Chia Samen

Chia Samen sind sehr reich an pflanzlichen Omega-3 Fettsäuren, Eiweiß und Ballaststoffen, wodurch sie als sättigend empfunden werden. Sie enthalten zudem zahlreiche natürliche Wirkstoffe, die wegen antioxidativen, entzündungshemmenden und kardioprotektiven Eigenschaften erforscht werden, deren Wirksamkeit jedoch nicht im Menschen ausreichend durch klinische Forschung belegt ist.

Zusammenfassung

Chia Samen quellen stark durch Flüssigkeitskontakt auf und bilden das Chia Gel, welcher gerne als gesunder Puddingersatz gegessen wird.

Abnehmen mit Chia Samen?

Chia Samen werden aufgrund ihrer sättigenden Eigenschaften als Mittel für eine Gewichtsabnahme beworben, obwohl der Verzehr von Chia in wenigen medizinischen Studien leider nicht zu einer Gewichtsreduktion führte. In diesen wurde keine Kalorienreduktion für die Probanden eingeführt.

Dennoch spricht dies nicht dagegen Chia weiterhin in einer kalorienreduzierten Diät als Ersatz für Pudding zu essen. Die darin enthaltenen Ballaststoffe haben dennoch einen sättigende Wirkung, wirken als Präbiotika, so dass Darmbakterien daraus die sogenannten kurzkettigen Fettsäuren herstellen können, die den Stoffwechsel anregen und Appetit reduzierend wirken. Weitere gute und sättigende Ballaststoffquellen sind Glucomannan (Konjac Wurzel, Shirataki Nudeln) und Flohsamenschalen.

Chia Mehl kann bis zu 25% des Mehls beim Backen ersetzen ohne geschmackliche Unterschiede zu verursachen.

ALA Omega-3 Fettsäuren aus Chia sind kein Ersatz für EPA und DHA

Chia Samen sind reich an der pflanzlichen Omega-3 Fettsäure α-Linolensäure (ALA), diese wird jedoch nur schwach in die für den Menschen physiologisch wichtigen EPA und DHA Omega-3 Fettsäuren umgewandelt. Chia Samen sind also in dieser Hinsicht kein Ersatz für Fisch, Fisch Öl oder Krill Öl.

Chia Samen Wirkstoffe

Chia Samen enthalten hauptsächlich die Wirkstoffe Chlorogene Säure, Rosmarinsäure, Protocatechusäure, Kaffeesäure und Gallussäure. Diese werden wegen antioxidativer, neuroprotektiver, kardioprotektiver und antientzündlicher Eigenschaften untersucht mit noch mangelnder humaner Forschung.

Chia Samen sind etwas gehyped worden, stellen aber insgesamt eine ordentliche Nährstoffquelle dar. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit betrachtet Chia Samen als ein sicheres Lebensmittel, das bei einem 5% Gehalt im täglichen Brotverzehr keine Nebenwirkungen mit sich bringt.

Chia Samen Wirksamkeit beim Menschen: Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht für Chia Samen bisher in keinem Fall eine gesundheitlich oder physiologisch relevante Wirksamkeit bei gesunden oder kranken Menschen als ausreichend durch klinische Forschung belegt an.

Die Chia Samen (engl. chia seeds) der Pflanze Salvia hispanica L. bestehen zu25-40% aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welche sich zu 60% aus der Omega-3 α-Linolensäure (ALA) und zu 20% aus der Omega-6 Linolsäure (LA) zusammensetzen.

Weitere Bestandteile von Chia Samen sind Eiweiß (15-25%), Kohlenhydrate (26-41%) und Ballaststoffe (18-30%) (1). Die Ballaststoffe aus Chia Samen bestehen zum Großteilaus unlöslichen Ballaststoffen, die löslichen quellen dagegen bei Kontakt mit Flüssigkeit stark auf(2, 3). Chia ist ein recht ballaststoffreiches Nahrungsmittel verglichen mit anderen bekannten ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Weizen (13%), Sojabohnen (15%) oder Leinsamen (22%) (4).

