfung und Kopfschmerzen (10).

Im Vergleich mit anderen Ballaststoffen (Carboxymethylcellulose, Gummi arabicum) wurde auch Psyllium in einer Studie mit über 180 Teilnehmern mit Fäkalinkontinenz verabreicht. Nur der Faserstoff aus den Flohsamen verbesserte die Lebensqualität und reduzierte die Häufigkeit von Fäkalinkontinenz, nicht jedoch die anderen zwei Ballaststoffe (11).

Blutzucker und Diabetes

Der Ballaststoff Psyllium aus den Flohsamenschalen beeinflusst im Darm die Aufnahme von Glucose. Es verzögert die Glucoseabsorption und den Blutzuckeranstieg nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit. Flohsamen verhindern jedoch wahrscheinlich nicht die Aufnahme der Glucose und wirken nicht als Kohlenhydratblocker, sondern senken lediglich den Glykämischen Index der aufgenommenen Kohlenhydrate, sprich diese werden langsamer aufgenommen (12). Diese Eigenschaft ist typisch für Ballaststoffe.

Klinische Studien

In einer Studie mit Diabetikern (Typ 2) nahmen diese mehrere Wochen lang Flohsamen (16 g/Tag) zu sich. Am Ende der Studienzeit wurde der Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit gemessen, zu der 3,5 g Flohsamen eingenommen wurden. Diese reduzierten den Blutzuckeranstieg um -12%. Die längerfristige Anwendung senkte den HbA1c-Wert. HbA1c ist ein Glykohämoglobin und ist bei Diabetikern erhöht, da der erhöhte Blutzucker zu einer vermehrten chemischen Reaktion zwischen dem Zucker und dem Hämoglobin führt. HbA1c erlaubt somit einen Rückblick auf die Blutzuckerwerte der letzten 8 Wochen (Langzeitblutzucker). Die Flohsamen haben bei den Teilnehmern insgesamt den Blutzuckerspiegel gesenkt und den Zucker im Urin verringert. Die Blutkonzentration des C-Peptid, welches direkt mit dem Insulinspiegel in Verbindung steht, sank auch (13).

In einer doppelblind, placebokontrollierten Studie mit Typ 2 Diabetikern wurde den 49 Teilnehmern zweimal am Tag eine 5 g Packung Flohsamen (jeweils vor halbe Stunde dem Frühstück und Abendessen) verordnet, über 8 Wochen. Die behandelten Teilnehmer vertrugen das Medikament Metformin besser, ihre Nüchternzucker- und HbA1c  Werte sanken und die Cholesterinwerte besserten sich verglichen mit dem Placebo (14). Im Vergleich zwischen dem kohlenhydratblockierenden Diabetesmedikament Acarbose (200 mg) und Flohsamen (15 g), gab es statistisch kaum einen Unterschied in ihrer Wirkung, wenn sie vor einer Mahlzeit genommen wurden. Beide verringerten den Blutzuckeranstieg, der durch den Verzehr von Weißbrot hervorgerufen wurde (15).

Die Wirkung der Flohsamen scheint nicht nur kurzfristig nach der Einnahme, sondern noch bei einer Mahlzeit, die 5 Stunden später erfolgt, vorhanden zu sein. In einer placebokontrollierten Studie wurden fast 7 g Flohsamen gelöst in 480 ml Wasser vor dem Frühstück und nochmal vor dem Abendessen eingenommen. Der postprandiale (nach einer Mahlzeit) Blutzuckeranstieg wurde beim Frühstück um -14% reduziert und beim Abendessen um -20%, auch die Insulinwerte fielen geringer aus. Wenn 5 Stunden nach dem Frühstück+Flohsamen eine weitere Mahlzeit verzehrt wurde, fiel der Blutzuckeranstieg sogar um ganze -31%, was auch darauf hindeutet, dass die aufgequollenen Flohsamenschalen eine Weile brauchen, um ihre Wirkung im Darm voll zu entfalten (16).

Männer mit Diabetes Typ 2 nahmen in einer kleineren Studie 8 Wochen lang 5 g Flohsamen täglich oder ein Placebo ein. Der durchschnittliche Blutzuckerspiegel über den Tag hinweg war um -11% niedriger als beim Placebo, während der Blutzucker nach einer Mahlzeit um -19% niedriger in der mit Psyllium behandelten Gruppe war (17). Eine Dosissteigerung von 5 auf 15 g täglich scheint keinen zusätzlichen Vorteil für die Blutzuckerkontrolle mit sich zu bringen (13).