Chia Gel (Pudding)

Bereits 5 Minuten nach Kontakt mit Wasser fangen die Chia Samen an aufzubrechen, deren Inhalt nach Außen freizugeben und stark aufzuquellen bis sie nach 30-60 Minuten eine gallertige Form einnehmen, weshalb dieses Chia Gel auch gerne als kalorienarmer Puddingersatz in manchen Rezepten verwendet wird.Chia nehmen das 27-fache ihres Gewichts an Wasser auf. Das wird nur noch von Glucomannan (Shirataki Nudeln) überholt.

Tipp:Chia bildennach 2 Stunden in einer Flüssigkeit vollständig ihrGel aus. Ein Verhältnis von Chia zu Flüssigkeit von 1:40 und eine höhere Temperatur (sogar bis zu 80° C) führen zur Ausbildung von mehr Gel(5). Viele Anwender packen die Chia zum Aufquellen in den Kühlschrank, das mindert die Bildung des Gels. Übergießen Sie die Chia einfach mit einer erwärmten Flüssigkeit und lassen das Ganze 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen und tun sie es dann erst in den Kühlschrank. So erhalten Sie mit der gleichen Menge Chia mehr Pudding.

Backen mit Chia Samen Mehl

Mehl aus Chia kann beim Backen verwendet werden. Dabei kann Chia bis zu 25% des eingesetzten Mehls ausmachen ohne die Textur, Geschmack oder Form des Gebäcks zu beeinträchtigen. Da Chia sehr viel Wasser binden kann, erhöht es im Gebäck oder Brot den Feuchtigkeitsgehalt, was manchmal erwünscht sein kann (6).

Chia kann Eier oder Öl beim Backen von Kuchen oder Gebäck um 25% ersetzen ohne überhaupt geschmackliche Unterschiede zu verursachen. Dabei kann beim Ersatz des Öls an Kalorien eingespart werden und das Fettsäuren Profil zugunsten der Omega-3 Fette verschoben werden, wenn Chia Eier ersetzen, die eher Omega-6 Fette enthalten (7).

Da Chia sehr fett- und eiweißreich ist, kann es von Menschen auf der kohlenhydratarmen Low-Carb oder Paleo Diät bei der Herstellung von Brot aus Mandel- oder Kokosmehl und anderen kohlenhydratarmen oder weizenmehlarmen Lebensmitteln hilfreich sein.

Antioxidantien und entzündungshemmende Stoffe aus Chia Samen

Chia Samen enthalten zudem einen sehr hohen an Teil an Polyphenolen mit antioxidativen Eigenschaften. Der Polyphenolgehalt von Chia Samen ist ungefähr 75-mal höher als in der Ananas, 3-mal höher als in Papaya und Mango, 30% mehr als in der Himbeere und ungefähr gleich hoch wie in Erdbeeren, die eine sehr polyphenolreiche Quelle sind (8).

So enthalten Chia Samen ähnlich den Weintrauben die Stoffe Quercetin undKaempferol(3). Diese werden unteranderem wissenschaftlich untersucht da sie Krebszellen zumindest in Zellkultur zum Absterben bringen können, antientzündlich, antiosteoporotisch, antidiabetisch, kardio- und neuroprotektiv wirken könnten(910). Ausreichende klinische Studien stehen jedoch noch aus, so dass noch nichts Genaues über die Wirksamkeit beim Menschen gesagt werden kann.

Die folgenden 5 Wirkstoffesind in Chia Samen am höchsten konzentriert(811):

  1. Rosmarinsäure (1 mg/g Chia Samen). Die Rosmarinsäure zeigte in klinischen Studien eine antientzündliche und antiallergene Wirkung (1213). Lokal aufgetragen lindert sie die Symptome einer atopischen Dermatitis wie Trockenheit der Haut, Entzündung und Juckreiz (14).