Lipoproteine (Cholesterin) und Triglyzeride

Die cholesterinsenkenden Eigenschaften von Flohsamen wurden bereits früh in den 60er Jahren nach der Anwendung des Psyllium Präparats Metamucil® entdeckt (18). Im Dickdarm binden die Flohsamenschalen Gallensäuren innerhalb der Gedärme und fördern so deren Ausscheidung. Um diesen Verlust auszugleichen wird nach der Einnahme von Flohsamen die Produktion der Gallensäuren in der Leber angeregt. Dies geschieht durch eine erhöhte Synthese des Enzyms Cholesterol 7 Alpha-Hydroxylase, das für die Herstellung der Gallensäuren zuständig ist und dabei das in der Leber gespeicherte Cholesterin als Substrat verbraucht (19).

Klinische Studien zu Lipoproteinen

In einer Meta-Analyse wurden 21 doppelblind, placebokontrollierte, klinische Studien zusammengeführt und ausgewertet um die Auswirkungen von Flohsamen auf den Cholesterinspiegel zu verstehen. Die Autoren sahen im Durchschnitt eine Senkung des Gesamtcholesterins um -0,375 mmol/L und des „schlechten“ LDL-Cholesterins um -0,278 mmol/L. In den Studien wurde ein Dosisbereich von 3-20 g/Tag verwendet, wobei eine größere Dosis zwar bis zu einem Punkt einen stärkeren Effekt erzielte, aber  Dosierungen von 20 g keine weiteren nennenswerte Vorteile mit sich brachten (20). Die dabei erzielte Cholesterinreduktion würde Berechnungen zufolge das kardiovaskuläre Risiko um -25% für 40-jährige und um -10% für 70-jährige Menschen senken (2021). Eine langfristige Einnahme von Flohsamenschalen über einen Zeitraum von 1 1/2 Jahren erzielte in den längerfristigen Studien eine weitere Besserung der LDL-Cholesterinwerte. So sanken die Durchschnittswerte von 4,31 mmol/L auf 3,1 mmol/L. Dies stellt eine Veränderung der LDL-Werte von Werten mit hohem Risiko zu einem Normalwert.

Aktuellere Studien belegen die Ergebnisse der Meta-Analyse. Kinder und Heranwachsende nahmen eine Flohsamenschalen Dosis von 7 g/Tag über 8 Wochen ein und erfuhren eine Reduktion des Gesamtcholesterins um -7,7% und des LDL-C um -10,7%. Es traten keine unerwünschten Nebenwirkungen auf  (22). Gesunde, übergewichtige Kinder, die 6 g Flohsamen am Tag einnahmen, reduzierten ihre LDL-Cholesterinwerte um -6%.

In einer 12-wöchigen Studie erzielte das cholesterinsenkende Medikament Simvastatin in einer Dosis von 10 mg zusammen mit 15 g Flohsamen täglich die gleiche Wirkung wie eine höhere, 20 mg Dosis ohne die Flohsamen. Das LDL-Cholesterin fiel bei den Probanden um -55 mg/dL (-1,42 mmol/L) mit 10 mg Simvastatin gegenüber -63 mg/dL (-1,63 mmol/L), wenn Flohsamen zusätzlich zum Medikament genommen wurden (23).

Umstritten ist die Wirkung der Flohsamen auf das „gute“ HDL-Cholesterin. In der erwähnten Meta-Analyse konnte nur eine sehr geringe Senkung der HDL-Werte festgestellt werden, während andere Studien entweder eine leichte Senkung, gar keine Veränderung oder eine starke Anhebung der HDL Werte sahen (202425).

Triglyzeride

Studienprobanden, die eine Mahlzeit zusammen mit 15 g Flohsamen zu sich nahmen, hatten nach der Mahlzeit einen deutlich geringeren Anstieg an Triglyzeriden im Blut als wenn sie nur 3 g Flohsamen einnahmen. Demzufolge könnten die Plantago ovata Ballaststoffe die Aufnahme von Fettsäuren aus der Nahrung leicht hemmen (26).

Typ 2 Diabetiker, die zwei Monate lang 10 g Flohsamen täglich einnahmen, hatten niedrigere Triglyzeridwerte als die Teilnehmer in der unbehandelten Gruppe (27). In einer weiteren doppelblind, placebokontrollierten Studie mit 125 Diabetikern sanken die Triglyzeride im Durchschnitt von 158 mg/dL auf 137 mg/dL, also um -14%. Die Teilnehmer konsumierten 15 g Flohsamen täglich (25).

Helfen Flohsamenschalen beim Abnehmen?

Flohsamen werden häufig im Zusammenhang mit einer appetitzügelnden Wirkung und Gewichtsreduktion beworben und diskutiert.

In einer Studie wurde die Auswirkung der Ballaststoffe aus den Flohsamenschalen auf die appetitrelevanten Botenstoffe und Blutwerte untersucht. Mit Psyllium versehene Mahlzeiten erhöhen nach dem Verzehr den Blutzucker, Insulin und Ghrelin weniger als ohne Psyllium. Ghrelin ist ein Botenstoff, der im Darm freigesetzt wird und das Hungergefühl verstärkt. Werden die ballaststoffreichen Flohsamen zusätzlich mit einer eiweißreichen Diät kombiniert, wird die Ausschüttung des appetithemmenden Botenstoffs PYY verlängert (28).

Ein rapider Blutzuckeranstieg- und Abfall werden zudem mit verstärktem Hungergefühl assoziiert (29). Indem Flohsamenschalen diese schwankenden Blutzuckerwerte normalisieren, könnten sie  theoretisch auch den Heißhunger bremsen, der nach einer hochglykämischen Mahlzeit folgt. Ein anderer Ballaststoff, das Glucomannan aus Shirataki Nudeln, reduziert das Hungergefühl eher durch das enorme, gebundene Wasservolumen welches die Darmwand dehnt und damit die Freisetzung von entsprechenden hungerhemmenden Botenstoffe aus dem Darm den Appetit anregt. Zusätzlich wird Glucomannan von den Bakterien im Darm abgebaut. Die dabei entstehenden kurzkettigen Fettsäuren könnten theoretisch auch den Stoffwechsel leicht anregen und den Hunger mindern (3031). Da Glucomannan und Flohsamen den Appetit auf unterschiedlichen Wegen beeinflussen, wäre eine Kombination aus beiden Ballaststoffen denkbar.

Appetitzügelnde Wirkung in klinischen Studien

In einer kleineren doppelblind, placebokontrollierten Studie reduzierten Flohsamenschalen zusammen mit einer Mahlzeit nachfolgend den Appetit der Teilnehmer um -13% und die Nahrungsaufnahme um -17% (32). Die Wissenschaftler sahen den Hauptgrund für die appetitzügelnde Wirkung in einer verlangsamten Nährstoffabsorption im Verdauungstrakt durch die zusätzlichen Plantago Ballaststoffe.

Waffeln mit Flohsamen wurden auf ihre appetithemmende Wirkung getestet und vor einer Testmahlzeit von Probanden in einer kleineren Studie gegessen. Bis zu einem Flohsamengehalt von 4,5 g ergab sich kein appetitzügelnder Effekt, während 7-10 g Flohsamen die Nahrungsaufnahme um -169 Kcal bis -234 Kcal bei der nachfolgenden Mahlzeit reduzierten (33). Problematisch ist hierbei der gleichzeitige Verzehr von kalorien- und kohlenhydrathaltigen Waffeln, die selbst auch den Appetit beeinflussen, so dass die Ergebnisse dieser Studie nur von begrenzter Bedeutung sind.

Gewichtsabnahme durch Flohsamen

Die vorliegenden Studienergebnisse zur Gewichtsreduktion mit Flohsamen sind kontrovers.