  2. Protocatechusäure (0,75 mg/g Chia Samen). Leider liegen zu dieser Substanz keine klinischen Studien vor, lediglich Forschung an Tiermodellen und Zellkulturen. In diesen wirkte es gegen einige Krebszelllinien, Krebsentwicklung, Viruserkrankungen, Arterienverkalkung und aktivierte antioxidative Abwehrmechanismen in Zellen (15-17).

  3. Chlorogensäure (0,2 mg/g Chia Samen). Die Chlorogensäure ist mit der Kaffesäure verwandt. Sie wirkt laut klinischen Studien leicht blutdrucksenkend indem sie durch ihre antioxidative Wirkung die Funktion der Gefäße verbessert (18). Zudem verbesserte sie bei älteren Patienten die Gedächtnisleistung und scheint neuroprotektive Eigenschaften aufzuweisen(19). Kaffebohnen enthalten jedoch 10-mal mehr Cholorogensäure als Chia Samen.

  4. Kaffesäure (0,03 mg/g Chia Samen).Kaffesäure undihre Abkömmlinge wurden leider kaum in klinischen Studien untersucht. Sonst wirken sie antientzündlich, herzschützend, antiviral und können bei manchen Krebszellen den Zelltod auslösen (20).

  5. Gallussäure (0,01 mg/g Chia Samen). DieseKonzentration der Gallussäureentspricht in etwa der von Teeblättern. Gallussäure stellt den Hauptwirkstoff im Pu-Erh Tee dar, der zum Abnehmen genutzt wird(21). Es ist jedoch umstritten ob Gallussäure zur Gewichtsreduktion beitragen kann (22). Gallussäure hemmt bestimmte Signalwege in Krebszellen, die sonst zum Wachstum, Zellteilung und Metastasierung beitragen(23).

Abnehmen mit Chia – Fakten oder nur Werbeversprechen?

Chia Samen sollen beim Abnehmen helfen. Vor allem werden deren hoher Ballaststoffanteil und die Fähigkeit viel Flüssigkeit aufzunehmen und zu quellen als die entscheidenden Merkmale für die Gewichtsreduktion angesehen, da Ballaststoffe über mehrere Wege appetitzügelnd wirken.

Ballaststoffe können das Abnehmen und die Erhaltung des Gewichts nach einer Diät durchaus unterstützen, obwohl derzeit umstritten ist wie stark diese Wirkung ausfällt und welche Ballaststoffe am besten geeignet sind. Eine ausführliche Erklärung dazu finden Sie hier: Abnehmen mit Ballaststoffen, wir wollen die Thematik hier nur kurz anreißen um zu erklären wie Chia Samen vielleicht beim Abnehmen helfen könnten.

Folgende Aspekte der Ballaststoffe aus Chia Samen könnten zur Gewichtsreduktion beitragen:

  • Ballaststoffe haben trotz ihres Volumens kaum oder keine Kalorien.

  • Chia Samen können durch ihren Ballaststoffanteil den Glykämischen Index der aufgenommenen Nahrung herabsetzen. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit nicht steil, sondern langsam und gleichmäßig ansteigt. Ein schneller Blutzuckeranstieg ist assoziiert mit Heißhunger und Verlangen nach mehr Zucker und Kalorien.

  • Unlösliche Ballaststoffe üben einen mechanischen Druck im Darm aus, welcher dem Körper ein Sättigungssignal sendet (24). Chia Samen enthalten einen hohen Anteil an unlöslichen Ballaststoffen.

  • Lösliche Ballaststoffe aus den Chia Samen werden von Darmbakterien zu sogenannten kurzkettigen Fettsäuren (shortchainfattyacids = SCFA) umgewandelt. Diese sind Acetat, Propionat und Butyrat und sind wichtig für die positive Regulation des Stoffwechsels. In Darmzellen lösen diese kurzen Fettsäuren die Produktion von sättigenden Botenstoffen wie dem Peptid YY (PYY) und Glucagon-like Peptide 1 (GLP-1) aus. Diese Botenstoffe kurbeln den Appetit herunter, indem sie im appetitregulierenden Bereich des Gehirns, dem Hypothalamus, wirken(2526).