In einer doppelblind, placebokontrollierten 3-monatigen Studie mit übergewichtigen und fettleibigen Teilnehmern, wurden diese in 4 Gruppen unterteilt: Placebo, Flohsamen zusammen mit normaler Ernährung, gesunde Ernährung und gesunde Ernährung zusammen mit Flohsamen. Die Flohsamen wurden 3-mal täglich zu je 12 g jeweils mit 250 ml Wasser vor den Mahlzeiten eingenommen. Diese Dosierung ist eine relativ hohe verglichen mit den üblichen 15 g am Tag. Die Teilnehmer, die sich gesund ernährten, Flohsamen einnahmen oder beides taten nahmen an Gewicht ab. Eine Reduktion des Körperfetts wurde festgestellt bei Teilnehmern die Flohsamen entweder mit normaler oder noch besser mit gesunder Ernährung kombinierten und damit die besten Ergebnisse erzielten. Die Flohsamen brachten nach 12 Wochen Anwendung eine Gewichtsreduktion um etwa -2 kg und einen Körperfettabbau von etwa -2% (34)

Nicht alle Studien unterstützen jedoch dieses Ergebnis. Diabetiker, die 15 g Flohsamen täglich für 6 Wochen verzehrten, haben nicht an Gewicht abgenommen (25). In einem kleineren Versuch, bei dem Flohsamen zwecks Senkung der Blutfettwerte eingenommen wurde, konnte bei den gesunden Teilnehmern nach 3 Wochen auch keine Gewichtsabnahme feststellen (35). Eine tägliche Dosis von ungefähr 9 g erzielte nach 3 Monaten keine Veränderung im Körpergewicht der Teilnehmer einer placebokontrollierten Studie, bei der die Teilnehmer ein Kombipräparat aus Flohsamen und Guarkernmehl bekamen (36).

Übergewichtige Studienteilnehmer, die in einer 6-monatigen, nicht placebokontrollierten Studie dreimal täglich 3,5 g Flohsamen konsumierten, reduzierten ihren Body Mass Index (BMI) erst nach 4 Monaten um -0,8 und nach 6 Monaten um -2. Sie waren jedoch nicht erfolgreicher als die Teilnehmer auf einer Standarddiät oder diejenigen welche Guarkernmehl zu sich nahmen (37).

Eine placebokontrollierte Doppelblindstudie aus Australien untersuchte ein Jahr lang die Auswirkung von Ballaststoffen aus den Flohsamenschalen auf das Gewicht von übergewichtigen und fettleibigen Probanden. Die Teilnehmer änderten weder was an ihrer Ernährung, noch an der sportlichen Betätigung. Sie tranken lediglich vor den Mahlzeiten 5 g Flohsamen mit 500 ml Wasser. Nach 6 Monaten hatten sie -1,9 kg Körperfett weniger als jene, die das Placebo einnahmen. Nach 12 Monaten waren es noch -1,4 kg Körperfett weniger. Demzufolge helfen Flohsamenschalen wahrscheinlich durchaus beim Abnehmen und das erreichte Gewicht leichter zu halten, aber die Wirkung ist nicht sehr ausgeprägt (40)

Auffällig ist, dass es eher zu einer Gewichtsreduktion durch Flohsamen kam, wenn eine hohe Dosierung eingesetzt und die Probanden deutlich übergewichtig oder fettleibig waren, als wenn sie relativ nah am Idealgewicht dran waren (38).

Metabolisches Syndrom

Das Metabolische Syndrom, an dem übergewichtige und insbesondere fettleibige Menschen erkranken, ist gekennzeichnet durch erhöhte Entzündungswerte, Bluthochdruck, Insulinresistenz 2 und Dyslipidämie (gestörte Cholesterin und Triglyzeridwerte). Jene mit dem Metabolischen Syndrom haben ein dreifach erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und ein fünffaches Risiko für Diabetes Typ 2 verglichen mit gesunden Menschen (39).

Mehrere ernährungswissenschaftliche Publikationen haben daher erläutert ob gerade Flohsamen nicht eine ideale diätetische Unterstützung einer Therapie für Metabolische Syndrom darstellen würden. Flohsamenschalen normalisieren den Blutzucker und Insulinspiegel nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit, reduzieren das LDL-Cholesterin und eventuell die Triglyzeride und können eventuell leicht die Gewichtsabnahme unterstützen. Somit werden sämtliche Aspekte des Metabolischen Syndroms berührt (38).

Flohsamen sind jedoch bei weitem kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion und die richtigen Medikamente um die Folgen des Metabolischen Syndroms zuverlässig und zeitig in Griff zu bekommen.

Flohsamenschalen Anwendung und Dosierung

Die in medizinischen Studien verwendete Dosierungsbereich liegt in der Regel zwischen 5 und 15 g täglich. Fangen Sie mit 5 g Flohsamen täglich an und steigern Sie wenn nötig und je nach Ihrem Ziel die Dosis auf 15 g indem Sie die Einnahme auf jeweils 5 g dreimal täglich verteilen.

Wichtig: Nehmen Sie Flohsamenschalen nicht trocken ein, sondern lösen Sie sie in ausreichend Wasser. Bei 3 g ungefähr 250 ml und bei 5 g 400-500 ml Wasser. Geben Sie den Samen ein paar Minuten zum Aufquellen und trinken Sie sie dann. Bevorzugt 30 Minuten vor einer Mahlzeit.

Quellenangaben

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4 Erfahrungsberichte | Ø 4.8 von 5 Sterne

Hilfreichster Erfahrungsbericht

Von Pauline am 07.03.2017 um 13:00 Uhr
Seitdem ich Flohsamenschalen nutze funktioniert meine Verdauung einwandfrei. Wenn ich damit noch was Gutes für mein Cholesterin tue ist es mir recht. :-)
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Von Petra1986 am 03.04.2017 um 16:29 Uhr
Ich habe endlich etwas gefunden was natürlich bei meiner trägen Verdauung hilft. Als ich mit meiner Diät angefangen habe vor ungefähr 3 Monaten und ich weniger Kohlenhydrate zu mir genommen habe, habe ich sehr große Probleme mit meiner Verdauung bekommen. Zuerst hatte ich mich in der Apotheke beraten lassen und mir dort auch Abführmittel gekauft, jedoch war das keine optimale Lösung für mich, denn ich wollte ja nicht durch meine Diät bewirken, dass ich zusätzlich Medikamente nehmen muss. Meine Freundin mit der ich zusammen zum Sport gehe, hat mich dann auf die Idee gebracht es mit den Flohsamen zu probieren. Meiner Erfahrung nach zeigen die Flohsamen ihre Wirkung, meine Verdauung funktioniert wieder normal, ich fühle mich auch durch die Einnahme der Samen satter, was zusätzlich zu meiner Diät auch positiv ist.
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Von GesundeKoechin am 29.03.2017 um 19:00 Uhr
Meine Ernährung habe ich komplett geändert und ich verzichte auf Mehrfachkohlenhydrate, unter anderem auf Mehl in allen Formen und beim Backen von Broten oder Brötchen, nehme ich gerne ganze Flohsamen dazu, ca. eine 1/2 Tasse, um einen gewissen Vollkorngeschmack zu imitieren. In Kombination mit Leinsamenmehl ein ist es ein echter Genuss. Gemerkt habe ich, dass es anfänglich verdauungsbeschleunigend und abführend wirkte, bei regelmäßiger Verwendung stellt sich dieser Effekt jedoch ein.
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Von Horst Koch am 14.03.2017 um 13:59 Uhr
Was ich viel lesen konnte ist, dass die Flohsamen bei Verstopfungen große Wirkung zeigen, jedoch war es bei mir sehr bemerkenswert sie helfen ebenso beim Gegenteil und zwar gegen Durchfall. Ich habe eine längere Zeit Antibiotika wegen meiner Therapie genommen, wahrscheinlich brachte diese Einnahme meine Darmfunktionen durcheinander. Ich dachte erst, dass Problem lag daran, dass ich was Schlechtes gegessen habe, es hörte aber den ganzen Tag nicht auf. Meine Frau hatte die Flohsamen für Ihre Zwecke gekauft und brachte mir diese um auch mein Problem zu lösen. Ich habe mich erst dann schlau gemacht ob es wirklich Wirkung haben kann, natürlich wollte ich nicht etwas nehmen, was mir nicht hilft, da ich echt alles versucht hatte und es nicht besser wurde. Ich hatte ein mulmiges Gefühl und war auch sehr unsicher ob es was bringt, aber der Durchfall war am gleichen Tag weg. Meine Magenschmerzen hörten auf und ich habe erst nach 3 Stunden eine normale Mahlzeit zu mir genommen, weil ich Angst hatte, dass es nicht hilft. Alles war wieder normal, mein Darm hat sich beruhigt. Ich esse die Samen ab und zu immer noch, fühle mich ausgewogener und gesund sind die Samen sowieso, da ja immer mehr Menschen zur gesunden Nahrung neigen, kann es auf keinen Fall schaden.
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