In der Theorie klingt das vielversprechend, wie schaut es jedoch in klinischen Studien aus?

Bisher wurden nur wenige klinische Untersuchungen zur Thematik Abnehmen, Sättigungsgefühl und Chia Samen gemacht.Leider sind die Ergebnisse sehr ernüchternd und entsprechen nicht den weitläufigen Werbeversprechen.

In einer randomisierten, einfachblinden, placebokontrollierten Studie mit fast 80 übergewichtigen Teilnehmern, wurden 12 Wochen lang 25 g Chia Samen in Wasser gelöst zweimal am Tag eingenommen. Es gab keine Unterschiede zum Placebo und die 50 g Chia am Tag führten weder zu einem geringeren Appetit, noch zu mehr Völlegefühl oder einer Gewichtsreduktion (27).  Es gab in dieser Studie zudem keine Verbesserung der Blutwerte (Cholesterin, Blutfette), des Blutdruck oder der Entzündungswerte durch die Gabe von Chia Samen.

In einer weiteren klinischen Studie nahmen die an Diabetes Typ 2 erkrankten Probanden 37 g/Tag Chia (Salba®) zu sich, 12 Wochen lang. Interessanterweise reduzierte die Einnahme von Chia Samen den systolischen Blutdruck signifikant um -6,3 mmHg. Ein Entzündungswert, der stark mit Herzkreislauferkrankungen assoziiert ist, das hoch sensitive C-reaktive Protein (hs-CRP), wurde um ganze 40% gesenkt. Chia Samen reduzierten im Vergleich zu den Ausgangsblutwerten die Konzentration des HbA1c (Hämoglobin A1c), des gezuckerten Blutfarbstoffs, der bei Diabetikern aufgrund des hohen Blutzuckers erhöht ist. Jedoch auch hier fanden die Ernährungswissenschaftler keine Gewichtsabnahme bei den Teilnehmern (28).

In einer kleinen Studie mit 10 Frauen führten 25 g/Tag Chia Samen nicht zu einer Abnahme des Körpergewichts oder Körperfettreduktion (29).

Als Fazit kann daher gesagt werden, dass die derzeitigen Versprechen um die Chia Samen herum nicht wissenschaftlich bestätigt werden konnten und eine Vermarktung von Chia Samen zum Zweck der Gewichtsabnahme eher irreführend ist.

Aber:Das bedeutet jedoch nicht, dass wenn Sie zum Beispiel gerne den kalorienärmeren Chia Pudding als Ersatz für fertigen, zuckerreichen oder fettigen Pudding essen, das nicht weiterhin so handhaben sollten. Ganz im Gegenteil. Diese Wahl ist sowohl gesünder, als auch besser für Ihre Figur.

Chia Samen als Quelle von Omega-3 Fettsäuren

Die tierischen Omega-3 Fettsäuren EPA und DHA (Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure) aus dem Fischöl oder Krillöl sind die eigentlichen Omega-3 Fette, die im menschlichen Körper eine physiologische Wirksamkeit entfalten. Diese Fette sind assoziiert mit einer gesundheitsfördernden Wirkung auf die kardiovaskuläre Gesundheit, Gedächtnisleistung, Depressionen und Entzündungswerte. Auf das EPA und DHA kommt es also an.

Chia Samen enthalten wie andere pflanzliche Quellen die Vorstufe zu EPA und DHA, die α-Linolensäure (ALA). Diese ist zwar auch eine Omega-3 Fettsäure, muss jedoch erst einmal umgewandelt werden. Der menschliche Körper kann zwar α-Linolensäure (ALA) zu EPA und dann zu DHA konvertieren, dies erfolgt jedoch mit einer sehr geringen Konvertierungsrate, so dass die EPA-Konzentration im Blut zwar leicht angehoben wird, aber DHA kaum (30). Diese Umwandlung ist bei Männern sogar noch geringer als bei Frauen (31).

Zudem hemmt ein reichhaltiger Konsum der Omega-6 Fettsäure Linolsäure zusätzlich diese Umwandlungsrate (32). Die heutige westliche Ernährungsweise ist sehr reich an Omega-6.

Obwohl Chia Samen und Leinsamen häufig wegen ihres hohen Omega-3 Gehalts vermarktet werden, ist dieser nach dem derzeitigen medizinischen Wissen relativ unbedeutend, da pflanzliche Omega-3 Fette keine oder kaum gesundheitliche Vorteile mit sich bringen verglichen mit marinen Quellen (Fischöl, Krillöl). Das soll nicht heißen, dass pflanzliche Omega-3 Fette nutzlos oder ungesund wären, bloß entfalten sie nicht eine Wirkung, die vergleichbar ist mit EPA und DHA.

Nur wenige pflanzliche Quellen machen daher Sinn als Nahrungsergänzungsmittel zwecks Anhebung der Omega-3 Werte. Darunter fallen Algenprodukte, die jedoch lediglich DHA und kaum EPA enthalten oder Echiumöl, das Stearidonsäure enthält, die leichter zu EPA und DHA umgewandelt wird. Wichtig: Selbst die Stearidonsäure ist tierischen Quellen stark unterlegen, EPA aus dem Fischöl hebt die EPA Blutkonzentration 4-mal effizienter an, als Stearidonsäure(33).

Die Gabe von fast 40 g Chia Samen an Diabetiker erhöhte die Blutkonzentration der α-Linolensäure und EPA um das zweifache, verändert die DHA Werte jedoch nicht (28).

Ähnliche Ergebnisse wurden in einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit übergewichtigen Frauen erzielt, die gemahlene oder ganze Chia Samen in einer Menge von 25 g/Tag einnahmen. Die Blutwerte der α-Linolensäure und EPA wurden nach 10 Wochen durch die gemahlenen Chia Samen angehoben, nicht jedoch durch die ganzen Samen (34).

Es ist also gut möglich, dass lediglich Mehl aus Chia Samen ausreichend Omega-3 Fettsäuren freisetzen kann, während die Samen nicht ausreichend verdaut werden können um die Fette dem Organismus zugänglich zu machen.

Wirkung auf den Bluthochdruck

Chia Samen wurden in einer randomisierten klinischen Studie auf eine blutdrucksenkende Wirkung getestet. Chia wurden in Form von 35 g/Tag Chia Mehl über 12 Wochen von Probanden mit bestehendem Bluthochdruck verzehrt.

Dabei gab es eine Placebo Gruppe die kein Chia erhielt. Die anderen drei Gruppen bestanden aus Teilnehmern, die noch nie mit einem blutdrucksenkendem Medikament behandelt wurden oder zuvor behandelt wurden aber das Medikament abgesetzt hatten, oder noch in Behandlung mit einem Medikament zum Zeitpunkt der Studie waren.

Chia Mehl verringerte den mittleren arteriellen Druck (bestehend aus systolischem und diastolischem Blutdruck), um -8 bis -11 mmHg bei noch nie zuvor behandelten Personen oder bei Menschen auf einer Medikation. Bei Menschen, die ihre Behandlung nicht mehr einhielten, reduzierte es nur den systolischen Blutdruck um -9mmHg. Weitere Untersuchungen durch eine 24h Blutdruckmessung lassen zudem an einer Reduktion des diastolischen Blutdrucks durch Verzehr von Chia zweifeln(35).

Wichtig: Obwohl Chia den systolischen und nur eventuell den diastolischen Blutdruck bei Menschen mit Hypertension verringert, sind Chia Samen keine Medikamente und kein Ersatz für eine Therapie. Zudem müssten umfangreichere Untersuchungen diese Wirkung bestätigen, da eine Studie hierfür nicht ausreichend ist.

Wieviel Chia kann man täglich essen?

In den USA wurde eine tägliche Menge von maximal 48 g festgelegt und die Europäische Kommission erlaubte die Zugabe von Chia im Brot bis zu 5% (1). Chia wird normalerweise als Salat, als Pudding, in Getränken, Zerealien oder roh gegessen. Es bestehen bisher keine bekannten allergischen Reaktionen auf Chia Samen(36).

Chia Samen oder Mehl sollten bereits durch Flüssigkeit aufgequollen sein, bevor sie verzehrt werden.

Quellenangaben

1. Mohd Ali N, Yeap SK, Ho WY, Beh BK, Tan SW, Tan SG. The promising future of chia, Salvia hispanica L. Journal of biomedicine & biotechnology. 2012;2012:171956. PubMed PMID: 23251075. Pubmed Central PMCID: 3518271.

2. Alfredo V-O, Gabriel R-R, Luis C-G, David B-A. Physicochemical properties of a fibrous fraction from chia (Salvia hispanica L.). LWT-Food Science and Technology. 2009;42(1):168-73. PubMed PMID:

3. Reyes-Caudillo E, Tecante A, Valdivia-López M. Dietary fibre content and antioxidant activity of phenolic compounds present in Mexican chia (Salvia hispanica L.) seeds. Food chemistry. 2008;107(2):656-63. PubMed PMID:

4. Dhingra D, Michael M, Rajput H, Patil RT. Dietary fibre in foods: a review. Journal of food science and technology. 2012 Jun;49(3):255-66. PubMed PMID: 23729846. Pubmed Central PMCID: 3614039.

5. Muñoz L, Cobos A, Diaz O, Aguilera J. Chia seeds: Microstructure, mucilage extraction and hydration. Journal of food Engineering. 2012;108(1):216-24. PubMed PMID:

6. Inglett GE, Chen D, Liu S. Physical properties of sugar cookies containing chia-oat composites. Journal of the science of food and agriculture. 2014 Dec;94(15):3226-33. PubMed PMID: 24664549.

7. Borneo R, Aguirre A, Leon AE. Chia (Salvia hispanica L) gel can be used as egg or oil replacer in cake formulations. Journal of the American Dietetic Association. 2010 Jun;110(6):946-9. PubMed PMID: 20497788.

8. Martinez-Cruz O, Paredes-Lopez O. Phytochemical profile and nutraceutical potential of chia seeds (Salvia hispanica L.) by ultra high performance liquid chromatography. Journal of chromatography A. 2014 Jun 13;1346:43-8. PubMed PMID: 24811150.

9. Nabavi SF, Russo GL, Daglia M, Nabavi SM. Role of quercetin as an alternative for obesity treatment: You are what you eat! Food chemistry. 2015 Jul 15;179C:305-10. PubMed PMID: 25722169.

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12. Takano H, Osakabe N, Sanbongi C, Yanagisawa R, Inoue K, Yasuda A, et al. Extract of Perilla frutescens enriched for rosmarinic acid, a polyphenolic phytochemical, inhibits seasonal allergic rhinoconjunctivitis in humans. Experimental biology and medicine. 2004 Mar;229(3):247-54. PubMed PMID: 14988517.

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36. Atkinson H. Studies to assess the allergenic potential of chia (Salvia hispanica L.) BIBRA Report 4095/4194. Carshalton, Surrey, UK: BIBRA International Ltd. 2003. PubMed PMID:

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Hilfreichster Erfahrungsbericht

Von Stefanie Maier1979 am 16.03.2017 um 11:22 Uhr
Meine Gesundheit ist mir sehr wichtig und daher achte ich zunehmend auf meine Ernährung. Die Chia Samen sind sehr empfehlenswert. Sie helfen mir mein Wohlbefinden zu verbessern, haben fast keinen Eigengechmack und sind daher problemlos beim Verzehr. Sie sind eine wunderbare natürliche Ergänzung zu meinen täglichen Lebensmitteln. Sie haben viel hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe, Omega-3 und 6 Fettsäuren und vieles mehr. Wenn ich jeden Tag Chia Samen esse, fühle ich mich erleichtert und ich habe keine Magenbeschwerden mehr. Was sich noch merkbar gemacht hat ist das ich viel weniger Gelenkeschmerzen habe, da ich gelesen habe das Chia Samen entzündungshemmend wirken. Nach meiner Langzeiterfahrung mit der Einnahme von Chia Samen, kann ich dazu sagen, dass sie wirklich zu einer Schmerzlinderung führen, bei mir hat sich das bewiesen.
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Von H.K. am 26.03.2017 um 14:15 Uhr
Ich habe durch Zufall vor einiger Zeit Online über die Chia-Samen gelesen. Die Beschreibung hörte sich so interessant an, dass ich weiter recherchiert habe. Die Samen weisen einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, Proteinen, Vitaminen, Antioxidantien und Mineralstoffen, Vitamin B1, B3, E, Kalium, Kupfer, Phosphor, Zink. Sie gelten als die Heilsamen der Maya und liefern jede Menge Energie und benötigte Vitamine, dass wären 10 Mal mehr Omega-3 als Lachs, 9 Mal mehr Antioxidantien als Orangen, 4 Mal mehr Eisen als Spinat, 5 Mal mehr Calcium als Vollmilch, 15 Mal mehr Magnesium als Brokkoli und 4 Mal mehr Ballaststoffe als Leinsaat. Zudem sollen diese "Wundersamen" bei Beschwerden wie zu viel Sodbrennen, Regeneration der Zellen, Herzprobleme, Gluten Unverträglichkeit, Arthrose, Gelenkschmerzen, Wundheilung, Diabetes, Übergewicht, Wassereinlagerungen, Reizdarmsyndrom, Schilddrüsenerkrankungen etc. helfen. Sie sollen Cholesterin senkend wirken und auch bei Abnehmen nützliche Hilfe bringen - insgesamt einfach sehr gesund sein. Es hörte sich alles vielversprechend an, deswegen habe ich angefangen die Samen zu nutzen. Da sich die Samen inzwischen als fester Bestandteil in meine Ernährung integriert haben, kann ich wirklich sagen, dass sie gut auf mich wirken. Die Samen sind gesund - siehe all die Inhaltsstoffe und man kann sie auch einfach und gut verwenden. Ich nehme sie seit ungefähr 2 Monaten und habe eine Verbesserung bemerkt.
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Von Julissa am 08.03.2017 um 18:21 Uhr
Soviel wird über Chia geschrieben – die einen sagen es ist ein Hype, die anderen meinen Chia haben sehr gute Qualitäten, wie zB sie wären reich an Omega 3 und Omega 6, Ballaststoffe, Proteine und co. Bei mir ist es so – ich esse sie schon monatelang, manchmal lasse ich sie über Nacht aufquellen, manchmal mag ich sie knusprig, sprich einfach in den Jogurt oder in die Müsli, zusammen mit Amaranth. Sättigend sind sie auf jeden Fall.
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Von Healthymind am 06.04.2017 um 15:46 Uhr
Chia-Samen habe ich das erste Mal in Mexico in meinem Urlaub probiert. Ich kaufe sie jetzt regelmäßig und bin auch froh darüber, dass ich diese auf unserem Markt kaufen kann. Zu Recht werden Chia-Samen auch als Superfood bezeichnet, da sie eine unglaublich ausgewogene Nährstoffzusammensetzung bieten. Fast das doppelte an Eiweiß gegenüber anderen Getreidesorten und ein hoher Anteil Omega-3-Fettsäuren sind ein guter Grund, diese leckeren Samen in seine Ernährung einzubauen.
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